Datensätze in der Wetterdatenbank

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Eintrag 4245
Schlagworte Ernte, sehr gute; Mäuseplage; Winter, milder
Ortsangaben Schwickartshausen
Zeitangabe 1872 - 3.1873
Originaltext „Das Jahr 1872 war in jeder Hinsicht ein recht gesegnetes Jahr, aber auch reich an Mäusen, welche im Feld und in den Häusern einen sehr großen Schaden anrichteten und während der ungewöhnlich milde Winter 1872/73 sich leider nur zu leicht zu erhalten wussten.“ .... „Der Winter war fast ohne Frost und Schnee, dagegen sehr nass und ungesund. Anfang März sind viele Leute auf dem Feld beschäftigt.“
   
Eintrag 4244
Schlagworte Wolkenbruch; Regen, starker; Hochwasser; Überschwemmung
Ortsangaben Schwickartshausen; Laisbach, Gewässer
Zeitangabe 1839
Originaltext "Bei einem … Wolkenbruch im Jahre 1839 stand das Wasser … 5 und 6 Fuß hoch im Dorfe."
   
Eintrag 4243
Schlagworte Regen, starker; Hagel; Hochwasser; Überschwemmungen; Gebäudeschäden
Ortsangaben Schwickartshausen; Laisbach, Gewässer
Zeitangabe 10.5.1868
Originaltext „Am Abend des 10. Mai 1868 wurde die hiesige Gemeinde in großen Schrecken gesetzt. Bei starkem Regen und Hagelwetter kam plötzlich außer dem Laosbach ein großer Wasserstrom gerade über die Wiesen herab und füllte mehrere Scheuern, Ställe, Keller und Höfe, so das Vieh nur mit Mühe und großer Gefahr gerettet werden konnte. Das Wasser stand in einigen Ställen 4 Fuß (ca. 1,20 m) hoch und mehrer
100 Fuß breit, riß Bauholz, Mist, Brücken und Stege hinweg. An einem Hause mussten Gefache eingeschlagen werden, um dem wüthenden Strome Durchlass zu verschaffen um das Gebäude zu retten.“
   
Eintrag 4242
Schlagworte Ernte, geringere; Weizenernte, niedrigere; Obsternte, gute; Sommergewitter, schwere; Gewitter, schwere
Ortsangaben Schwickartshausen
Zeitangabe 1870
Originaltext „Die Ernte an Halmfrüchten in 1870 ist geringer als sonst, namentlich gibt es wenig Weizen, doch sind die Körner gut. Wie Obst! Im Sommer mehren sich die schweren Gewitter.“
   
Eintrag 4241
Schlagworte Regenfälle, anhaltende; Hochwasser; Überschwemmung; Feldschäden; Ernteverluste
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 25.6.1871 - 27.6.1871
Originaltext "Aufgrund anhaltender Regenfälle vom 25. bis 27. Juni [1871; J.E.] trat die Werra über die Ufer und überschwemmte die Felder. Die Wassermassen waren so hoch, dass die Ähren von Korn und Weizen gerade noch über der Wasseroberfläche zu sehen waren. Der Schaden in und um Grebendorf wurde mit 35.000 Rth. veranschlagt. Es waren nicht nur die Höfe, die unter Wasser standen, sondern auch Keller und Ställe. Am allerschlimmsten war das Wasser in der Stengelsgasse, wo es bei den Familien Bebendorf und Neusüß im Hausflur, in der Küche und auf der Treppe vor der Stubentür stand."
   
