Datensätze in der Wetterdatenbank

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Eintrag 4462
Schlagworte Gewitter; Hagelschlag; Starkregen; Feldfrüchte, beschädigte; Hochwasser; Überschwemmungen; Wege, zerstörte; Gräben, zerstörte; Straßen, verschlammte
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 21.7.1839
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1839, Sonntag, den 21ten Juli, nachmittags 2 Uhr, hat uns abermals das Erscheinen eines Gewitters, welches sehr langsam von Südwest her gezogen kam, durch Hagel und starke Güsse vielen Schaden gethan. Furchtbar entladen betraf es zwar unsere ganze Feldflur und beschädigte sehr hart die Früchte derselben, jedoch hatte aber unter allem noch das Jonasgrabensfeld, welches jetzt gerade mit Brachfrüchten wie auch Taback, Steckrüben und mit Flachs bepflanzt war, am allermeisten davon gelitten, dieses war beinah total vernichtet. Denn hier waren nicht nur allein die Bohnen wie getroschen und der Taback und Flachs wie mit Ruten entzweigehauen, sondern es war auch das Korn und die Gersten sehr ausgeschlagen. Desgleichen waren auch die Gewässer in Folge des starken Regens unsäglich stark angeschwollen, sodaß sie in Strömen die Berge herabstürzten, Graben und Wege entzweirissen, hin und wieder überliefen und alle Tiefen, wie auch die Straßen des Dorfs mit Schlamm anfüllten. Es war daher das Graben und Wege bauen wie auch die Straßen wieder vom Schutte reinigen die Dienstarbeit mehrerer Tage. Daß nun dieses Gewitter einen großen Schaden zurück ließ, läßt sich leicht denken, auch uns war ein großer Theil unter demselben geworden. Im Ruhesteinsfelde hatten wir viel am Korn, in der Stengelslache an der Gerste und auf dem Jonasgraben, da uns 1/2 Acker Toback und 1/2 Acker Flachs gänzlich von den Schloßen vernichtet wurde, viel an demselben gelitten. Unter allem war es mit dem Flachse am schlimmsten, denn seine Börden waren fast alle abgeknickt. Zwar schien er anfänglich zugleich wieder emporzuwachsen, er war wieder frisch ausgeschlagen, allein es war doch nichts, denn der neue Wuchs der entzwei geschlagenen Börden erhielt weder Lein noch Bast und war deshalb zu nichts anderes als nur zu Mist oder zum Verbrennen nütze. Darum, so sey es denn, wenn dies hinführo etwa mehr geschehen sollte, jedermann hierdurch praktisch angerathen, verhagelten Flachs, wenn dieser auch gleich wieder zu wachsen schien, dennoch ohne weiteres Warten ungesäumt umzuackern, indem er nur zum Nachtheil der Wintersaat das Land aussaugt.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 72.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4461
Schlagworte Winter, strenger; Kartoffeln, erfrorene; Obst, erfrorenes; Kälteopfer; Flüsse, zugefrorene; Aufstauungen durch Eisdämme; Überschwemmung
Ortsangaben Grebendorf; Werra, Fluss
Zeitangabe 1.1838 - 3.1838
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1838 war der Winter überall sehr kalt, es war ein strenger Nachahmer seines vor 9 Jahren, nehmlich von 1829 auf 1830 vorangehenden kalten Bruders, denn ob er gleich auch schon nicht so lange als jener anhielte, so stand er ihm in den letzten Wintermonaten, als Januar und Februar, an strengerer Kälte vollkommen gleich. Die Fenster waren ganze 4 Wochen lang, auch selbst am höchsten Mittage, stark mit Eis belegt. Der Thermometerstand war fast immer sehr tief. An dem Morgen des 9ten und 10ten Januars zählte man 16 Grade unter Null. Die Kälte drang jedoch, allen Vorsichtsmaßregeln trotzend, unaufhaltsam in Gebäude und Keller ein, wo Kartoffeln und Obst in Menge erfrohr. Nicht nur das Vieh in den Ställen, sondern auch die Menschen in den Häusern mußten sehr empfindlich