Datensätze in der Wetterdatenbank

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Eintrag 4518
Schlagworte Gewitter; Hitze; Donner; Regen; Sturm; Forstschäden
Ortsangaben Lißberg; Schwickartshausen; Hirzenhain
Zeitangabe 10.7.1843
Originaltext Am 10. Juli 1843 war hier ein Gewittersturm, wie die ältesten Leute noch keinen erlebt hatten. Des Vormittags war der Himmel ganz heiter und so der Wind von Nord, Ost, Ost wehte, hätte wohl niemand des Nachmittags ein Gewitter erwartet. Gegen 4 Uhr zog jedoch, nach einer sehr drückenden Hitze, eine dunkle Wolke am östlichen Himmel auf, die sich sehr bald als ein Gewitter ankündigte. Dasselbe schien anfangs schnell vorübergehen zu wollen. Doch mit einemmale verwandelte sich das Tageslicht in Dämmerung, der Donner rollte unaufhörlich, einem Wolkenbruch ähnlich stürzte der Regen herab und der Sturm tobte mit solcher Wuth, das er in dem Schauernwald unweit des Pfades von Schwickartshausen nach Hirzenhain ungefähr
150 starke Buchen und zwar da einem Platze wie leichtes Rohr entwurzelte, zerbrach und über einander warf, so das in dem kleinen, kaum einen Morgen haltenden Distrikt wo dies geschah, nach Versicherung des Grhzg. Försters Müller zu Ortenberg 4-500 Stecken aufgeschüttet werden müssen. Leute, die von dem Unwetter auf dem Felde überrascht wurden, mussten sich auf die Erde niederlegen, weil sie dem Sturm nicht zu widerstehen vermochten.
   
Eintrag 4517
Schlagworte Dürre; Bäche, vertrocknete; Ernte, schlechte; Teuerung
Ortsangaben Lißberg
Zeitangabe 6.1842 - 1.9.1842
Originaltext 1842 ist der größte Theil des Sommers eine außerordentliche Dürre gewesen, indem es fast in 3 Monaten nicht ein einziges Mal regnet, so das alle kleinen Bäche völlig vertrockneten. Die Ernte fiel deswegen auch nur spärlich aus und eine Folge davon war, das im folgenden Jahre 1843 im Juni und Juli eine große Theuerung ausbrach, welche der von 1817 wenigstens hinsichtlich des Korn oder Roggens, gleichkam, ja sich selbst übertraf.
   
Eintrag 4516
Schlagworte Gewitter; Hagel; Regen; Schäden; Hochwasser; Überschwemmung; Grummet, verdorbene; Flachs, verdorbener
Ortsangaben Lißberg; Nidder, Fluss; Gedern; Scheppbach, Fluss
Zeitangabe 1.9.1768
Originaltext Am 1. September 1768 hatten wir hier und in der Nachbarschaft etliche schwere Gewitter, die mit Hagel großen Schaden anrichteten. Der anhaltende Platzregen hat die Scheppbach und die Nidder anschwellen lassen. Sie sind über die Ufer getreten und hatten den Flachs und das Grummet überschwemmt.
   
Eintrag 4515
Schlagworte Gewitter; Hagel; Feldschäden; Sturm; Bäume, entwurzelte
Ortsangaben Lißberg; Lais; Glashütten; Gedern; Oberseemen; Crainfeld
Zeitangabe 27.6.1767
Originaltext Am 27. Juni 1767 hatten wir ein sehr starkes Gewitter, wobei der häufige Hagel die Früchte in Lais, Glashütten, Geder, Oberseemen, Crainfeld und anderen Orten zerschlug. Hier hatte der Sturm viele Bäume gefällt, aber Gott sei Dank ist weiter nichts beschädigt worden.
   
Eintrag 4514
Schlagworte Gewitter; Blitzschlag; Todesopfer
Ortsangaben Fauerbach; Hirzenhain
Zeitangabe 17.6.1766
Originaltext Am 17. Juni 1766 wurden 3 Frauen aus Fauerbach, als sie von der Hirzenhainer Mühle kamen, unter einem Birnbaum auf dem Feld bei starkem Gewitter von einem Blitz getroffen und getötet. Zwei waren verheiratet und eine ledig.
   