Eintrag 4240
Schlagworte Gewitter; Hagel; Unwetter; Starkregen; Überschwemmung; Feldschäden; Baumschäden; Gebäudeschäden
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 2.5.1860
Originaltext "Sonntag, den 2. Mai [1860; J.E.], und zwar des Abends von 20 bis 22 Uhr, wurde unsere Gegend von mehreren Gewittern hart heimgesucht und furchtbar ruiniert. Unter einem beständigen Donnern und Blitzen fiel der mit Hagel vermischte Regen in solchen Mengen hernieder, dass sogleich alle Gräben überfüllt und alle Tiefen überschwemmt
waren. Ebenfalls im Dorf waren die Wassermassen gewaltig, man sah Steine, Bäume, Holz, Stroh und Schlamm auf den Strassen und in den Höfen. Am Weidenrain war die Wasserleitung zerrissen, die Landwehr zugeschlämmt, besonders
die Riedwiesen glichen einem See. Daraufhin wurde für die am stärksten von dem Unwetter betroffenen Einwohner von
der Kurfürstlichen Regierung in Kassel in ganz Hessen eine Hauskollekte angeordnet."
   
Eintrag 4239
Schlagworte Südwestwind, heftiger
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 6.8.1848
Originaltext "Am 6. August [1848; J.E.] brach in der Lagerhalle der Kaufleute Würschmidt und Bödicker (heute: Fey, Hoffmann, Böttner, Stietz) Feuer aus, das infolge eines heftigen Südwestwindes innerhalb von drei Stunden fünf Bauernhöfe mit insgesamt 21 Gebäuden in Schutt und Asche legte. Es hat wohl kaum einen Brand in solchem Ausmaße jemals unser Dorf heimgesucht"
   
Eintrag 4238
Schlagworte Teuerung; Notmaßnahmen
Ortsangaben Grebendorf; Eschwege
Zeitangabe 1847
Originaltext "Infolge der Missernte im Jahre 1846 entstand 1847 in ganz Deutschland eine Teuerung. Die Fruchtpreise stiegen und erreichten eine nie da gewesene Höhe. Es erschien auch ein Gesetz von Kassel aus, welches allen Gemeindebehörden Kurhessens, sowohl in Städten als auch auf Dörfern, die Verköstigung der Armen bis zur
Ernte vorschrieb. Es wurde daher sogleich an allen Orten Frucht aufgekauft und in Magazinen aufgeschüttet, wie es auch bei uns geschah. Von den hiesigen Kaufleuten Würschmidt und Bödicker wurden 68 Malter (1Malter =17,5 Metzen =1.75 Hektoliter) Gerste und Korn übernommen. Dieses Getreide hatte man aus Russland kommen lassen, auf Kosten der Gemeinde gemahlen, danach gebacken und das Brot zu einem geringen Preis an die Bedürftigen abgegeben."
   
Eintrag 4237
Schlagworte Regen, starker; Hochwasser; Überschwemmung; Gebäudeschäden; Straßenschäden; Feldschäden
Ortsangaben Grebendorf; Werra, Fluss
Zeitangabe 27.1.1846 - 2.1846
Originaltext "Am 27. Januar [1846; J.E.], nachdem es schon 3 Tage Tag und Nacht geregnet hatte, stieg schnell die Werra über die Ufer und wurde zu einer großen Flut, an deren Ausmaß sich kaum jemand erinnern konnte. In viele Keller drang das Wasser ein. Am stärksten betroffen waren die Höfe am Weidenrain; in der Stengelsgasse stand das Wasser nicht nur in den Ställen und Kellern, sondern auch in den Hausfluren und Küchen. Das Vieh musste in andere Ställe im Dorf gebracht werden. Diese Wassermassen hatten an Straßen, Wegen und auf den Feldern großen Schaden hinterlassen; es dauerte 3 Wochen lang, bis es möglich war, trockenen Fußes nach Eschwege zu gehen."
   
Eintrag 4236
Schlagworte Regen; Tauwetter; Hochwasser; Eisgang; Überschwemmung; Verkehr, Behinderung des
Ortsangaben Grebendorf; Werra, Fluss
Zeitangabe 16.1.1841 - 17.1.1841
Originaltext "Am 16./17. Januar [1841; J.E.] trat Regen mit Tauwetter ein, Gewässer wurden zu Strömen, die Werra brachte große Eisschollen auf die Felder, das ganze Werratal erschien als ein See. Fuhrwerke und Postwagen mussten wegen der nicht befahrbaren Straßen einige Tage in Grebendorf anhalten und das Zurückgehen des Wassers abwarten."
   