die Wirkung der großen Kälte fühlen, ja es fanden auch mehrere den Todt durch sie. Ebenso waren dann nun auch alle Flüsse, sowohl des südlichen, als des nördlichen Europas überall mir starkem Eise zugefrohren. Und eben dies letztere machte dann auch den Flußbewohnern große Sorgen, und zwar für den diesjährigen Eisgang, durch welchen sie Eisdämme, große Überschwemmungen und großen Schaden für Felder und Örter fürchteten. Und dies geschah denn nun auch, als mit dem kommenden März mildere Südluft dem harten Winter ein Ende machte. Auch die Werra trat, durch Eisdämme veranlasst, in die Felder
ein, ging aber eher, als man es dachte und ohne großen Schaden zu hinterlassen, wieder zurück."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 67.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4460
Schlagworte Regen, anhaltender; Hochwasser; Überschwemmung; Feldfrüchte, Schäden an; Bearbeitung der Felder, verhinderte; Sommergetreide, verspätete Aussaat; Früchte, ertrunkene
Ortsangaben
Zeitangabe 3.5.1837
Quellenzeitangabe
Originaltext „Kaum war es nun aber anders und die schon so lange ersehnte schöne Frühlingstage eingetreten, so wurden sie auch sogleich wieder von einem heftigen anhaltenden, mit großen Güssen angefüllten Regenwetter unterbrochen. Und ebenso geschah es denn auch, daß in Folge dieser starken Regengüsse, besonders in der Nacht vom 3ten zum 4ten Mai, sowie durch das Schmelzen der ungeheueren Schneemassen aus dem Thüringer Walde die Werra hoch aufschwoll, in die Felder floß und hier durch Überschwemmung großen Schaden an den Früchten that. Die Aussicht in die Zukunft war allenthalben sehr trübe und erregte daher viel Besorgnis in den Gemüther der Menschen. Denn der unaufhörliche Regen, das Austreten der Flüsse und Bäche, die Menge der Quellen, die selbst auf hoch liegenden Äcker hervorbrachen, verhinderten die Bearbeitung der Felder und verspätete die Aussaat des Sommergedreites oder machte sie auch gar unmöglich. Man säte deshalb noch Gerste und setzte Kartoffeln bis zum 15ten Juni. Und da auch jetzt noch alle Lachen und Tiefen voll von Wasser standen, so war auch des Einsäens derjenigen Länder, da die Früchte ertrunken waren, noch immerdar kein Ende. So hat man denn auch die Bemerkung gemacht, daß der Hafer, welcher schon aufgegangen war, als das Wasser kam, dasselbe besser vertragen konnte, als der, welcher noch in der Erde lag, und so auch die Bohnen besser als die Erbsen. Es hatte auch die schlechte Frühlingswitterung alles um vieles später als sonstens ins Leben gerufen und zur Reife gebracht. Das Korn schoß zu Anfangs Juni und die Bäume blühten um den 15ten des Monats. Erst in der letzten Hälfte des Junis nahm die schlechte Witterung eine andere Wendung.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 65.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4459
Schlagworte Nachwinter, strenger; Kälte, strenge; Schneefall, anhaltender; Schneedecke, geschlossene; Schneewehen; Straßen, unpassierbare; Singvögel, verhungerte; Hochwasser
Ortsangaben Grebendorf; Eschwege; Werra, Fluss
Zeitangabe 7.4.1837 - 17.4.1837
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1837, nachdem es schon Frühling geworden war, trat nun abermals den 7ten Aprill der Winter wieder zurück, und zwar mit weit mehr Schnee und strengerer Kälte, als in den diesjährigen Wintermonaten. Den 8en und 9ten Aprill schneite es anhaltend Tag und Nacht hindurch. Alle Felder und Berge wurden wieder, wie in der Mitte des Januars, weiß und überall Fuß hoch mit Schnee bedeckt, und alle Höhlen, Wege und Landstraßen waren von stockwerkshohen Windwehen zugewehet und nicht mehr fahrbar, dadurch auch alle