Datensätze

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Eintrag 1425
Schlagworte Unwetter; Gewitter; Hagelschlag; Mißernte Feldfrüchte; Mißernte Wein; Mißernte Gartenfrüchte
Ortsangaben Langen; Hochheim; Flörsheim; Rüsselsheim; Bischofsheim; Ginsheim; Bauschheim; Schönauer Hof; Raunheim; Königstädten; Möhrfelden; Erzhausen; Egelsbach; Sprendlingen
Zeitangabe 2.7.1719
Quellenzeitangabe
Originaltext "Anno 1719 haben wir hier zu Langen ein sehr betrübt und kümmerliches Jahr gehabt, da der gerechte Gott umb unserer Sünden willen Dom. 4. p. Trin, war der 2. Juli, abends nach 9 Uhr / da kurtz vorhero den 27. Juny der große Brand zu Franckfurth gewesen / ein entsetzliches Donner und Hagelwetter geschickt, welches zu Hochheim, Flörsheim, Rüßelsheim, Bischoffsheim, Ginßheim, Bauschheim, Schönauer Hoff, Raunheim, Königstädten, Möhrfelden, Erzhausen, Egelspach, Sprendlingen hier und an anderen Orten mehr großen Schaden gethan, indem dardurch die Früchte auff den Feldern, Weinbergen und Gärten, auch des Orts fast totaliter ruiniret und von der Sommerfrucht man hier kein mahl das Stroh bekommen hatt und weil darauff ein sehr trockener Sommer und große langwierige Hitze erfolget, welche fast durch ganz Europa gegangen, hatt es auch kein Obst wie auch kein Krauth und Rüben gegeben, dahero viel Menschen und Vieh sich kümmerlich erhalten und etliche Leut ziemliche Schulden machen müßen und wo Gott nicht das folgende 1720. Jahr einen baldigen Frühling und Graaß beschert, sollte viel Vieh hungers gestorben sein wie ohnedem schon manches Stück drauffgegangen, doch hat der gütige Gott das folgende 1720ste Jahr desto reichlicher wieder gesegnet, da hier wie auch an anderen Orten alles wohl gerathen, desselben Nahme sey für Glück und Unglück gelobt in Ewigkeit Amen.
NB Die Kißel hatten in diesem Jahr in gantz Deutschland wie woanders großen Schaden gethan, sonderlich aber die Dürre und große Hitze."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   17.10.2005
Beleg Kirchenbuch Langen
Bearbeiter Gabriele Klein
   
Eintrag 1426
Schlagworte Hitze; Trockenheit
Ortsangaben Langen; Hochheim; Flörsheim; Rüsselsheim; Bischofsheim; Ginsheim; Bauschheim; Schönauer Hof; Raunheim; Königstädten; Möhrfelden; Erzhausen; Egelsbach; Sprendlingen
Zeitangabe 7.1719 - 9.1719
Quellenzeitangabe Sommer
Originaltext "Anno 1719 haben wir hier zu Langen ein sehr betrübt und kümmerliches Jahr gehabt, da der gerechte Gott umb unserer Sünden willen Dom. 4. p. Trin, war der 2. Juli, abends nach 9 Uhr / da kurtz vorhero den 27. Juny der große Brand zu Franckfurth gewesen / ein entsetzliches Donner und Hagelwetter geschickt, welches zu Hochheim, Flörsheim, Rüßelsheim, Bischoffsheim, Ginßheim, Bauschheim, Schönauer Hoff, Raunheim, Königstädten, Möhrfelden, Erzhausen, Egelspach, Sprendlingen hier und an anderen Orten mehr großen Schaden gethan, indem dardurch die Früchte auff den Feldern, Weinbergen und Gärten, auch des Orts fast totaliter ruiniret und von der Sommerfrucht man hier kein mahl das Stroh bekommen hatt und weil darauff ein sehr trockener Sommer und große langwierige Hitze erfolget, welche fast durch ganz Europa gegangen, hatt es auch kein Obst wie auch kein Krauth und Rüben gegeben, dahero viel Menschen und Vieh sich kümmerlich erhalten und etliche Leut ziemliche Schulden machen müßen und wo Gott nicht das folgende 1720. Jahr einen baldigen Frühling und Graaß beschert, sollte viel Vieh hungers gestorben sein wie ohnedem schon manches Stück drauffgegangen, doch hat der gütige Gott das folgende 1720ste Jahr desto reichlicher wieder gesegnet, da hier wie auch an anderen Orten alles wohl gerathen, desselben Nahme sey für Glück und Unglück gelobt in Ewigkeit Amen.
