Datensätze

Seite: 1

Eintrag 1257
Schlagworte Mißernte Hafer
Ortsangaben Alsfeld
Zeitangabe 1460
Quellenzeitangabe
Originaltext "1460 zu Alsfeld 'was die habber alle vertorben.'"
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   06.09.2005
Beleg Georg Landau: Notizen über die Getreideernten in Oberhessen während des 15. Jahrhunderts. Aus den Pachtregistern des deutschen Ordens, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde A.F. 3 (1843), S. 201-204, hier S. 202.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 2508
Schlagworte Platzregen; Sturm
Ortsangaben Alsfeld
Zeitangabe 21.6.1668
Quellenzeitangabe
Originaltext „Eben eine halbe meile davor entstund ein kleiner Sturm, und darauf ein kleiner Platzregen, weßwegen sie sich unter einem Viehe-Stall verbargen, als sie aber wieder fort giengen, funden sie alle Wege und das gantze Feld voll junger Frösche.“
Bemerkungen Aus dem Roman "Der Teutsche Carl" von E. W. Happel. Auf den gregorianischen Kalender umgerechnet.
Bearbeitungsstand   18.03.2008
Beleg Gustav Könnecke (Bearb.): Lebensbeschreibung des Eberhard Werner Happel (1647-1690). Marburg 1908 (Nachdr. 1990), S. 54.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2527
Schlagworte Ernte, Aussicht auf reiche
Ortsangaben Neustadt; Winnerod; Kirtorf; Alsfeld; Lauterbach; Schlitz; Fulda
Zeitangabe 11.7.1856
Quellenzeitangabe
Originaltext Der Marburger Jurastudent Reinhard Heinrich Martin Bezzenberger hatte sich am Vortag in Winnerod von seinem Vater die nötigen Reisegelder geholt und von seiner Mutter verabschiedet, war an diesem Tag dann mit der Eisenbahn nach Neustadt gefahren, wo er auf den Postwagen umwechselte. Er fuhr über Kirtorf, Alsfeld, Lauterbach und das Schlitzer Ländchen nach Fulda, wo er um 18 Uhr ankam und sich dort mit seinem Freund Ludwig Knatz zur Weiterreise traf.
„Überall prangten die Felder mit reichen Ähren, und die Wiesen waren schon wieder mit einer üppigen Decke überzogen, sodaß einem recht gesegneten Jahr entgegengesehen werden kann.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   03.08.2008
Beleg Reinhard Heinrich Martin Bezzenberger: Reise nach Fulda und über die Rhön 1856, herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Günther E. Th. Bezzenberger, in: ZHG 100 (1995), S. 185-211, hier S. 186.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 2638
Schlagworte Regen
Ortsangaben Alsfeld
Zeitangabe 1517
Quellenzeitangabe
Originaltext „... konnte das Passionsspiel wegen allzu heftigen Regens nicht abgehalten werden. Die Passionsspiele fanden in Alsfeld noch zur Zeit der Reformation statt. (Rathsarchiv)“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.03.2009
Beleg R. Hoffmann: Geschichtskalender mit fünf Abbildungen nebst den Sehenswürdigkeiten der Stadt Alsfeld im Großherzogtum Hessen. Alsfeld 1887, S. 25.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3003
Schlagworte Wolkenbruch; Unwetter; Hagel; Überschwemmung
Ortsangaben Atzbach; Dorlar; Waldgirmes; Heuchelheim; Gießen; Garbenheim; Lollar; Großen-Linden; Alsfeld
Zeitangabe 24.5.1749 - 27.5.1749
Quellenzeitangabe
Originaltext „Den 24. und 27. Mai sind große Wassergüsse und Wolkenbrüche allhier und in der Nachbarschaft entstanden, wodurch viel an Wiesen und Äckern verderbt worden. Den größten Schaden aber hat der Kieselschlag verursacht, wodurch Dorlar, Atzbach gar sehr, etwas zu Heuchelheim und Gießen, Garbenheim ist heimgesucht worden, dermalen aber gottlob in Waldgirmes, Naunheim, Hermannstein, Rodheim, usw. sind verschont worden.