Eintrag 4513
Schlagworte Blitzschlag; Gebäudeschäden; Heu, verbranntes; Korn, verbranntes
Ortsangaben Lißberg
Zeitangabe 22.8.1755
Originaltext Am 22. August 1755 Freitagabend nach 6 Uhr schlug ein sehr starker Blitz auf der Breitenhaide in die dortige Scheune ein, wo das gesamte geerntete Korn à 14 Fuhren und drei Wagen Heu lagen, welche gleich von oben bis unten mit der Scheune bis auf den Mauerstock gänzlich eingeäschert wurden. Weil man nicht gleich zu HiIfe kam, konnte man der Wut des Feuers nicht widerstehen. Obwohl man von hier und auch von den umliegenden Orten gleich hineilte. Der Knecht vom Hofmann war bei dem Einschlag in der Scheune gewesen, wie auch das Vieh, was im Stall der Scheune stand, hatte keinen Schaden erlitten.
   
Eintrag 4512
Schlagworte Gewitter; Regen; Hagel; Feldschäden; Wiesenschäden; Erosionsschäden
Ortsangaben Lißberg; Nidda; Schmitten; Fauerbach
Zeitangabe 9.6.1746
Originaltext Am 9. Juni 1746 nachmittags gegen 3 Uhr betraf uns wieder ein starkes Gewitter mit einem ganz erstaunlichen Regenguss, der mit Hagel vermischt war. Dieses Gewitter kam wieder von Westen und zog weiter nach Südost. Das Korn auf den Schronäckern hatte stark gelitten. Das andere Korn auf den Rädern, im Riegel und Rückäckern ist gottlob schadlos geblieben. Der Lerchenberg dahingegen aber als derzeitiges Sommerfeld und die Seeäcker sind umso stärker betroffen. Besonders sind die Äcker auf die Wiesen geschwemmt worden sodass die Sommerfrüchte, Gartengewächse und Gras, was so insgesamt sehr schön gestanden hatte, sehr empfindlich zugerichtet wurde. Und wieder kann sich niemand erinnern, jemals den Lerchenberg so übel zugerichtet überschwemmt und die Wiesen mit Erde überschwemmt gesehen zu haben. Dieses ist ein weit größerer Schaden als das oben beschriebene große Gewässer [23.05.1746]. Die Wiesen des hiesigen Ortes und besonders mich hat es im Hinblick auf den mir zustehenden Zehnten und ein Teil meines eigenen Gewächses am härtesten getroffen.
Am 9. Juni 1746 um die Mittagszeit sah man ein erstaunliches Gewitter von Norden aufziehen, wovon wir nur einen kleinen Regen abbekamen. Wie man aber leider erfahren hat, so hat dieses Nidda, Schmitten und Fauerbach sehr hart heimgesucht und mit einer Überschwemmung erbärmlich geschädigt.
   
Eintrag 4511
Schlagworte Gewitter; Donner; Blitz; Regen; Überschwemmung; Hochwasser; Wiesenschäden; Gärtenschäden; Todesopfer
Ortsangaben Lißberg; Nidder, Fluss; Gedern; Merkenfritz
Zeitangabe 23.5.1746
Originaltext Am 23. Mai 1746 morgens um 3 Uhr entstand von Westen ein entsetzliches Unwetter. Es dauerte so bis 8 Uhr. Es donnerte, blitzte und regnete 5 Stunden lang. Darauf entstand bald eine große Überschwemmung, sodaß das Wasser jenseits der Nidder und diesseits der Hillersbach (Scheppbach) soweit austrat, das es großen Schaden auf den Wiesen und Gärten verursachte. Niemand von hier konnte sich auf eine derartige Überschwemmung erinnern, seitdem er lebt oder das er davon gehört hätte. Währendessen gab es oberhalb von Gedern auch noch einen Wolkenbruch. In Merkenfritz war eine Frau ertrunken, während sie ihre Bleiche retten wollte. Überall wurde großes Elend zugefügt.
   
Eintrag 4510
Schlagworte Winterbeginn; Obsternte, Ausfall
Ortsangaben Lißberg
Zeitangabe 1.10.1740
Originaltext Am 1. Oktober 1740 nachts vor dem 16. Sonntag Trinitatis hatte der Winter wieder angefangen. Der letzte vorher dauerte bis Pfingsten, sodass man kein Heu noch Stroh für das arme Vieh hatte. Die Tiere bekamen nur minderwertiges Gras. Die späte Heu und Fruchternte war bis zum Michaelistag (29.09.). Man konnte sogar das liebe Obst was sich so Gott reichlich zeigte, nicht ernten. Besonders die Zwetschgen lagen bis in die Adventszeit unter dem Schnee und konnte man nicht genießen.
   
