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Eintrag 4134
Schlagworte Gewitter; Sturm; Donner
Ortsangaben Rhön; Kreuzberg; Weißbach; Gefäll; Bremich; Riedenberg; Oberbach; Burgwallbach; Schmalwasser; Sandberg; Langenleiten; Gersfeld; Oberthulba; Stangenroth
Zeitangabe 2.1809
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am 14 Februar Fastnachts=Dinstage 1809 Abends 8-9 erhob sich auf dem Kreuzberge bis auf 6 Stunden in seinem Umkreise bei rabenschwarzer Finsterniß ein schreckbares Donnerwetter mit tosendem Sturmwinde und mit so heftigen Schlägen, daß die Fenster erzitterten und die Häuser erkrachten. Die Bewohner der Dörfer Weißbach, Gefäll, Bremich, Riedenberg, Oberbach, Burgwallbach, Schmalwasser, Sandberg, Langenleiten, Gersfeld, Oberthulba und Stangenroth glaubten nicht anders, als der jüngste Tag sei herangekommen. Sie flohen aus den Wirthshäusern vom Tanze in ihre Wohnungen, wo sie heulend und jammernd betheten, und sich der Barmherzigkeit Gottes empfahlen. Zum Unglücke war dieses Ungewitter eingetroffen, nachdem schon im vorhergehenden Monate November ein Sächsischer Kalenderverkäufer unter den dasigen Einwohnern die traurige Prophezeiung von dem nahen Ende der Welt verbreitet hatte, und in allen furchtsamen Gemüthern herrschte der schreckhafte Gedanke, daß durch Erdbeben und Vulkane die Berge und Felsen zerschmettert werden, Städte und Dörfer versinken, oder durch den Schwefelgestank die Menschen und Thiere ersticken würden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.11.2014
Beleg Beschreibung des heiligen Kreuzberges und seiner Umgebungen, in Hinsicht auf die Erzeugnisse und Schönheiten der Natur, mit statistischen, geschichtlichen und religiösen Bemerkungen von Franz Nikolaus Baur, Dom=Vicar zu Würzburg, gedruckt auf Kosten der Freunde des Verfassers bei Johann Stephan Richter, Würzburg 1816, Nachdruck 1988, S. 35–26
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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