Datensätze in der Wetterdatenbank

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Eintrag 4225
Schlagworte Schneeverwehungen; Zugverkehr, Ausfall; Zugverkehr, Behinderungen; Straßen, gesperrte; Bahnstrecken, gesperrte
Ortsangaben Lauterbach; Osthessen; Vogelsberg; Heblos; Eichenau; Rimlos; Maar
Zeitangabe 27.1.1897 - 30.1.1897
Originaltext "Sehr hart wurde es wieder Ende Januar 1897. Starke Schneeverwehungen behinderten den Eisenbahnverkehr. Am 27. Januar morgens blieb der von Fulda kommende Zug im Einschnitt bei Heblos stecken und mußte herausgeschaufelt werden; der Einschnitt bei Eichenau war gänzlich zugeschneit. Auch auf den Straßen mußten Lastschlitten herausgeschaufelt werden. Die Kreisstraßen nach Rimlos und Maar waren durch Schneewehen völlig gesperrt. Zahlreiche Schneeschipper konnten sie kaum freihalten. Der Milchtransport zur Molkerei war sehr schwierig, entweder blieben die Milchwagen ganz aus oder konnten, mit drei oder vier Pferden bespannt, nur mit großer Verspätung ankommen. Auch in der Nacht zum 30. Januar war der Einschnitt bei Heblos wieder völlig zugeschneit, so daß der 6-Uhr-Morgenzug von Fulda wieder umkehren mußte. Nur mit Mühe konnte der Bahnverkehr nach Fulda aufrechterhalten werden, während die Strecke nach Gießen bis Mittag gesperrt war.“
   
Eintrag 4224
Schlagworte Kälte; -20° Celsius; Schneehöhe 4–5 Meter
Ortsangaben Lauterbach; Osthessen; Vogelsberg
Zeitangabe 1.1895 - 3.1895
Originaltext "1895 dauerte der strenge Winter mit zwanzig und mehr Grad Kälte und vier bis fünf Meter hohen Schnee vom Januar bis in den März hinein."
   
Eintrag 4223
Schlagworte Schneestürme; Eisenbahnverkehr, Einstellung; Ostwind; Zugausfälle; Postverkehr, Behinderung; Schneehöhe bis 3 Meter; Frost; -20° Celsius; Personen, verletzte
Ortsangaben Oberhessen; Lauterbach; Großenlüder; Alsfeld; Wallenrod; Vogelsberg; Lauterbach; Engelrod
Zeitangabe 8.2.1889 - 13.2.1889
Originaltext "Seit Freitag, dem 8. Februar 1889, wüteten Schneestürme wie seit Jahren nicht in der Provinz Oberhessen. An diesem Freitag um zwei Uhr nachmittags passierte der letzte Eisenbahnzug den Bahnhof Lauterbach; der von Fulda um 6 Uhr 37 abgehende, aus drei Wagen bestehende Zug blieb bei Großenlüder im Schnee stecken. Am Sonnabend Morgen gelangte der von Alsfeld kommende Zug nur bis Wallenrod; die Reisenden mußten einen Tag und eine Nacht in dem vom eisigen Ostwind umbrausten Zug verleben und konnten am eigenen Leibe die schmerzliche Wahrheit des Wortes feststellen, der Vogelsberg sein „ein wahres Sibirien“; erst am Sonntag Mittag konnte der Zug nach Alsfeld zurückfahren. Der Schnee lag drei Meter hoch, auf der Lauterbacher Strecke bemühten sich 162 Mann um seine Beseitigung. Der Postverkehr war stark behindert, überall blieben die Schlitten stecken. Vielfach reichten die Schneedünen bis an die Telegrafendrähte. Am 13. Februar, nach fünftägiger Unterbrechung, konnte die Strecke nach Gießen, am nächsten Tage die nach Fulda, wieder werden. Bei zwanzig Grad Kälte schippten hunderte von Männern den Schnee beiseite. Bei Engelrod warf der Schneesturm am 9. Februar einen Postwagen um, wobei der Postillion verletzt wurde."
   
