Datensätze

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Eintrag 2224
Schlagworte Gewitter; Hagel
Ortsangaben Darmstadt
Zeitangabe 14.2.1809
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 14. Februar 1809, Abends um 8 Uhr, zog von Westen her ein Gewitter über Darmstadt. Es war stark und anhaltend, und von häufigen Blitzen und Donnerschlägen und heftigen Regengüssen mit Hagel untermischt, begleitet. Zu Dieburg schlug das Wetter in ein Haus der Vorstadt ein, zersplitterte viele Fenster, zerschlug mehrere Gefache, doch entstand keine Entzündung. Die Mutter und zwei Töchter des Hauses wurden in Bewußtlosigkeit niedergeworfen, und der Vater wurde beraubt. Dieses Gewitter hat auch an mehreren Orten der dortigen Gegend eingeschlagen. Zu Paris war das Wetter nach 6 Uhr Abends am heftigsten.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.07.2007
Beleg Georg Wilhelm Justin Wagner: Hessisches Volksbuch oder Merkwürdigkeiten aus dem Vaterlande. Darmstadt 1834, S. 101f.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2230
Schlagworte Gewitter; Hagel; Orkan
Ortsangaben Darmstadt
Zeitangabe 26.10.1824
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 26. Oktober 1824 stieg in der Gegend von Darmstadt, gegen Abend, ein Gewitter auf, das theilweise von Hagel und einem wahren Orkan begleitet war.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.07.2007
Beleg Georg Wilhelm Justin Wagner: Hessisches Volksbuch oder Merkwürdigkeiten aus dem Vaterlande. Darmstadt 1834, S. 107.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2515
Schlagworte Regen, starker
Ortsangaben Darmstadt
Zeitangabe 24.3.1834
Quellenzeitangabe
Originaltext „Lieber Georg! Ich war wirklich nicht wenig erstaunt heute morgen, einen Brief von Dir zu erhalten, worin Du noch um Geld bittest. Im größten Regen ging ich sogleich in die Heyrische Buchhandlung und ließ mir eine Anweisung von 17 fl. 30 kr. an die dortige Buchhandlung geben.“
Brief von George Reuß aus Darmstadt an Georg Büchner nach Gießen vom 24. März 1834. Reuß war der Onkel von Büchner.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   05.07.2008
Beleg Georg Büchners Werke und Briefe. Gesamtausgabe im Insel-Verlag Leipzig, 1967, S. 545.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 2981
Schlagworte Nässe; Kälte; Spätfrost
Ortsangaben Darmstadt
Zeitangabe 5.1873
Quellenzeitangabe
Originaltext Darmstadt, 5. Juni. Die Witterung im Mai verläugnete vollständig den eigentlichen Charakter des Monats; statt vorherrschend sonnige und warme Tage zu bringen, zeigte er sich wetterwendisch, kühl und feucht. Diese Eigenschaften milderten aber gerade den Schaden, welchen die Fröste in der letzten Woche des Aprils angerichtet hatten. Sie waren der betroffenen Vegetation weit wohltätiger, als eine trockene warme Luft. Verderblich wirkte aber auch Schneefall und Kälte, sowie die fortgesetzten starken Niederschläge im Mai auf eine wahre Plage des Landmanns, die Mäuse; sie sind nahezu verschwunden. – Die höchste Temperatur des Monats ergab sich am 18. mit 19°R., die tiefste am 16. mit 3,3°R. – Eine seltene Erscheinung ist die mittlere Temperatur von nur 9,55°R.; sie blieb gegenüber dem für Darmstadt aus der Periode 1830/60 für den Mai berechneten Mittel von 12,59°R. um 3,04°R. zurück. Nur einmal in der Periode 1830/79 und zwar im Jahre 1871, zeigte sich die mittlere Temperatur des Monats mit 9,43°R. geringer. Regentage brachte der Monat 18, Gewitter 8 an 4 Tagen. Die Höhe der atmosphärischen Niederschläge betrug 7,563 Centimeter, die vorherrschende Windrichtung war die südwestliche. Höchster Barometerstand 27’’9,31’’’ am 11., tiefster 24’’2,49’’’ am 3., mittlerer 27’’6.01’’’.“
Bemerkungen Aus der Darmstädter Zeitung.