NB Die Kißel hatten in diesem Jahr in gantz Deutschland wie woanders großen Schaden gethan, sonderlich aber die Dürre und große Hitze."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   28.03.2006
Beleg Kirchenbuch Langen
Bearbeiter Gabriele Klein
   
Eintrag 1427
Schlagworte Ernte, gute
Ortsangaben Langen; Hochheim; Flörsheim; Rüsselsheim; Bischofsheim; Ginsheim; Bauschheim; Schönauer Hof; Raunheim; Königstädten; Möhrfelden; Erzhausen; Egelsbach; Sprendlingen
Zeitangabe 1720
Quellenzeitangabe
Originaltext " Anno 1719 haben wir hier zu Langen ein sehr betrübt und kümmerliches Jahr gehabt, da der gerechte Gott umb unserer Sünden willen Dom. 4. p. Trin, war der 2. Juli, abends nach 9 Uhr / da kurtz vorhero den 27. Juny der große Brand zu Franckfurth gewesen / ein entsetzliches Donner und Hagelwetter geschickt, welches zu Hochheim, Flörsheim, Rüßelsheim, Bischoffsheim, Ginßheim, Bauschheim, Schönauer Hoff, Raunheim, Königstädten, Möhrfelden, Erzhausen, Egelspach, Sprendlingen hier und an anderen Orten mehr großen Schaden gethan, indem dardurch die Früchte auff den Feldern, Weinbergen und Gärten, auch des Orts fast totaliter ruiniret und von der Sommerfrucht man hier kein mahl das Stroh bekommen hatt und weil darauff ein sehr trockener Sommer und große langwierige Hitze erfolget, welche fast durch ganz Europa gegangen, hatt es auch kein Obst wie auch kein Krauth und Rüben gegeben, dahero viel Menschen und Vieh sich kümmerlich erhalten und etliche Leut ziemliche Schulden machen müßen und wo Gott nicht das folgende 1720. Jahr einen baldigen Frühling und Graaß beschert, sollte viel Vieh hungers gestorben sein wie ohnedem schon manches Stück drauffgegangen, doch hat der gütige Gott das folgende 1720ste Jahr desto reichlicher wieder gesegnet, da hier wie auch an anderen Orten alles wohl gerathen, desselben Nahme sey für Glück und Unglück gelobt in Ewigkeit Amen.
NB Die Kißel hatten in diesem Jahr in gantz Deutschland wie woanders großen Schaden gethan, sonderlich aber die Dürre und große Hitze."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.01.2006
Beleg Kirchenbuch Langen
Bearbeiter Gabriele Klein
   
Eintrag 3480
Schlagworte Regenborgen; Nebel, starker
Ortsangaben Bischofsheim; Kreuzberg
Zeitangabe 28.5.1840 - 29.5.1840
Quellenzeitangabe
Originaltext „Als ich [Franz Dingelstedt] gestern Abend [Pfingsten, 28. Mai 1840] aus Bischofsheim auspilgerte, stand ein Regenbogen sanft und verheißend auf dem grauen, sich langsam austräufelnden Gewölb. … (Entgegenkommende grüßten ihn mit „Gelobt sei Jesus Christus“, worauf er mit „In Ewigkeit Amen“ antwortete.) Und ich schämte mich, wie ich in den funkelnden Wald, dessen Zweige von tausend Tropfen glitzerten, den geheiligten Berg hinan stieg, innerlich aller irdischen Schlacke ledig, die so oft das reien Feuer eines zufrieden erfüllten Lebens trübt und dämpft. … Gegen Anbruch der Dunkelheit standen wir oben am Kloster. … (Oberhalb von Kloster und Wirtshaus stehen auf der Spitze des Berges drei Kreuze.) Ich konnte mir nicht versagen, die Stufen, die vom Kloster aus, in den Rasen gefügt, bis an das Kreuz führen, noch hinauf zu steigen, obwohl Dämmerung jede Umsicht vereitelte. … ein ermüdendes Steigen