Nach eingezogener Nachricht hat der Kieselschlag und Gewässer zu Lollar, im Buseckertal, um großen Linden gar sehr, um Alsfeld vielen Schaden verursacht.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.06.2009
Beleg Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Lahntal (Hrsg.): Lahnau. 2000 Jahre Siedlungsgeschichte. Atzbach, Dorlar, Waldgirmes. Lahnau 2000, S. 166.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3005
Schlagworte Gewitter; Unwetter; Hagel
Ortsangaben Atzbach; Dorlar; Waldgirmes; Naunheim; Hermannstein; Blasbach; Lollar; Rabenau; Alsfeld; Hersfeld
Zeitangabe 17.5.1754
Quellenzeitangabe
Originaltext „Den 17. Mai ist gegen Abend um fünf Uhr ein großes Gewitter und Kieselschlag entstanden, wodurch hier und zu Naunheim das Korn jämmerlich zerschlagen, sonderlich im Oberfeld, vor der Rot-Erd, Anspann und zu Naunheim auf der Breite ganz zerschlagen. Wenn man eins ins andere rechnet, ist der fünfte Teil verderbt. Hingegen zu Hermannstein und Blasbach ist das Korn ganz zerschlagen, daß gar wenig zu hoffen ist. Zur Verwunderung ists geschehen, daß viele Ähren, welche einige entzwei oder nur eingeknickt waren, dann geblüht und etwas eingetragen. Die andern aber sind ganz weiß geworden, so daß der Schaden gottlob noch erträglich. Gott erhalte das übrige und behüte ferner vor Schaden.
Dieses erstaunliche Gewitter mit Kieselschlag ist von Waldgirmes, Dorlar, Atzbach über das Gericht Lollar, Rabenau, Alsfeld und weiter bis Hersfeld gezogen, und an manchem Ort die Frucht ganz, an anderen halb, an etlichen wie hier das Korn verderbt und an Äckern und Wiesen viel Schaden getan. Etliche sagen: es hätte allein in unserm Fürstentum 23 Orte betroffen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.06.2009
Beleg Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Lahntal (Hrsg.): Lahnau. 2000 Jahre Siedlungsgeschichte. Atzbach, Dorlar, Waldgirmes. Lahnau 2000, S. 167.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3672
Schlagworte Unwetter; Gewitter; Donner
Ortsangaben Alsfeld
Zeitangabe 13.7.1664
Quellenzeitangabe
Originaltext „Apotheker Kleppe ist citirt, dieweil er unter dem grausamen Donnerwetter am 13. Julii [1664] grausames Fluchen geführt, sich selbsten verflucht und gesagt: O Donner, schlag drein, erschlag mich, meine Frau, mein Kind, verbrenne Haus und Hof. Item andern Tags hat er Weib und Kind aus dem Haus gejagt, und als ich, der Inspector, von Reiberteroda kommen und vor der Apotheken fürüber passiret, hab ich gehört, daß er mit Blut, Sacrament, Donner, Hagel und gräulichen Flüchen tumultuiret, habe derentwegen, im Fürübergehen ihm in Güte zugeredet: Ei ei, Herr Apotheker, das seind ja schreckliche Reden, das lautet übel.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   08.06.2012
Beleg Wilhelm Gottlieb Soldan, Zur Geschichte der Stadt Alsfeld. Fortsetzung und Schluß, in: Landgraf-Ludwigs-Gymnasium: Programm des Großherzoglich-Hessischen Gymnasiums zu Gießen, [...] Schulprüfungen, Gießen 1862, S. 42 FN. 34 [Quelle: Universitätsbibliothek Gießen] -> http://digisam.ub.uni-giessen.de/diglit/gi-llg-1862-04/0044.
Bearbeiter U. Volz
   
