Datensätze

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Eintrag 570
Schlagworte Blitz; Gewitter
Ortsangaben Bensheim
Zeitangabe 24.7.1739
Quellenzeitangabe
Originaltext Ein merkwürdiger Blitzstrahl war es, der am 24. Juli 1739 in die Pfarrkirche schlug, "oben an der Uhr hinein, an der Mittelthür oben hinaus und gleich wieder hinein, dem Glöckner, meinem Vetter Johs. Jost in die Tasche und hat ihm im Sack die Spitze seiner Scheere verschmolzen, er ist in Ohnmacht nach Haus geführt worden."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   30.11.2004
Beleg Henkelmann, K. (1913): Die Bensheimer Hauschronik des Joh. Math. Blesinger. Teil 2. In: Hess. Chronik 2, 204-209.
Bearbeiter Martin Gudd
   
Eintrag 762
Schlagworte warmer trockener Sommer; gute Weinernte
Ortsangaben Bensheim; Reichenbach
Zeitangabe 3.1599 - 6.9.1599
Quellenzeitangabe
Originaltext "Dieses Jahrs ist ein reicher Herbst gewest und ein herrlicher Wein gewachsen, war durch den ganzen Martium [=März] und Sommer schön, warm, trucken Wetter, fing man den 6. Septembris zu Bensheim an zu lesen, galt die Maß Wein, als ich, Magister Martinus Walther, auf Reichenbach kam, daselbst 18 Pfennig."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   04.05.2005
Beleg Glaser/Militzer: Wetter, S. 396.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 2234
Schlagworte Unwetter; Hagel
Ortsangaben Bensheim; Auerbach; Hemsbach
Zeitangabe 11.9.1816
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 11.Sept. 1816, Abens nach 6 Uhr, zog ein fürchterliches Gewitter, aus der Gegend von Worms kommend, über Bensheim, und verheerte durch einen schrecklichen Hagelschlag die Gegend zwischen Auerbach und Hemsbach, so wie einen Theil des Odenwaldes. Die Schlossen hatten die Größe der Hühner- und Tauben-Eier, zerschlugen in Bensheim und Heppenheim alle Fenster und beschädigten die Dächer. Der Schaden an Feldfrüchten, Blumen und Weinbergen war nicht zu schätzen, und selbst den ältesten Menschen denkt kein so furchtbares Naturereigniß. Viele Arbeiter auf dem Felde waren in der größten Lebensgefahr, und sieben geladene Heuwagen wurden durch den Wind umgeworfen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.07.2007
Beleg Georg Wilhelm Justin Wagner: Hessisches Volksbuch oder Merkwürdigkeiten aus dem Vaterlande. Darmstadt 1834, S. 108f.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2502
Schlagworte milder Winter; kalter Frühling
Ortsangaben Bensheim
Zeitangabe 1.1696 - 5.1696
Quellenzeitangabe
Originaltext „1696. Im Anfang des Jänners ist so schön Wetter gewesen, daß die Leute barfuß nach Frankfurt gegangen, und in den Hemden sind die Leute in die Weinberg gegangen, ebenso gezackert. Im Hornung sind die Bäume in Saft gestiegen, die Mandelbäum geblümt, im März die Kirschen. In Mitten März ist ein Schnee gefallen. Der Mai halb kühl, halb naß. Der Wein war gut worden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.03.2008
Beleg H. Henkelmann: Die Bensheimer Hauschronik des Joh. Math. Blesinger. In: Hessische Chronik 2 (1913), S. 167f.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2503
Schlagworte kalter Winter
Ortsangaben Bensheim
Zeitangabe 1.1709 - 3.1709
Quellenzeitangabe
Originaltext „1709 ist auf 3 Königstag eine Kält eingefallen, die bei 6 Wochen gedauert hat, und es war kalt, daß Menschen und Vieh in den Ställen, Vögel in den Scheuern, die Bäume im Wald, in Feldern und Gärten, insbesondere die Nußbäum, schier alle verfroren sind samt den Wingerten und den Früchten. Es hat schier gar kein Wein gegeben. Maß- und viertelweis hat man ihn zusammenkaufen müssen, die Maß 12 kr.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.03.2008
Beleg H. Henkelmann: Die Bensheimer Hauschronik des Joh. Math. Blesinger. In: Hessische Chronik 2 (1913), S. 168.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2504
Schlagworte gutes Weinjahr
Ortsangaben Bensheim
Zeitangabe 1712
Quellenzeitangabe
Originaltext „1712 war wieder so guter Wein und so reichlich, daß man keine Fässer bekommen konnte; man hat Bierfässer aus Frankfurt und Dieburg kommen lassen. An vielen Orten hat man sogar 1 Ohm Wein für 1 Ohmfaß gegeben. Die Ohm hiesiger Wein hat 4 fl., auch weniger gekostet.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.03.2008
Beleg H. Henkelmann: Die Bensheimer Hauschronik des Joh. Math. Blesinger. In: Hessische Chronik 2 (1913), S. 168.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2505
Schlagworte Hitze; Trockenheit; Dürre
Ortsangaben Bensheim; Frankfurt; Rod; Hanau; Heppenheim; Laudenbach
Zeitangabe 1719
Quellenzeitangabe
Originaltext „ist ein noch viel hitziger Sommer gewesen, als voriges Jahr, so heiß, daß es keinem Menschen gedenken tut. Wenig Heu, gar kein Ohmet, alles verdorrt. Das Erdreich ist an unterschiedlichen Orten angangen und hat gebrannt, wie bei Offenbach, auch im Frankfurter Wald, bei Rod, Hanau, auch zwischen Heppenheim und Laudenbach. Wo fettes Erdreich war, in sumpfigen Wiesen, hats unter der Erde gebrennt, daß man den Dampf aber hat sehen aufsteigen. Die Bäume sind verdorrt, es hat kein Kraut noch Rüben geben, aber ein Austich Wein, die Ohm 4-5 fl.“

[...]