Kommunicationen gehindert und abgebrochen wurden. Denn auch nicht ein einziges Fuhrwerk, war es auch noch so gut bespannt, konnte in diesem so tiefen Schnee weiter zu fahren fortkommen. Ja, sie alle, auch selbst die Eilwagen und Posten mußten da, wo sie gerade zur Zeit dieses Schneewetters waren, anhalten und liegen bleiben. Es war auch den Letztem nicht einmal möglich, zur Stunde des Erwartens am Orte ihrer Bestimmung erscheinen zu können. Und eben darum konnte es denn auch nicht fehlen, daß durch dieses Schneewetter Unglücksfälle aller Art, sowohl unter den Menschen als im Thierreiche herbei geführet wurden, indem hinsichtlich der Erstern nicht nur allein selbst viele in den stecken gebliebenen Windwehen den Todt fanden, sondern auch viel mehr die Letztern, vornehmlich die jetzt schon bereits angekommenen Singvögel, welche sich durch den das Erdreich so hoch überzogenen Schnee aller ihrer Nahrung beraubt sahen, fielen in unzähliger Menge bis zur Erde nieder. Ja, vom Hunger und der Kälte genöthigt, konnte man diese armen Thierchen, wo man auch hinsah, mit den Händen fangen, denn die Noth trieb sie an, in die Häuser, ja selbst sogar in die Küchen und Stuben zu fliegen. Ebenso sollen den 7ten Aprill dieses Jahres zu Eschwege Hasen und Rebhühner in der Stadt gesehen worden seyn. Auch die Kälte war jetzt bei dem tiefen Schnee sehr groß. In der Nacht vom 10ten auf den 11ten Aprill sah man jedoch bei hohem Wasserstande Grundeis auf der Werra fließen und an dessen Morgen die Fensterscheiben nach der Nordostseite stark mit Eise belegt. Und so dauerte dieser Nachwinter, desgleichen sich niemand zu gedenken wußte, mit seinen strengen Wirkungen bis zum 17ten Aprill. Auch die Schafe, welche schon einige Mal dies Jahrs aufder Weide gewesen waren, hatten in dieser Zeit wieder von neuem Winterstand bis zum 21 ten Aprill.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 64–65.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4458
Schlagworte Sonnenfinsternis
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 15.5.1836
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1836, den 15. Mai des Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, hatten wir die Erscheinung einer überall großen und totalen Sonnenfinsternis. Es war gerade Sonntag und eben darum gingen denn auch die Menschen umso mehr noch ins Freie hinaus, sahen gen Himmel empor und bewunderten hier das an der Sonne sich ereignete Naturereignis. Um 3 Uhr nahm sie ihren Anfang, wo man zuerst am östlichen Rande der Sonnenscheibe einen schwarzen Fleck bemerkte, der allmählich nach Westen zu immer größer und größer wurde und bis 4 Uhr die ganze Scheibe, gleich einem Flor, überzogen hatte. Auf der Erde war nun ein düsterer Schatten und tiefe Dunkelheit herrschte nun über Berg und Thal. Es schien die Natur gleichsamst traurig über das verbirgte Angesicht ihrer Königin zu seyn, denn es war alles stille. Der Gesang der Vögel war verschwunden und das Gurren der Turteltaube hörte man nicht mehr. Selbst um die Berge herum schien es dämmern zu wollen, das aber durch eine nach 4 Uhr am westlichen Rande der Sonnenscheibe sich zeigende Helligkeit wieder unterbrochen wurde. Diese Helligkeit nahm nun auch wieder, eben wie zuvor die Verfinsterung gethan, nach Osten hin zusehends zu und hatte somit nach 5 Uhr die ganze Sonnenscheibe wieder erleuchtet. Das Ende der ganzen Verfinsterung war jetzt vorüber. Es war wieder helle wie zuvor, die Menschen erfreuten sich eines schönen Frühlingsabends, die Vögel sangen, und das schöne Lied der Nachtigallen ertönte unaufhörlich wieder.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 61.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4457