auf dem taufrischen Moos … Meine Seele flog auf in den breiten, verschleierten Nachthimmel, an dem ein erster Stern zitternd aufschaute, dessen dunkle Ränder zweifelhaft und dämmernd verschwammen mit den Profilen der Berge ringsum. Und tief, tief zu Füßen … Wiesen, auf denen sich weiße Nebel ballten und jagten … ein Hundegebell, ein Wellengeräusch, das Nachtwind auf seine Flügel nahm und in diese Höhe führte. … (Am nächsten Morgen:) Wir haben starken Nebel draußen. Kaum dass ich das Wirtshaus aus meinem Fenster erkennen kann. Eine frische Morgenluft weht in die Scheiben und blättert für mich im Tagebuch um. … In den Schleiern des Abends suchte ich meinen Heimgang zum Kloster. … Nun war diese Natur schön, wie eine Träumerei der Sehnsucht, als linde Schatten von unten herauf sie weiß und duftig umflatterten, während oben die schwarzen Profile der nächsten Berghäupter am blassblauen kühlen Abendhimmel sich scharf abschnitten.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Heribert Kramm: Franz Dingelstedt auf dem Kreuzberg: Auszüge aus seinen Briefen „Rhöne-Fahrten“ (1) 1840, in : Buchenblätter 83 (2010), S. 67–68.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4141
Schlagworte Nordwind; Sturm; Schneegestöber, starkes; Kälte, heftige; Schneehöhe 30–40 Schuh; Schnee, festgefrorener
Ortsangaben Rhön; Kreuzberg; Haselbach; Bischofsheim
Zeitangabe 19.2.1816 - 2.3.1816
Quellenzeitangabe
Originaltext "Aber in der Nacht vom 19 Febr. tobten die wüthigsten Nordwinde mit starkem Schneegestöber heran, und die heftigste Kälte verbreitete sich nun über unsern Kreuzberg und seine Umgebungen. Die ältesten Klostergeistlichen, Männer von 70-80 Jahren können sich noch keiner so fürchterlichen Kälte aus der Vorzeit entsinnen, und behaupten, daß ein so hoher Schnee noch nie auf dem Kreuzberge gelegen sei. Die Fenster der Kirche und des 2ten Stockwerkes im Kloster gegen Nord=Osten sind ganz zugeschneit, und die Hunde gehen wieder bequem über die Klostermauern ins Freie. Im Winter 1814 ragten doch die Bäume des Waldmantels gegen Sandberg noch über den Schnee hervor: aber heuer im Febr. 1816 gehen die Leute auf dem 30-40 Schuh hohen und festgefrornen Schnee über die unsichtbaren Bäume und Büsche weg. Natürlich ist nun das Kloster auf mehrere Tage unzugangbar, und um demselben nur etwas Luft zu machen, muß wirklich die Gemeinde des Dorfes Haselbach durch Frohnarbeit einen Weg nach Bischofsheim öffnen. Alle Bewohner des Klosters versichern, daß sie noch nie so stürmische Tage und so grimmige Kälte erlebt haben, als die vom 18 Febr. bis 2 März 1816, und sie, (sic!) wundern sich nur, daß der Nordwind nicht das ganze Dach des Klosters zertrümmert hat."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.11.2014
Beleg Beschreibung des heiligen Kreuzberges und seiner Umgebungen, in Hinsicht auf die Erzeugnisse und Schönheiten der Natur, mit statistischen, geschichtlichen und religiösen Bemerkungen von Franz Nikolaus Baur, Dom=Vicar zu Würzburg, gedruckt auf Kosten der Freunde des Verfassers bei Johann Stephan Richter, Würzburg 1816, Nachdruck 1988, S. 61–62
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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