Eintrag 4222
Schlagworte Schneedecke, geschlossene; Frost, starker; Winter, strenger
Ortsangaben Lauterbach
Zeitangabe 14.11.1887 - 20.3.1888
Originaltext "Seit dem 14. November [1887; F.R.] war Lauterbach von beträchtlichen Schneemassen bedeckt; dazu kam ein starker Frost. Bis in den März 1888 hielt der strenge Winter an, noch am 20. März lag der Schnee höher als einen halben Meter."
   
Eintrag 4221
Schlagworte Schnee, erster
Ortsangaben Vogelsberg; Lauterbach
Zeitangabe 10.1887
Originaltext „Bereits Mitte Oktober 1887 fiel der erste Schnee auf dem Gebirge [Vogelsberg; F.R.] und in der Stadt [Lauterbach; F.R.]."
   
Eintrag 4220
Schlagworte Winter, milder; Frühjahr, nasskaltes; Gewitter; Wolkenbruch; Regen, mehrstündiger; Überschwemmung; Unwetter; Gebäudeschäden; Wiesen, verwüstete; Äcker, verwüstete; Bäume, entwurzelte; Wege, auffgerissene; Heuernte, vernichtete; Hagelwetter; Hagelkörner von 30 cm Durchmesser
Ortsangaben Rasdorf; Grüsselbach
Zeitangabe 12.1748 - 9.9.1749
Originaltext „In der von Pfarrer Valentin Fuchs niedergeschriebenen Ordnung der Gottesdienste am Gehilfersberg wird vermerkt, daß die Pfarreien Rasdorf und Großentaft auf Grund eines Gelübdes seit 1750 am Tag des hl. Johannes Nepomuk (16. Mai), des Patrons gegen Wasserschäden, zum Gehilfersberg wallfahrteten.
Die größten uns bekannt gewordenen Unwetterkatastrophen erlebte Rasdorf nämlich im Vorjahr 1749. Nach einem milden Winter und einem naßkalten Frühjahr, das schon schlechte Ernteaussichten brachte, kam am zweiten Pfingsttag (26. Mai) ein neun Stunden anhaltendes Gewitter mit einem Wolkenbruch. Der Dorfbach schwoll, wie Fuchs berichtet, zu Wassermassen an, als ob der Rhein durch Rasdorf fließe. Außer Wasser und Bergen will der Chronist dieser Sintflut kaum etwas gesehen haben. Zu allem Unheil kam am dritten Pfingsttag (27. Mai) ein fast gleiches Unwetter. Der vor allem im Unterdorf von Rasdorf und in Grüsselbach angerichtete Schaden war ungeheuer. Dämme und Brücken wurden zerrissen, Häuser, Scheunen und Ställe wurden umgerissen und deren Bauholz von den Wassermassen, die auch starke Bäume entwurzelten, weggeschwemmt, Wiesen und Äcker waren mit Schlamm und Steingeröll verwüstet, die Wege und Straßen mit tiefen Löchern aufgerissen und unbefahrbar.
Das Katastrophenjahr setzte sich mit einem weiteren Unwetter fort, das wenige Wochen später die Heuernte total vernichtete. Schließlich kam nach Mariä Geburt (8. September, also am 9.9.1749) ein Hagelwetter, noch zwei Tage später lagen die Hagelkörner 30 Zentimeter und höher. Auch der höher gelegene Ortsteil von Rasdorf kam nicht ohne Schaden davon. Viermal drang das den Anger herunterfließende Wasser in die Stiftskirche ein, brachte Grabgrüfte zum Einsturz und hinterließ am Boden eine hohe Schicht Schlamm und Unrat.
Die große Katastrophe lebte noch lange in der Erinnerung der Menschen weiter. Zum Beispiel berichtete der alte Jakob Schreiber in Grüsselbach noch in den 20er Jahren von einem großen Wolkenbruch, der mehrere Tage gedauert habe, und bei dem das Wasser in der Kirche zu Grüsselbach bis in die Höhe der Empore eingedrungen sei. Bei diesem Unwetter sei auch das Erdreich von der einst bewaldeten steilen Westseite des Standorfberges weggeschwemmt worden.“
Dem Artikel ist eine Ansicht von Rasdorf von nach 1853 beigefügt. Im Bildtext darunter heißt es: „Bei den Häusern im Bachgrund wurden aus der Erfahrung des Katastrophenjahres hohe massive Sockelgeschosse errichtet“
   