Eintrag 4509
Schlagworte Kälteeinbruch
Ortsangaben Lißberg
Zeitangabe 7.1.1740 - 9.1.1740
Originaltext Am 7. Januar 1740 entstand eine schreckliche Kälte die fast 8 Tage lang dauerte. Niemand konnte sich auf der Straße aufhalten. Es war fast so durch dringlich wie im Jahre 1709. Viele Menschen und Vieh, wie man später erfuhr, waren erfroren.
   
Eintrag 4508
Schlagworte Gewitter; Regen; Hagel; Blitz; Donner; Tauwetter; Überschwemmung; Tiere, verendete
Ortsangaben Lißberg
Zeitangabe 10.1.1739
Originaltext Am 10. Januar 1739 gegen morgen etwa um 3 Uhr entstand ein schreckliches Wetter mit Regen, Hagel, Blitz und Donner. Weil vorher tiefer Schnee gefallen war, entstand ein großes Gewässer, das alles überschwemmte. Dem untersten Müller Johann Conrad Schepp sind dabei die Schweine ersoffen. In anderen Orten ist auch noch viel Schaden entstanden. Aus Paris und anderen Ländern kam die Nachricht, das man zu dieser Jahreszeit seit Menschengedenken so etwas nicht erlebt hatte, das so viele Häuser ihre Dächer verloren hatten und viele Bäume umgeweht wurden.
   
Eintrag 4507
Schlagworte Gewitter; Blitzschlag; Gebäudeschäden
Ortsangaben Lißberg
Zeitangabe 1.6.1738
Originaltext Am 1. Juni 1738 am Wochenende nach Pfingsten, schlug ein Blitz in den Keller von Sigmunds Haus auf der Breitenhaide ein. Es wurde viel zerstört. Das Ganze aufwärts unter dem Ofen, Fenster, Türen und vieles Andere war ruiniert.
   
Eintrag 4506
Schlagworte Gewitter; Blitzschlag; Gebäudeschäden
Ortsangaben Lißberg
Zeitangabe 30.6.1731
Originaltext Am 30. Juni 1731 war ein schreckliches Gewitter am Himmel, welches beim Ratsherrn Niklaß Häins Scheune einschlug. Die Scheuer war nur oben am First beschädigt. Sonst war kein Schaden.
   
Eintrag 4505
Schlagworte Unwetter; Hagel; Feldschäden
Ortsangaben Lißberg
Zeitangabe 16.5.1730
Originaltext Am 16. Mai 1730 mittags zwischen 12 und 1 Uhr, als ich die Konfirmanden lehrte, zog sich ein Unwetter auf, welches bis zum Abend dauerte. Es war starker Regen mit Hagel vermischt, der besonders die Früchte du Kornfelder auf dem Lerchenberg zerquetschte und zerschlug. Niemand konnte auch nur das Geringste ernten.
   
Eintrag 4504
Schlagworte Schneefall, starker; Hungertote; Ortschaften, von der Außenwelt abgeschnittene; Wildschäden
Ortsangaben Lißberg
Zeitangabe 31.12.1725
Originaltext Am 31. Dezember 1725 fing es an zu schneien, so schrecklich, das man nirgends hinkommen konnte. Von unterschiedlichsten Orten wurde bestätigt, das die abgelegenen Dörfer, einsame gelegen Örtchen und Häuser schwer oder gar nicht mehr zusammen kommen konnten. Auch hatte so mancher Mensch aus Mangel an Lebensmitteln oder durch die Einschließung durch den Schnee seinen Geist aufgegeben. Im Harzer Wald war soviel Schnee gefallen, das sich selbst die Hundertjährigen an so etwas nicht erinnern konnten. Man konnte einfach keinen Weg mehr finden. Im Vogelsberg sind zeitweilig ganze Ortschaften zugeschneit gewesen. Das Wild ist zum Teil krepiert und wurde an manchen Stellen gefunden.
   