Eintrag 4235
Schlagworte Sturm; Schneewehen, hohe; Verkehr, Behinderung des; Tote
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 8.8.1841
Originaltext "Am 8. Januar [1841; J.E.] kam es zu stockwerkhohen Schneewehen, durch welche nicht nur allein alle Postwagen und sonstige Fuhrwerke gehemmt waren, sondern in denen auch viele Menschen ihren Tod fanden."
   
Eintrag 4234
Schlagworte Sturm, heftiger; Orkan; Dächer, abgedeckte; Bäume, entwurzelte
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 1833
Originaltext "1833 wütete ein sehr heftiger Sturm, der schon fast einem Orkan glich, in unserer Gegend, sodass die Häuser umzustürzen drohten. Die Ziegeln flogen wie Spreu durch die Lüfte. Wo man auch hinsah, waren Höfe, Straßen, Gärten mit zerbrochenen Ziegeln bedeckt, Obstbäume wurden entwurzelt, Äste abgerissen."
   
Eintrag 4233
Schlagworte Sturm, heftiger; Orkan; Dächer, abgedeckte; Obstbäume, entwurzelte
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 31.12.1833 - 1.1.1834
Originaltext "… in der Neujahrsnacht 1833/34 trat nochmals ein orkanartiger Sturm auf und blies die Ziegeln von den Dächern. Es entstand daraufhin ein Mangel an Ziegeln, sodass die Dächer vorübergehend mit Stroh abgedeckt wurden."
   
Eintrag 4232
Schlagworte Teuerung; Überschwemmung; Hochwasser; Ernte, vernichtete
Ortsangaben Grebendorf; Werra, Fluss
Zeitangabe 1817
Originaltext "1817 trat infolge der Missernte aus dem vorherigen Jahr eine große Teuerung ein. Die Werra trat über die Ufer, Felder und Wiesen waren überschwemmt, Heu und Früchte vernichtet, die Fruchtpreise stiegen enorm in die Höhe. Um die Ernährung der Bevölkerung sicher zu stellen, wurde auf dem Gelände des Eschweger Landgrafenschlosses ein Notspeicher angelegt."
   
Eintrag 4231
Schlagworte Gewitter; Regen, wolkenbruchartiger; Überschwemmung; Evakuierung des Viehs; Ernte, vernichtete
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 3.6.1803
Originaltext "Am 3. Juni [1808; J.E.| kam über Grebendorf ein sehr starkes Gewitter auf, der Regen kam wolkenbruchartig, ein fürchterliches Gebrause, die meisten Gärten und Höfe waren überschwemmt. Das Vieh in den Ställen musste an andere Plätze gebracht werden, um es vor dem Ertrinken zu retten. Das Dorf war kaum wieder zu erkennen, die Straßen waren mit Schutt und Steinen angefüllt, ein großer Teil der Ernte war vernichtet."
   
Eintrag 4230
Schlagworte Missernte; Hungersnot; Seuchen; Tote
Ortsangaben Nassau; Hanau; Langenselbold
Zeitangabe 1629 - 1630
Originaltext "In Folge der vorjährigen [1629; M.A.] mißratenen Ernte erreichte das Elend in Nassau eine schreckliche Höhe, sodass in allen Teilen des Landes viele Menschen durch Hunger umkamen. Man backte Brot auch Eicheln, Hanfkörnern und Wurzeln; doch war der Hunger hiermit nicht zu stillen. Dabei herrschten in verschiedenen Teilen des Landes ansteckende Seuchen, welche die Menschen hinrafften. […] Das Maingebiet blieb auch nicht ganz von Seuchen verschont. Während der Einschließung der Stadt Hanau (6. Dez. 1629 bis 12. März 1630) durch den kaiserl. Oberst Witzleben brach die von den Soldaten mitgebrachte Pest aus, welche auf dem Lande viele Opfer forderte. So grassierte sie auch in dem unfernen Dorfe Langenselbold."
   