Schlagworte Hagel; Gewitter; Starkregen; Witterung, heiße; Gebäudeschäden; Feldschäden
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 25.8.1835
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1835, den 21. August des Nachmittags um 2 Uhr, entlud sich ein erst dahier zusammen gezogenes Gewitter durch Hageln und großen Wassergüssen grausamst über unserem Dorfe und Feldflur. Auf der Süsdostseite angefangen, betraf es zuerst das Riedfeld, welches mit Bohnen, Taback, Kraut, Steckrüben und so mehr angepflanzt war, dann das Dorf mit seinen Gärten, die Klaus und Mauren, ferner das mit Gerste und Hafer ausgesäte Rohgraben-, Knickelberg- und Königsbergsfeld, die Länder vor dem Meinhard und Strichswiesen unter den Bergen. Die Schloßen, beinah so dick wie ein Taubenei, fielen in so dichter Masse herab, daß man gleich als durch einen Nebel ungefähr 100 Schritte durchzusehen vermochte. Ihr schon in der Feme gehörtes Gebrause, das später auf die Dächer und vor die Wände gehörte Gerappel und das Klingen der Fensterscheiben erfüllte fast alle Gemüther mit großer Bangigkeit. Selbst die ältesten Leute sagten, daß sie noch niemals solches Wetter gesehen hätten. Denn auch die Berge lagen sogleich von den Schloßen weiß, als mit Schnee bedeckt, und auf den bereits zu Strömen gewordenen Gewässern flossen sie mit wie Eis dahin. Und ob gleich auch die Witterung an diesen Tagen sehr heiß war, so sah man danach am Abende des 22ten August Schloßen an schattigen Stellen in Menge liegen. So hatte dann nun dieses Unwetter in der Zeit einer Viertelstunde in unserem Dorfe, in dessen Gärten und Feldflur einen großen Schaden herbei geführt, einen Schaden, den man immerdar so an 2000 Rth. anschlagen konnte. Denn indes hier im Dorfe die Fensterscheiben von der Südostseite beinah gänzlich entzwei geschlagen waren (bei den Kirchenfenstern sah man von dieser Seite fast keine ganzen mehr), die Gärten ruiniert und das Obst zum Theil abgeschlagen und durchmorrscht war, so waren dort im Felde die Früchte, dessen Körner man auf den Ländern zusammenstreichen konnte, wie getroschen und dem Werrstroh gleich gemacht. Der Taback hing an Fetzen die Stengel hinunter, und Kraut und Steckrüben waren wie zermatscht. Ebenso kostete der Zentner Taback erst 3 1/2 Rth. und gab kaum die Hälfte des Ertrages, indem der gutgebliebene 7 Rth. bezahlet wurde. Was ferner die Winterfrüchte anbelangte, so waren diese zum Glücke schon eingeerntet, als dieses Wetter kam. Nur das Jonasgrabens-, Ruhesteins- und Altefeld waren davon befreit geblieben.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 60.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4456
Schlagworte Gewitter; Sturm; Blitz; Donner
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 5.2.1835
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1835, den 5ten Februar des Abends um 10 Uhr, hatten wir bei heftigem Sturme die seltene Erscheinung dieser Jahreszeit eines durch Blitz und Donner sich zeigenden Gewitters.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 59.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4455
Schlagworte Sturm
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 1.1.1834
Quellenzeitangabe
Originaltext ”So auch die Neujahrsnacht 1834 zeigte sich denn auch nicht minder heftig durch das Brausen dieses Elementes aus. Denn gerade zu der Stunde, als man in der Stille mit den Seinen den Wechsel der Jahre beging, da drohte der Sturm ganze Häuser umzustürzen und erfüllte bange Gemüther durch seine Stöße mit Sorgen an.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 54.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4454