Eintrag 4223
Schlagworte Schneestürme; Eisenbahnverkehr, Einstellung; Ostwind; Zugausfälle; Postverkehr, Behinderung; Schneehöhe bis 3 Meter; Frost; -20° Celsius; Personen, verletzte
Ortsangaben Oberhessen; Lauterbach; Großenlüder; Alsfeld; Wallenrod; Vogelsberg; Lauterbach; Engelrod
Zeitangabe 8.2.1889 - 13.2.1889
Quellenzeitangabe
Originaltext "Seit Freitag, dem 8. Februar 1889, wüteten Schneestürme wie seit Jahren nicht in der Provinz Oberhessen. An diesem Freitag um zwei Uhr nachmittags passierte der letzte Eisenbahnzug den Bahnhof Lauterbach; der von Fulda um 6 Uhr 37 abgehende, aus drei Wagen bestehende Zug blieb bei Großenlüder im Schnee stecken. Am Sonnabend Morgen gelangte der von Alsfeld kommende Zug nur bis Wallenrod; die Reisenden mußten einen Tag und eine Nacht in dem vom eisigen Ostwind umbrausten Zug verleben und konnten am eigenen Leibe die schmerzliche Wahrheit des Wortes feststellen, der Vogelsberg sein „ein wahres Sibirien“; erst am Sonntag Mittag konnte der Zug nach Alsfeld zurückfahren. Der Schnee lag drei Meter hoch, auf der Lauterbacher Strecke bemühten sich 162 Mann um seine Beseitigung. Der Postverkehr war stark behindert, überall blieben die Schlitten stecken. Vielfach reichten die Schneedünen bis an die Telegrafendrähte. Am 13. Februar, nach fünftägiger Unterbrechung, konnte die Strecke nach Gießen, am nächsten Tage die nach Fulda, wieder werden. Bei zwanzig Grad Kälte schippten hunderte von Männern den Schnee beiseite. Bei Engelrod warf der Schneesturm am 9. Februar einen Postwagen um, wobei der Postillion verletzt wurde."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.10.2015
Beleg Karl Siegmar Baron von Galéra: Lauterbach in Hessen, Geschichte einer Stadt und ihrer Bürgerschaft. Band III. 1821–1945, Neustadt an der Aisch 1965, S. 335 f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4401
Schlagworte Regenbogen; Sonnenschein; Regen
Ortsangaben Alsfeld
Zeitangabe 3.10.1646
Quellenzeitangabe
Originaltext "In während dem Sturm [Beschießung der Stadt Alsfeld durch hessen-kasselische Truppen] ist ein sehr schöner Regenbogen über der Stadt gestanden, darob sich die Bürger erfreuet, die Feinde zurückgeworfen, viele darnieden gemacht und den Sieg gegen diesen Sturm erhalten. Von denen dieser Statt aber ist kein Mann tot geblieben."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.05.2017
Beleg Eduard Edwin Becker: Die Alsfelder Chroniken des 17. Jahrhunderts. Die Chronik des M. Georg Eberhard Happel, in: MittGMVAlsfeld 5 (1918/25), S. 6–11, 13–33.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4402
Schlagworte Regenborgen; Sonnenschein; Regen
Ortsangaben Alsfeld
Zeitangabe 4.10.1646
Quellenzeitangabe
Originaltext "NB. Eben diesen Morgen Stunden aber mal ein schöner Regenbogen über der Statt Alsfeld, als man noch stürmete [beschießung der Stadt Alsfeld durch hessen-kasselische Truppen]."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.05.2017
Beleg Eduard Edwin Becker: Die Alsfelder Chroniken des 17. Jahrhunderts. Die Chronik des M. Georg Eberhard Happel, in: MittGMVAlsfeld 5 (1918/25), S. 6–11, 13–33.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4433
Schlagworte Regenwetter, schreckliches; Bauarbeiten, Einstellung
Ortsangaben Alsfeld
Zeitangabe 7.1888 - 20.7.1888
Quellenzeitangabe
Originaltext Alsfeld, 20. Juli 1888 „Die Arbeiten im Rathaus sind bis jetzt langsam vorgeschritten, es ist hier jeden Tag bis jetzt so schreckliches Regenwetter gewesen, daß man alle Lust verlor, derartige Arbeiten vorzunehmen …“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   01.12.2017
Beleg Jochen Weppler: Nicht nur für Kenner! Wissenswertes zur Bauweise des Alsfelder Rathauses, in: 500 Jahre Rarhaus Alsfeld 1512–2012, Festschrift zum Gedenken an den Baubeginn des Alsfelder Rathauses vor 500 Jahren, hg. v. Geschichts- und Museumsverein Alsfeld e.V. mit Unterstützung der Stadt Alsfeld, Alsfeld 2012, S. 71–138, hier S. 115
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4488
Schlagworte Gewitter; Unwetter; Regen, heftiger; Wolkenbruch; Hagel; Hochwasser; Überschwemmung; Todesopfer; Schäden an Gebäuden; Schäden an Vieh; Schäden an Feldfrüchten
Ortsangaben Brauerschwend; Altenburg; Alsfeld; Dotzelrod; Eudorf; Hattendorf; Schwalm, Fluss
Zeitangabe 26.5.1749
Quellenzeitangabe
Originaltext "Notabilia
Anno 1749 den 26ten May war der zweyte Pfingst[t]ag, entstunde nachmittags ein sehr starkes Donnerwetter mit einem heftigen Regen und über Brauerschwend gefallenen Wolkenbruch, worauf die Gewalt deß Wassers daselbsten 2 Scheuren und eine Öel-Mühle mit fortgeführet, welches auch auf der Altenburg geschehen, allwo ein Hauß gäntzl. weggespület worden mit einer Frau nebst ihren 2 Enkeln, welche in der Wut deß Waßers elandiglich umgekommen, worauf das gröste Kind bey Alßfeld auf einem Waydenbaum, die Frau den dritten Pfingsttag zu Dötzelrode [=Dotzelrod] und das andere noch säugende Kind acht Tage hernach auf den Eudorfer Wießen in einem Waßergraben tod gefunden worden. Vor Alßfeld hat die große Wasserfluth geziemertes Holtz zu einem neuen Bau nebst anderem Gehöltze fortgeführet, dergleichen auch zu Eudorf geschehen, allwo nicht nur Jacob Geiseln seine Wohnung sondern auch die Gartenzäune im Dorf darnieder gerissen, Garten und Wießen überschwemmet und beschlammet, an bey den meisten Einwohnern Mist und Holtz, sowohl Bren[n-] als großes Bauholtz mit weggeführet worden. Zu Dotzelrodda sind dem damahligen Hofmann Joh. Faul [?] Stiere und Schweine ersoffen, und daselbsten wie auch zu Hattendorf von denen gefallenen großen Schlossen die Früchte darnieder geschlagen worden, daß die Leute solche müssen abmähen. Dieses entsetzliche Wetter und überschwemmende reißende Waßerfluth war wohl eine rechte particular Sündfluth, dergleichen die älteste Leute nie erlebt haben. Was die Ursache der ellgemeinen ersten Welt-Sündfluth war, das ist auch noch häutzutage die Ursache aller sonderbahren Sündfluth und Überschwemmungen, nemlich die Sünde."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   05.09.2018
Beleg Kirchenbuch Eudorf 1725–1800
Bearbeiter Jochen Ebert
   

Seite: 1