Eintrag 4229
Schlagworte Pest
Ortsangaben Schlüchtern; Friedberg; Wetterau; Hersfeld
Zeitangabe 3.1626 - 1627
Originaltext "Im März starben verschiedene Personen an der Pest in Schlüchtern. In Friedberg in der Wetterau brach die Pest, nachdem sie sich kurz vorher schon gezeigt, wieder aus und raffte in der Stadt allein 336 Menschen dahin. Im Anfange des folgenden Jahres starben auch der Rektor der Augustinerschule Johann Conrad Kirch mit Weib und 4 Kindern. - Hersfeld an der Fulda wurde aufs neue von der Pest heimgesucht; es starben vom Juni bis September 445 Personen."
   
Eintrag 4228
Schlagworte Pest; Märkte, Aufhebung; Winter, kalter; Tote
Ortsangaben Wimpfen am Neckar
Zeitangabe 1625 - 1626
Originaltext "Der Magistrat von Wimpfen am Neckar (Hessen) hatte schon im Vorjahre wegen der in der Umgegend sich zeigenden Pest verboten, auswärtige Märkte zu besuchen, er hob die heimischen auf, stellte Wachen aus und dergleichen. Trotzdem wurde die Stadt nach dem kalten Winter von der Seuche heimgesucht. „Die armen Leute fielen wie Mücken um."
   
Eintrag 4227
Schlagworte Januar, milder; Frühjahr, kaltes; Maifrost; Wein, erfrorener; Getreide, erfrorenes; Obst, erfrorenes; Ernte, geringe; Missernte; Wein, sauerer; Preissteigerung; Teuerung; Hungersnot
Ortsangaben Hessen
Zeitangabe 1.1626 - 26.5.1626
Originaltext "Der Januar war gelind, das Frühjahr kalt, am 20. und 26. Mai [1626; M.A.] erfror bei grimmiger Kälte der Wein, Getreide und Obst; regnerischer Sommer, trockener Herbst. Geringe Ernte, Wein wenig und sauer. Korn und Wein stiegen im Preise; allenthalben große Teuerung und Hungersnot. In Württemberg mussten sonst gutbestellte Leute betteln; Hunderte starben Hungers. Andere suchten sich durch Gras, Melden und dergleichen bis zur Ernte zu erhalten."
   
Eintrag 4226
Schlagworte Ernte, magere; Seuchen; Hungertyphus; Ruhr; Pest; Tote
Ortsangaben Nassau; Dillenburg; Frankfurrt am Main
Zeitangabe 1625 - 1626
Originaltext "In Nassau kamen zu einer mageren Ernte drückende Einquartierungen und böse die verschiedenen Landesteile verheerende Seuchen. In Dillenburg folgte auf Hungertyphus und Ruhr die Pest. Furchtbar schwang „der schwarze Tod" seine Sichel schonungslos über die Stadt. Am 18. Dezember 1625 begann die Krankheit und dauerte bis zum 30. Oktober 1626; in 10 Monaten starben 378 Personen, ein Drittel der Bevölkerung. (...)
Auch in Frankfurrt a. M. kehrte die Seuche ein und verursachte größere Sterblichkeit. Die gewöhnliche Sterbeziffer mit 700 erhöhte sich auf 1871. Man öffnete daher das Pestilenzhaus. Dieser Krankheit erlagen in 3 Monaten 3 Stadtärzte. Der Frankfurter Arzt L. v. Hörnigk spricht in seiner Schrift „Würgengel" den Tadel aus, daß man bei dem Ausbruche der Pest die nötigen sanitären Vorkehrungen gegen die Verbreitung unterlassen habe."
   

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