Datensätze

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Eintrag 1162
Schlagworte Gewitter; Gebäudeschäden; Brand
Ortsangaben Schwebda
Zeitangabe 1722
Quellenzeitangabe Frühjahr
Originaltext "Dem Würdigen und Wohlgelahrten, unserm guten
Freund, Ehren Ludolph Metropolitano zu Eschwegen.

Unßern gl. und frl. Gruß zuvor;
Würdiger und Wohlgelahrter, guter Freund.

Eß haben Sermi nostri Hochfürst: Durch[lauch]t
Vorzeigern dieses Johannes Volckmar
zu Schwebda, auff unterth[änig]stes nachsuchen zu
wieder auffbauung seiner im vorigen +früh+
Jahr durch ein starckes gewitter abgebrandten
Gebäwe, eine Collecte in der Stadt und Ambt
Eschwege, auch im Gericht Bielstein vor denen
Kirchen thüren gudst verwilliget, und
unß deßhalber weiter Verfügung zu thun,
gudst befohlen;
Wann nun diesem gn[ä]d[ig]sten befehl nachzusetzen
seyn will : So ist unser befehl hiermit
ahn Euch, dahin Verfügung zu thun, damit
sothane Collecte bewerckstelliget und die
gelder verschloßen anhero gesand werden.
In deßen Versehhung Wir Euch gl. und
frl. geneigt verbleiben. Cassell d[en] 18 t[en]
Juny 1722.
Fürstl. Hessisches Consistorium
daselbsten."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   17.08.2005
Beleg Kirchenkreisarchiv Eschwege, Bestand 4 Ortsakten, Schwebda Nr. 14.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1516
Schlagworte Kälte, strenge; -20 Grad; Frost; Ostwind; Brand
Ortsangaben Fürstenwald
Zeitangabe 4.1.1883
Quellenzeitangabe
Originaltext Am 4. Januar 1883 herrschte "klirrende Kälte" (-20 Grad) in Fürstenwald und es gab starken Ostwind. Nachdem am östllichen Ortsrand ein Haus in Brand geriet wurden durch den Funkenflug andere Häuser in Brand gesetzt, was nicht verhindert werden konnte, da der Feuerlöschteich eingefroren war. Erst die herbeigerufene Feuerwehr aus Grebenstein konnte durch ihre modernere Ausrüstung (Saugschläuche) Wasser von einem anderen Ort an die Brandstelle leiten und das Feuer eindämmen.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   12.01.2006
Beleg Chronik von Fürstenwald, zusammengetragen und erstellt von dem ehemaligen Schulleiter an der Volksschule Fürstenwald Adolf Mann, Manuskript, um 1970.
Bearbeiter Peter Wiedersich
   
Eintrag 2519
Schlagworte Blitzschlag; Brand
Ortsangaben Eisenach
Zeitangabe 18.6.1544
Quellenzeitangabe
Originaltext Wilhelm Neuhaus schildert aus der 17-jährigen Haftzeit des Täufers Fritz Erbe im Gefängnisturm der Wartburg bei Eisenach folgendes Ereignis: „Am Trinitatissonntag 1544 schlug der Blitz nachts in seinen Gefängnisturm und zündete. Sein Geschrei rief die Burgbewohner herbei, so daß man den Brand noch rechtzeitig löschen konnte. Nun erhielt er, wohl als Belohnung, eine kleine Erleichterung. Er brauchte nicht mehr auf dem nackten Boden des Turmes zu liegen. Er bekam ein etwas erhöhtes Lager auf einer Bretterpritsche.“ Der Trinitatissonntag fiel 1544 auf den 18. Juni.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.07.2008
Beleg Wilhelm Neuhaus: Die Wiedertäuferbewegung im Hersfeldischen Lande, in: Wilhelm Neuhaus, Geschichten von Hersfeld. Hersfelder Geschichtsblätter, Bd. 3/2007, S. 34-41, hier S. 39.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3191
Schlagworte Gewitter; Blitzschlag; Gebäudeschäden; Brand; Feuer
Ortsangaben Gelnhausen
Zeitangabe 15.8.1736
Quellenzeitangabe
Originaltext „Was am 15. August 1736 geschah, ist jedem Gelnhäuser bekannt, denn alljährlich wird am Hageltag an dieses Ereignis erinnert. Am Abend zwischen 9 und 10 Uhr wurde die Stadt von einem Sommergewitter heimgesucht, wobei ein Blitz in das Türmchen des Rathauses einschlug. Da sich auf dem Dachboden ein Lager mit Tabakblättern befand, geriet das Haus sehr schnell in Brand. Zudem wurden brennende Teile aufgewirbelt, die auf die Umgebung niedergingen. Es bestand also die Gefahr, dass sich der Brand über große Teile der Stadt ausdehnen könne, was zum Glück nicht der Fall war. Das Rathaus, die Waage und das Biedenbänder’sche Haus brannten vollständig nieder. Da aber sonst nicht geschah, waren die Gelnhäuser im Unglück doch noch froh und richteten bereits 1737 den Gedenktag ein. Die Urkunde hierzu lautet:
‚Anno 1736, den 15. August, schlug das Wetter abenst um 9 Uhr in das Rathauß, verzehrte nicht allein dasselbe meistentheilst, samt dem obersten Theil von dem neuen Bau, sondern die ganze Stad war in der augenscheinlichsten Gefahr, in die Asche gelegt zu werden. Der barmherzige Gott aber schonete gnädiglich. Es kam das gantze umliegende Land zu helfen. Gott schickte auch gegen den Morgen ein wenig Regen, obwohl dadurch die Feuersbrunst nicht gelöscht wurde. Verhütete es doch die anderweitigen Entzündungen und blieb dahero bey diesen zwei Gebäuden. Gott lasse diese Realbuspredigt die Unbusfertigen erwecken zur Buse und verschone unser gnädiglich, bewahre vor dem leiblichen allermeist ewigen Feuer.’“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   01.07.2009
Beleg Knut Himstedt: 100 Jahre Stadtgeschichte – Kommunalpolitik in Gelnhausen in der Zeit von 1730 bis 1835, in: Geschichtsblätter für Stadt und Altkreis Gelnhausen 2000/01, S. 22-59, hier S. 30-31.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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