Eintrag 4219
Schlagworte Trockenheit, verheerende; Brunnen, versiegte; Winter, strenger; Mühlen, eingefrorene; Niedrigwasser
Ortsangaben Rasdorf
Zeitangabe 7.1766 - 1.2.1767
Originaltext „Der Flurritt um die drei Gemarkungen der heutigen Gemeinde Rasdorf fand zum letzten Mal 1765 statt. Der aufklärerische Fürstbischof Heinrich v. Bibra erließ nämlich in diesem Jahr mit der nüchternen Begründung des übergroßen Durstes der Flurreiter – auch dem Rasdorfer Pfarrer hatte die Gemeinde eine Kanne Wein nach dem Flurritt zu kredenzen – ein generelles Verbot für das Fürstbistum Fulda. (Pfarrer Valentin) Fuchs zeigte sich über die Abschaffung des „uralten“ Flurritts durch den neumodischen Regenten nicht nur verärgert, sondern befürchtete unheilvolle Konsequenzen. Diese erblickte er in der verheerenden Trockenheit des Jahres 1766, wo es vom Juli bis zum 1. Februar des folgenden Jahres nur einmal ein wenig regnet, so daß fast alle Brunnen versiegten, und in dem überaus strengen Winter, wo bei dem gesunkenen Wasser alle Mühlen einfroren, so daß man wohl Korn, aber kein Mehl bekommen konnte.“
   
Eintrag 4218
Schlagworte Witterung, nasse; Witterung, ungünstige
Ortsangaben Crainfeld
Zeitangabe 1860
Originaltext 2014 wurde eine Zeitkapsel in der alten schadhaften Kugel der Crainfelder Kirchturmspitze gefunden. In der Urkunde werden u. a. die Wetterbedingungen beim Bau des Kirchturm 1859/1860 geschildert. Danach war der Bau im Jahre 1859 "vom Wetter begünstigt" worden. Im Jahr 1860 trat hingegen "ungünstige, nasse Witterung" ein.
   
Eintrag 4217
Schlagworte Wetter, günstiges
Ortsangaben Crainfeld
Zeitangabe 1859
Originaltext 2014 wurde eine Zeitkapsel in der alten schadhaften Kugel der Crainfelder Kirchturmspitze gefunden. In der Urkunde werden u. a. die Wetterbedingungen beim Bau des Kirchturm 1859/1860 geschildert. Danach war der Bau im Jahre 1859 "vom Wetter begünstigt" worden. Im Jahr 1860 trat hingegen "ungünstige, nasse Witterung" ein.
   
Eintrag 4216
Schlagworte Gewitter; Blitzeinschlag; Gebäudeschäden
Ortsangaben Rasdorf
Zeitangabe 10.9.1785
Originaltext „Am 10. September 1785 schlug abends um 10 Uhr der Blitz in den (hohen, nadelspitz auslaufenden) Turm (der Stadtkirche) ein, beschädigte ihn schwer und richtete auch am Mauerwerk der Kirche Schaden an.“
   
Eintrag 4215
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung
Ortsangaben Fulda
Zeitangabe 1.12.1614
Originaltext „Westlich und südlich vom Gartenbrunnen, der laut Gangolf Hartungs Chronik am Montag nach St. Andreastag 1614 von einem Hochwasser überflutet worden war, lagen einst die Ländereinen des „Cronhofgartens“.“
Anmerkung: Das Gartenbörnchen bzw. der Gartenbrunnen lag östlich von der Fulda im sumpfigen Randgebiet und damit in der Nähe der heutigen Langenbrückenstraße und war über das „Stiegelsgässchen“ zu Fuß zu erreichen. Der St. Andreas-Tag 1614 war Sonntag, der 30. November, der 1. Advent. Somit war der darauf folgende Montag, der 1.12.1614.
   