Schlagworte Regen, beständiger; Hochwasser; Überschwemmung; Sturm; Dächer, beschädigte; Gebäudeschäden; Bäume, beschädigte
Ortsangaben Grebendorf; Werra, Fluss; Eschwege
Zeitangabe 12.1833 - 18.12.1833
Quellenzeitangabe
Originaltext „Und wie auch endlich das Jahr dem Herbste zugeeilt war, so schien der Wind auch hier noch zu verwüsten, war er bisher verschonet hatte. Unter viel und fast beständigem Regen, davon die Werra drei Wochen lang ins Feld trat, sauste und brauste in gewohnter Weise immerfort, und erreichte dann abermals den 18ten December dieses Jahres den schon oben erwähnten Grad der Forsche, durch die auch wieder die traurigsten Verwüstungen, sowohl an Gebäuden als an den Bäumen entstanden. (Bei diesem Sturm sollen allein von der Neustädter Kirche zu Eschwege an 1000 Stück Ziegeln herabgestürzt seyn.)“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 54.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4453
Schlagworte Sturm; Dächer, abgedeckte; Obstbäume, entwurzelte; Obstbäume, beschädigte
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 2.1833 - 15.2.1833
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der erste Sturm war im Winter des Jahres 1833, und wie schrecklich war er, denn als dieser schon einige Tage lang unaufhörlich stark gewüthet hatte, da wurde er den 15ten Februar des Nachmittags so stark, daß er um 1 Uhr gleich einem Orkan furchtbar brausend Häuser umzustürzen drohte, daß man wohl die letzte Stunde zu sehen fürchtete. Die Ziegeln flogen wie Spreu durch die Lüfte hin und ihr grausendes Gerappel erregte allenthalben große Gefahr, um im Freien davon erschlagen zu werden. Selbst die festeren Gebäude erbebten von den so furchtbar tobenden Wirbelstößen, sie deckten halbe Dächer ab und ließen auch nicht ein einziges ganz unbeschädigt. Es lagen die Straßen, alle Hofraiden, Gärten, ja, wo man nur hinsah, voll von Stückern zerbrochener herabgestürzter Ziegeln. Denn wir allein hatten an diesem Tage einen Schaden von 100 Stück erlitten. Und wie dieser Sturm an den Gebäuden gewüthet hatte, ebenso war er auch ein schadbarer Würger an den Obstbäumen geworden, indem er denselben ihre Aeste zerbrach, alt und jung aus der Erde riß und darnieder warf. Die Wege, Graben und Felder lagen allenthalben voll davon, so daß viele Fuder Holz nach Haus gefahren wurden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 53–54.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4452
Schlagworte Nordlicht
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 7.1.1831 - 8.1.1831
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1831, Abends den 7ten Januar, als sich kaum der Tag geendet und die Nacht mit ihrem schwarzen Fittig alle Tiefen der Erde überzogen hatte, da erblickte man fern, in der Höhe des nördlichen Himmels, die seit 30 Jahren nicht gesehene prächtige Erscheinung eines wunderschönen Nordlichts. […] Man sah nehmlich, wie schon um 6 Uhr helle Strahlen, gleich denen einer Sonne, in der Höhe der Luft, von Norden aus, südlich nach dem Mittelpunkt hinströmten, wie sie das Firmament erleuchteten, daß es davon auf Erden zu dämmern anfing, und das Bild des Schattens nach Süden warfen. Man sah, wie diese allmählich wieder verschwanden und der Himmel feuerroth erschien, jedoch weit, weit in der Ferne. Nach einer Stunde war auch dieses nicht mehr, und man gewahrte nun an gedachter Stelle, nehmlich länglich von Osten nach Westen, zwei hintereinander stehende Luftwölkchen, durch die die Sterne schimmerten, die auch einen sehr hellen Schein auf die Tiefen der Erden machten. Doch auch sie verschwanden, gleich den ersten, wieder. Endlich aber um 9 Uhr wiederholte sich diese Erscheinung weit heftiger als vorhin, und der Himmel erschien auch viel röther als vorher, welches letztere 3 Stunden dauerte, und nun, nach einem allmählichen Abnehmen, um 12 Uhr gänzlich ein Ende hatte. Weiter hin nach Mitternacht sah man nichts mehr davon, denn der Himmel war wieder heHe und klar wie am Abend.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 50–51.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4451