Eintrag 4503
Schlagworte Hagel; Feldschäden; Gebäudeschäden; Tiere, verendete
Ortsangaben Grünberg
Zeitangabe 28.7.1725
Originaltext Am 28. Juli 1725 hagelte es in Grünberg und Umgebung. In der Zeitung stand, das Hagelkörner in der Größe von Hühnereiern und Eisbrocken in der Größe von 6 bis 7 Zoll vom Himmel fielen. Die Früchte auf den Feldern sind gänzlich zerstört. Die Häuser, Dächer und Fenster haben großen Schaden erlitten. In den Wäldern und Feldern wurden viele Tiere und Vieh getötet. Man hört auch leider, das es in der Nacht vom vom 19. auf den 20. in Münzenberg zu einer Feuersbrunst kam. Es wurden 120 bis 130 Häuser samt Scheuern eingeäschert. Wie es sich entzündete ist noch unbekannt. Aber man sagt sich, das es an 6 Orten angezündet wurde.
   
Eintrag 4502
Schlagworte Winter, milder
Ortsangaben Lißberg
Zeitangabe 12.1723 - 23.2.1724
Originaltext Am 23. Februar 1724 schreibe ich hiermit für die Nachwelt, das wir bis jetzt den ganzen Winter fast keine Kälte hatten, weder Schnee sondern temperierte Nässe und angenehmes Wetter. Es ist sogar alles schon gewachsen.
   
Eintrag 4501
Schlagworte Himmelszeichen; Polarlichter; Wetter, warmes
Ortsangaben Lißberg
Zeitangabe 1.3.1721
Originaltext Am 1. März 1721 abends um 8 Uhr hatte man wieder feurige Strahlen, fast im ganzen Himmel im Norden bemerkt. Es dauerte fast die ganze Nacht, was fast aussah wie Blitze. Ich hatte dies für klaren Nordschein gehalten und dann an einen guten gelehrten Freund in Frankfurt geschrieben, um von ihm ein Gutachten zu erhalten, was dann auch geschah. Er schrieb mir, das sich durch das vorherige lang anhaltende warme Wetter in der Luft einige Donnerwolken zusammen gezogen hätten. Auf die schnelle Kälte konnte sich dies aber nicht vollenden. Da aber die Sonne jetzt ziemlich stark schien, würde sich dies entzünden. Wegen der Unvollkommenheit würde es deshalb nicht als Donner ausbrechen, sondern nur als dieses Feuer entzünden. Indessen haben aber die armen Leute große Angst gehabt. Sie glaubten es wäre Krieg oder Feuer.
   
Eintrag 4500
Schlagworte Himmelszeichen; Polarlichter; Kälte
Ortsangaben Lißberg; Nidda
Zeitangabe 17.2.1721 - 22.2.1721
Originaltext Am 17. Februar [1721], um 8 bis nach 10 Uhr hatte man hier und anderswo im ganzen Umkreis Feuerstrahlen am Himmel gesehen. Im Norden war es besonders hell, so das man noch besser als bei Mondschein weit sehen konnte. Im Süden aber war es dunkel. Die Leute sind hinaus aufs Feld und die Berge gegangen um es besser zu sehen. Es zeigten sich feurige Striche und Strahlen am Himmel. Manche haben das Phänomen so oder so beurteilt, aber ich sagte, das darauf eine große Kälte kommen würde, wie im Jahr 1702, was dann auch geschah. Es kam eine Kälte, das sich die Leute nicht auf den Straßen aufhalten konnten. Der Petri Markt in Nidda war verdorben, weil sich fast kein Krämer oder Mensch dort aufhielt. So etwas gab es noch nie.
   
Eintrag 4499
Schlagworte Gewitter; Regen; Wasserflut; Überschwemmung; Erosionsschäden; Gebäudeschäden; Vieh, ertrunkenes; Todesopfer
Ortsangaben Lißberg; Nidder, Fluss
Zeitangabe 16.12.1720
Originaltext Am 16. Dezember 1720 nachts um 11 Uhr, wie uns der Wächter berichtete, war ein heller Blitz mit einem Knall am Himmel, demzufolge ein entsetzlicher Platzregen entstand. So als ob man mit Kugeln vom Himmel schüttete. Die daraus entstandene Wasserflut ging bis zum Aufgang des Lerchenbergs und die unterste Mühle stand bis zu den Fenstern des Untergeschoßes unter Wasser. Der Garten an der Scheuer samt Pfählen, Bäumen, Stegen und Erdreich war weggerissen. Bei Tagesanbruch wurde durch Gottes Hilfe mehr Schaden verhindert. Im Nidder Grund wie wir hinterher erfahren, gab es erheblichen Schaden an Mensch und Tier.
   

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