Eintrag 4214
Schlagworte Tiefschnee; Wind, starker
Ortsangaben Richelsdorf; Sontra
Zeitangabe 7.1.1771
Originaltext "So reiste ich nebst dem Assistent Schimmelpfennig des Morgens früh um 9 Uhr zu Fuß, maßen wegen des sehr tief gefallenen Schnees und sturen Windes, zu Pferde nicht ohne Gefahr fort zu kommen war, von Sontra ab und kamen erst nachmittags um 3 Uhr allhier in Richelsdorf an."
   
Eintrag 4213
Schlagworte Trockenheit; Brunnen, ausgetrocknete; Wassermangel
Ortsangaben Hochstadt
Zeitangabe 9.1617 - 12.1617
Originaltext 1617: „Im Nachsommer trockneten hier in Hochstatt alle Brunnen aus, und der Mangel am Wasser war bis zu Ende des Jahres so groß, dass man selbiges in der Mühlbach holen mußte."
   
Eintrag 4212
Schlagworte Wein, guter; Weinernte, sehr gute
Ortsangaben Hochstadt
Zeitangabe 9.1617 - 12.1617
Originaltext 1617: „Der Herbst brachte besonders guten und vielen Wein, so dass ein Morgen in einigen Weinbergen ein ganzes Fuder getragen, welches etwas sehr seltenes ist.“
   
Eintrag 4211
Schlagworte Mäuseplage; Feldschaden
Ortsangaben Hochstadt
Zeitangabe 1617
Originaltext 1617: „Die Mäuse haben den Kornfeldern einen beträchtlichen Schaden verursachet, und ist die große Anzahl derselben nicht zu vertilgen gewesen“
   
Eintrag 4210
Schlagworte Mandelbaum, Blüte; Veilchen, Blüte; Schlüsselblumen, Blüte; Hecken, Blattausschlag
Ortsangaben Hochstadt
Zeitangabe 2.1617
Originaltext 1617: „In den ersten Tagen des Februars blühete schon der Mandelbaum, sowie auch die Veilchen und Schlüsselblumen, und alle Hecken waren grün.“
   
Eintrag 4209
Schlagworte Winter, warmer; Rebschnitt, früher
Ortsangaben Hochstadt
Zeitangabe 1.1617
Originaltext 1617: „Im Anfang des Jahres 1617 war ein warmer Winter und hat es fast gar nicht gefroren. Man sind schon 4 Wochen vor Petri an, den Weinstock zu schneiden, und gleich darauf in den Weinbergen zu hacken“
   
Eintrag 4208
Schlagworte Teuerung Leinsamen; Teuerung Leinwand
Ortsangaben Hochstadt
Zeitangabe 1616
Originaltext 1616: „Der Leinsamen war ungemein theuer, wovon das Achtel 10 Gulden kostete, welches man bisher noch nicht erlebt hatte. Aus dieser Ursache stiegen auch die Preise von allerhand Art Leinwand.“
   
Eintrag 4207
Schlagworte Weinlese, Beginn; Wein, sehr guter
Ortsangaben Hochstadt
Zeitangabe 9.1616
Originaltext 1616: „Gleich im Anfang des Septembers wurde Herbst gemacht, und man endigte die Weinlese bereits vor der Frankfurter Messe. Der Wein geriet so gut, als man seit vielen Jahren nicht gehabt hat.“
   
Eintrag 4206
Schlagworte Sommer, trockener; Dürre; Niedrigwasser
Ortsangaben Hochstadt; Main, Fluss
Zeitangabe 6.1616 - 9.1616
Originaltext 1616: „Wegen der ausnehmend seltenen Dürre im Sommer ist das Wasser in Mayn klein und niedrig gewesen, dass man allerorten durchwaden konnte, und die größte Tiefe hatte nicht mehr als 2 1/2 Fuß.“
   

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