Schlagworte Winter, strenger; Schnee, dauerhafter; Frost, dauerhafter; Kartoffeln, erfrorene; Obst, erfrorenes; Holzmangel; Holzdiebstahl; Eisdecke, dicke; Obstbäume, abgestorbene; Wild, dezimiertes
Ortsangaben Grebendorf; Werra, Fluss
Zeitangabe 12.11.1829 - 26.2.1830
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Winter in den Jahren von 1829 auf 1830 wird mit Recht der kalte Winter genannt, denn er war nicht nur allein der allerlängste, sondern auch der allerstrengste dieses 19. Jahrhunderts. […] Ihm ging ein nasses Jahr voran, worauf er sich schon mit dem 12ten November des Jahres 1829 einstellte, und zwar vollkommen mit Schnee und Frost und ununterbrochen bis zum 26sten Februar des Jahres 1830 anhielt. Die Kälte, welche schon einige Mal die Grade 13 am Thermometer erreicht hatte, stand jetzt vom 29sten Januar 1830 an beständig darunter und war ferner den 1. Februar auf die noch niemals bei uns erreichte Tiefe von 16 Grad gesunken. Nun waren alle bereits angewandten, dem Eindringen der Kälte in Gebäude und Keller zu widerstehende Mittel vergebens, denn es frohr nun allenthalben Eis. Es mußte daher das Vieh in den Ställen viel leiden. Die Kartoffeln in den Kellern und das Obst auf den Kammern erfrohr in Menge. Das Holz war nicht mehr anzuschaffen. Aus allen Gegenden hörte man über dessen Mangel klagen und griff von der Noth getrieben zu verbotenen Mitteln, und es wurden ganze Wälder schädlich danieder gehauen und keiner Strafe achtend davon getragen. Zwar war nun diese ebenso gut wie ein anderer Diebstahl strafbar, allein da durch den harten Winter Holzmangel entstanden war, und diese Holzentwendung aus Noth geschah, um nicht todt zu frieren, so sah dieses auch die Landesregierung ein und erließ auf Bitten der Betheiligten aus Einsicht und Milde die Rüge des ersten Strafquartal diese Jahres von den herrschaftlichen Forsten. Endlich den 26. Februar, da seit dem Anfange dieses so harten Winters zum erstenmal Thauwetter eintrat, war dessen ein Ende.
Das Eis auf der Werra war sehr dicke geworden und sein Fortgang that allenthalben großen Schaden. Die Schafe hatten eine geraume Zeit, nehmlich vom 13ten November 1829 bis zum 30ten März 1830 auf dem Stalle gestanden. So hatte denn dieser Winter volle 14 Wochen gedauert und hatte nicht nur nachtheilige Folgen für Menschen und Thiere herbeigeführt, denn Hasen und Rebhühner sah man beinah keine mehr, sondern er hatte auch den Obstbäumen, besonders Quetschen, welche noch viele Jahre nachher trauerten und abstarben, viel Schaden gethan.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 41–42.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4450
Schlagworte Gewitter; Blitze; Donner; Regen, schwacher; Regen, kurzer
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 13.1.1829
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1829, den 13. Januar des Abends um 5 Uhr, hatten wir die seltene Erscheinung des Winters: ein Gewitter. Hell leuchtende Blitze durchkreuzten die Luft, und der rollende Donner brüllte furchtbar über das schlummernde Erdreich. Der Regen war jedoch nicht stark und kurz, dahingegen verloren sich erst die Blitze nach Mitternacht im Osten.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 40.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4449