„In diesem ganzen Jahr gabs nur 3 Regen. Das Erdreich war so trocken, daß man hin und wieder einen Bettag gehalten um Regen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.03.2008
Beleg H. Henkelmann: Die Bensheimer Hauschronik des Joh. Math. Blesinger. In: Hessische Chronik 2 (1913), S. 168f.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2506
Schlagworte Gewitter; Unwetter; Überschwemmung
Ortsangaben Bensheim; Heppenheim; Eberstadt; Bergstraße; Odenwald
Zeitangabe 29.9.1732
Quellenzeitangabe
Originaltext „1732. Michaelistag ist ein Regenwetter mit Blitzen und Donner eingefallen und Wolkenbrüche hin und wieder, sowohl hier in der Bergstraße, als im Odenwald wie im Bauland, auch sonst, wo Flüsse gewesen sind, daß man gemeint, es wäre eine Sündflut, so einen unbeschreiblichen Schaden getan zu Heidelberg, Weinheim, Heppenheim, Bensheim, Eberstadt, zu Wertheim, im ganzen Taubergrund, zu Walldürn, im ganzen Odenwald. Die Orte sind nicht alle zu melden, sondern wo Täler, und wo Bäche geflossen, ward großer Schaden getan. Ich will hier nur melden die zwei Täler, das Zeller und Schönberger. Das Wasser war so groß, daß die Häuser, Ställe, Scheunen, so nahe beim Wasser gestanden, teils mit samt den Schweinen weggetrieben wurden, sowie Stege und Brücken, sie mochten so hoch sein, als sie wollten. Das Auen- und Rinnentor samt den Gattern, die Stadtmauer in der Vorstadt, hinter dem Spital und am Dillingerhaus sind an 2 Orten weggerissen worden, und wenn dieselben nicht umgefallen wären, wie auch das Rinnentor samt den Mauern und Gattern, so hätten wir kein Vieh in den Ställen davongebracht, indem so schon unterschiedlich viel Schwein und Kälber ersoffen sind, mehrere Leute sich aus den unteren Stuben in die oberen machen mußten. In allen Gassen ist das Wasser mannshoch geflossen mit Brausen und Sausen, daß man sich einander über die Gasse nicht hat verstehen können.
Das Wasser ist in der Stadt bis an den Springbrunnen gestiegen und in den Kellern ist viel Wein zu Grunde gegangen. So war der Wamboldsche Keller, der des Stadtschreibers, sogar der Faustkeller voll Wasser. Selbst über den Ziehbrunnen an der Scharn ist das Wasser weggeflossen.
Es hat die Bäume, so mannsdick waren, samt und sonders ausgerissen und alles verschleift, so daß man nicht mehr wußte, wo ein Garten an- oder abgehet. Auch hats einen Sand und Schlamm liegen lassen sowohl in den Gossen als in den Kellern, daß mancher Mann 8-10 Tage nur Wasser zu schöpfen und Grund hinauszutragen gehabt hat.
Die Fässer mußten alle umgebunden werden, mir hats bei 50 Rthlr. gekostet.
Des Johann Schulters Haus ist samt der Mittelbrücke bis auf den Boden weggeflossen und hätte allerdings des Dangels und Seifensieders Haus auch weggerissen. In den Häusern haben sich die Thüren und Stubenöfen gesenkt und sind zum Teil eingefallen. Die Brücken, Wege und Stege waren zerrissen, daß man sie in einem Jahr nicht mehr zurecht bringen können.
Die Keltern, Blanken, Fässer, Bäume hat man bis hinaus im Briebel und hinter den Kappesgärten suchen müssen. Wiesen und alles Feld war zugeschlämmt. Das Elend ist nicht alles zu schreiben.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.03.2008
Beleg H. Henkelmann: Die Bensheimer Hauschronik des Joh. Math. Blesinger. In: Hessische Chronik 2 (1913), S. 204f.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2507
Schlagworte Gewitter; Blitzschlag
Ortsangaben Bensheim
Zeitangabe 24.7.1739
Quellenzeitangabe
Originaltext Ein Blitz schlug in die Pfarrkirche „oben an der Uhr hinein, an der Mittelthür oben hinaus und gleich wieder hinein, dem Glöckner, meinem Vetter Johs. Jost in die Tasche und hat ihm im Sack die Spitze seiner Scheere verschmolzen, er ist in Ohnmacht nach Haus geführt worden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.03.2008
Beleg H. Henkelmann: Die Bensheimer Hauschronik des Joh. Math. Blesinger. In: Hessische Chronik 2 (1913), S. 206.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   

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