Datensätze

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Eintrag 1367
Schlagworte Winter, strenger; Frostschäden an Obstbäume; Wildfütterung
Ortsangaben Altenlotheim
Zeitangabe 1879 - 1880
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „Der Winter 1879/80 war außerordentlich streng. Die letzten Tage des Januar 1880 waren namentlich für das Wild sehr schädlich. Die Schonungen, in denen sich das Wild gerne
hält, waren in Eis gehüllt; jeder Heidestengel, jeder Grashalm, jede Binse, jedes Reischen war mit einer zolldicken Eiskruste überzogen. Was aber das Schlimmste war, war daß der Schnee selbst im Walde so fest gefroren war, daß er den Menschen trug. Es war daher besonders den Rehen nicht möglich ohne zu stürzen von der Stelle zu kommen. Alle Mühe die sich die Herren Forstbeamten mit Füttern gegeben haben konnte nichts nützen, weil das Wild nicht von der Stelle kam. Durch den heftigen Frost des Winters sind auch zahlreiche Obstbäume erfroren namentlich Zwetschen und Äpfel und ist ein Zeitraum von 15-20 Jahren nötig bis der Schaden wieder ausgewachsen ist.“
Bemerkungen Schulchronik Altenlotheim
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 9-10.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1368
Schlagworte Spätfröste
Ortsangaben Altenlotheim
Zeitangabe 15.5.1880 - 18.5.1880
Quellenzeitangabe
Originaltext „Ebenso fanden noch strenge Nachtfröste vom 15. - 18. Mai 1880 statt, so daß sämmtliche Blüte der Bäume erfror, sowie auch diese zum Teil selbst Schaden litten.“
Bemerkungen Schulchronik Altenlotheim
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 10.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1376
Schlagworte Winter, strenger; Temperaturangaben
Ortsangaben Altenlotheim
Zeitangabe 1885 - 1886
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Winter 1885/86 war streng und anhaltend. Den 6. Januar fiel ein tiefer Schnee der bis zum 21. März liegen blieb und sich durch neuen Schneefall noch vermehrte, so daß der Schnee 1/2 bis 3/4 Meter hoch lag. Stellenweise auch noch bedeutend höher. Am 8. März hatten wir noch 18° Kälte R. Am 15. März morgends noch 11°R Kälte. Viele Zugvögel, welche zurückkamen litten große Not, desgleichen die hiesigen Standvögel und das Wild des Waldes. Am 21. März trat Tauwetter ein. Doch gab es nicht so erges Gewässer, als man befürchtet hatte.“
Bemerkungen Schulchronik Altenlotheim
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 10-11.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   

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