Schlagworte Ernte, reiche; Getreidepreise, niedrige; Preise
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 1824
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1824 geriethen alle Früchte sehr wohl, die Erndte war sehr segensreich, und so stand es denn dem vorstehenden Jahre 1823, von dem noch alle Fruchtböden voll von Vorräthen lagen, vollkommen gleich. Eben daher kam es denn nun auch, daß die Früchte einen äußerst billigen Preis erhielten, den nicht nur die jetzt lebenden Menschen sich so niedrig zu erinnern wußten, sondern den auch, nach öffentlichen Berichten, selbst die ältesten Rentbücher nicht einmal aufzuweisen hätten, denn es kostete das Malter Korn 2 Rth 8 ggr, Weizen 2 Rth 20 ggr, Gerste 2 Rth 12 ggr, Hafer 16 ggr und Erbsen 2 ggr. Ob nun gleich auch der Ökonom bei solchen Fruchtpreisen nicht gut bestehen konnte, so hatte er doch auf der anderen Seite jetzt auch viel mehr als sonstens, und die segende Hand des Herrn wurde so gut Reichen als Armen zutheil.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 39.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4448
Schlagworte Eisgang; Überschwemmung; Straßen, unbefahrbare
Ortsangaben Grebendorf; Werra, Fluss
Zeitangabe 12.1822 - 2.2.1823
Quellenzeitangabe
Originaltext „Dahingegen wurde aber doch, bei aller dieser Trockenheit, dennoch ein Theil unserer Felder durch den Eisgang unter Wasser gesetzt. Denn das auf der Werra 2 Fuß dick gewordene Eis hatte sich unter dem Leuchtberge festgestellt, trieb das Wasser über die Ufer und bedeckte unsere Länder, besonders auch den Appenborn und Jonasgraben mit großen Eisschollen, welches ein schauerlicher Anblick anzusehen war. (Ja, es hatten auch die ältesten Leute, welche schon so vielmal Eisdämme erlebt, jedoch nicht ein solches Eis auf dem Felde liegen gesehn). Auch die Chaussee war bevor einer Eisräumung nicht mehr fahrbar. Zwar hatte man auch großen Schaden an den Früchten, darauf diese so ungeheuren Eisschollen lagen, zu haben befürchtet, allein dieses war nicht der Fall, sondern die Sonne hatte sie früher als man es dachte hinweg gezehrt, und es war, ohne den geringsten Nachtheil zu hinterlassen, eine sehr fruchtbare Emde die Folge.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 38.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4447
Schlagworte Winter, strenger; Frost; Trockenheit; Wassermangel; Mühlenstillstand
Ortsangaben Grebendorf; Eschwege
Zeitangabe 12.1822 - 2.2.1823
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1823 gehörte der Winter hinsichtlich seiner Strenge und Trockenheit zu den Wintern ersten Ranges dieses Jahrhunderts. Denn eben wie sich auf den vom Jahre 1822 immer trockenen Herbst schon mit Anfangs December voller Winter eingestellt hatte, ebenso hielt er auch ununterbrochen bis zum 2. Februar (Lichtmess) 1823 an. Vom 13. bis zum 16. Januar war die Kälte am größten, das Thermometer zeigte 13 Grade unter Null. Hierdurch stieg aber auch der bisherige Wassermangel auf höchste. Es gab viel Noth darin, denn es wurden viele Bäume, Quellen und Bäche trocken. Das Mahlen war allenthalben schon gehemmt, und Mühlen an großen Flüssen konnten nur noch, jedoch zur Noth noch Mehl liefern. Doch versagten auch diese bisweilen ihre Dienste. (Ja, man sagt, daß Leute über 4 Stunden Weges her nach Eschwege gekommen sind, um hier in der Werramühle Mehl zu Brod, das ihnen so Noth that, zu erhalten.) Desgleichen durchfloß auch unser Bach das Dorf nicht mehr. Er, welcher wohl sonstens im Winter außen blieb, ließ jetzt auch im ausgehenden Frühling keine Spur von Wasser von sich sehen.”
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 38.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4446
Schlagworte Trockenheit; Sommerfrüchte, Ernteeinbuße; Obsternte, gute; Wassermangel
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 7.1822 - 12.1822
Quellenzeitangabe
Originaltext „… dahingegen blieben Sommer- und Brachfrüchte von der großen Trockenheit leidend, kurz und waren wenig. Obst gabs dieses Jahr genug und die Fülle. Am allermeist zu bewundern waren die Quetschenbäume, deren Äste allenthalben von der Last der Früchte zerbrachen und von den Bäumen zur Erde fielen. Eben so wie nun dieses 1822ste Jahr im ganzen überhaupt sehr trocken war, aber so war es auch der Herbst, obgleich täglich man auch auf Regen hoffen that, bis zu Ende, und es trat daher großer Wassermangel “
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   17.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 37–38.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4445
Schlagworte Winter, milder; Frühlingswitterung, warme; Baumblüte, frühe; Getreidereife, frühe
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 1821 - 25.7.1822
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1822 hat sich der Winter mit seinen Eigenschaften, als Schnee und Frost, ganz unbezeugt gelassen, denn Frost war wenig und Schnee kannte man beinah nicht. Im ausgehenden Winter war schon schön warme Frühlingswitterung, wodurch dieses Jahr auch alle Blüten und Gewächse um vieles früher als sonstens ins Leben gerufen wurden. Die Bäume und der Wintersamen blühten schon im März, das Korn schoß im Aprill und wurde auch noch vor Jacobitag (25. Juli) reif. Die Winterfrüchte wurden lang an Stroh und geriethen wohl …“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   17.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 37.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4444
Schlagworte Hitze, große
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 7.7.1819
Quellenzeitangabe
Originaltext „Anno 1818, den 26ten (Juli), und 1819, den 7ten Juli, zeigte das Thermometer 31 Grad Wärme im Schatten, eine Hitze, welche als Seltenheit für unser europäisches norddeutsches Klima galt, und daher sowohl für Menschen, Vieh, als für Pflanzen drückend und unerträglich war. Der Himmel war an diesen Tagen ganz von Wolken frei, und die heißen Strahlen der Mittagssonne sprühten sengend auf das heißgewordende Erdreich herab. Die Steine wurden davon wie glühend, und man hatte noch um 6 Uhr abends eine Wärme wie sonstens mittags um 12 Uhr, daß sowohl Menschen als Vieh der Schweiß noch immerdar zur Erde träufte und das Pflanzenreich verwelkt darnieder lag, auch viele der Letzteren verbrandt und dürr geworden waren. Zwar waren denn nun auch die folgenden Tage noch heiß genug, allein es erschienen doch wieder mehr und mehr Wolken am Himmel, und der Herr milderte durch einen sanften Regen die erhitzten Lüfte und erfrischte das ausgebrannte Erdreich.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   17.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 24.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4443
Schlagworte Hitze, große
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 26.7.1818
Quellenzeitangabe
Originaltext „Anno 1818, den 26ten (Juli), und 1819, den 7ten Juli, zeigte das Thermometer 31 Grad Wärme im Schatten, eine Hitze, welche als Seltenheit für unser europäisches norddeutsches Klima galt, und daher sowohl für Menschen, Vieh, als für Pflanzen drückend und unerträglich war. Der Himmel war an diesen Tagen ganz von Wolken frei, und die heißen Strahlen der Mittagssonne sprühten sengend auf das heißgewordende Erdreich herab. Die Steine wurden davon wie glühend, und man hatte noch um 6 Uhr abends eine Wärme wie sonstens mittags um 12 Uhr, daß sowohl Menschen als Vieh der Schweiß noch immerdar zur Erde träufte und das Pflanzenreich verwelkt darnieder lag, auch viele der Letzteren verbrandt und dürr geworden waren. Zwar waren denn nun auch die folgenden Tage noch heiß genug, allein es erschienen doch wieder mehr und mehr Wolken am Himmel, und der Herr milderte durch einen sanften Regen die erhitzten Lüfte und erfrischte das ausgebrannte Erdreich.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   17.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 26.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   

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