Bearbeitungsstand   06.06.2009
Beleg Heimatkundlicher Arbeitskreis innerhalb der Evangelischen Kirchengemeinde Villingen/Nonnenroth (Hrsg.): Orts-Chronik des evangelischen Kirchenspiels Villingen und Nonnenroth (auf die Eintragungen von Nonnenroth wurde nur hingewiesen.) 1. Teil von 1858-1900. Villingen 2006, S. 58.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 4436
Schlagworte Schneemassen; Schneeräumarbeiten; Schneedecke, geschlossene
Ortsangaben Darmstadt; Bessungen; Traisa
Zeitangabe 29.12.1886
Quellenzeitangabe
Originaltext Darmstadt: Ein hübscher Zug wird von unserm Großherzog gemeldet. Mittwoch voriger Woche befuhr der Bessunger Gemeindeschlitten, den der Straßenmeister geliehen hatte, die Kreisstraße, um die Fahrbahn vom Schnee zu befreien. Kurz vor Traisa begegnete dem Schlitten eine Bauernfrau mit einem Korbe auf dem Kopf, die, mochte sie wollen oder nicht, in den massenhaft angehäuften Schnee zur Seite treten mußte. Kaum war der Schlitten vorbei, so kam der Großherzog per Schlitten desselben Wegs gefahren und die Frau mußte abermals in den Schnee ausweichen. Der hohe Herr ließ jedoch, bei der Frau angekommen, still halten, der Lakai mußte den Korb in den Schlitten heben und schließlich auch der Frau hineinhelfen. So beladen fuhr des Großherzogs Schlitten nach Traisa hinein und setzte seine Begleiterin dort ab.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   12.12.2017
Beleg Lauterbacher Anzeiger vom 1.1.1887, S. 4.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4540
Schlagworte Sommergewitter, schweres; Regen; Wolkenbruch; Hagel; Überschwemmungen; Gebäudeschäden; Tote; Tiere, getötete
Ortsangaben Mainz; Wiesbaden; Gaulsheim; Gau-Algesheim; Schornsheim; Bechtolsheim; Budenheim; Himmighofen; Darmstadt; Bessungen; Gimsheim; Offenbach; Rastätten; Mommernheim; Lörzweiler; Harxheim; Dienheim; Nieder-Saulheim; Sauerschwabenheim
Zeitangabe 16.7.1881 - 17.7.1881
Quellenzeitangabe
Originaltext "Mainz, 17. Juli [1881]. Unsere Stadt und die Umgebung wurde gestern Abend von einem schweren Unwetter heimgesucht. Gegen halb 7 Uhr zogen sich mehrere Gewitter, vom Taunus herkommend, über unsere Stadt zusammen und bald raste ein furchtbarer Sturm, untermischt mit einem wolkenbruchartigen Regen und Hagel, über unsere Stadt. Die ganze Natur schien in Aufregung, von allen Seiten zuckten die Blitze und furchtbar rollte der Donner. Ueber eine Viertelstunde dauerte dieser Zustand, das Wasser in den Straßen glich einem reißenden Strom; über einen Fuß hoch wälzte es sich dahin und setzte Keller und viele Parterre=Räume unter Wasser. Konnte schon aus diesem Grunde Niemand eine Straße passiren, so wäre dies geradezu lebensgefährlich gewesen. Der dahin rasende Orkan riß alles, was nicht sehr befestigt war, zusammen; tausende von Fensterscheiben wurden zertrümmert, die Straßen waren mit Glas, Blumenstöcken und Dachschiefern besäet, Schornsteine stützten zusammen, es war mit einem Wort ein Bild der größten Aufregung.
- G e w i t t e r . Ueber das schwere Gewitter am Samstag wird von allen Seiten berichtet. Auf dem Wege nach Wiesbaden ist ein Mann vom Blitz getroffen worden und zwischen Gaulsheim und Gau=Algesheim wurde ein Pferd, welches an einen Wagen gespannt war, erschlagen. In Schornsheim schlug der Blitz in die Kirche, in Bechtolsheim in das Rathaus; beide Gebäude sind abgebrannt. In Budenheim fuhr der Strahl in einen Baum, unter welchem zwei Kinder saßen, eines derselben wurde betäubt davon getragen. In Himmighofen wurde ein Knecht, der Klee holte, nebst seinen zwei Pferden erschlagen. In Wiesbaden hat der Blitz in zwei Häuser der oberen Adelhaidstraße und in ein Haus am Schiersteinerweg eingeschlagen, ohne zu zünden. Ein Arbeiter, der während des Gewitters an einem Karusselle unter den Eichen mit einen eisernen Werkzeuge hantirte, wurde von einem nahevorbeigehenden Blitzstrahl zur Erde geschleudert, war mehrere Stunden bewußtlos, ist jedoch wieder hergestellt. In Darmstadt schlug der Blitz zwei Mal ein, ohne erheblichen Schaden anzurichten. Ebenso in der Bessunger Gemarkung. In Gimsheim schlug der Blitz in einen Stall und tödtete zwei Kühe und Ziege. Der Stall und eine daneben liegend Scheuer brannten ab. In Offenbach fuhr der Blitz in eine Linde von 0,5 Meter Dicke und zerstörte den Baum total. Von großen Verwüstungen durch Hagel und Regen wird außerdem aus Rastätten, Mommernheim, Lörzweiler, Harxheim, Dienheim, Nieder=Saulheim, Sauerschwabenheim und anderen Orten berichtet."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   25.03.2020
Beleg Lauterbacher Anzeiger vom Samstag, den 23.7.1881, S. 3
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4544
Schlagworte Bäume, erfrorene
Ortsangaben Darmstadt
Zeitangabe 12.1878 - 3.1880
Quellenzeitangabe
Originaltext "In unserm Großherzogthum berechnet man den Schaden, den der Winter den Obstbäumen angethan hat, auf 6-7 Millionen Mark. Ein Dutzend Jahre sind nöthig, um den Verlust zu ersetzen."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   25.03.2020
Beleg Lauterbacher Anzeiger vom Samstag, den 26.6.1880, S. 2
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4562
Schlagworte Eislaufen; Frost
Ortsangaben Darmstadt
Zeitangabe 8.1.1824
Quellenzeitangabe
Originaltext "Glück hatte ein Kupferstecher namens Felsing, der am 8. Januar 1824 beim Eislaufen auf dem Großen Woog in Darmstadt ins Eis einbrach. Er wurde durch den mutigen Einsatz des im 2. Garderegiment stehende Hornisten Odé gerettet, der kurzerhand ins Wasser sprang, den Verunglückten „mit der einen Hand bey den Haaren“ fasste und „mit der andern Hand aber das Eis vor sich aufgeschlagen“ hat, unterstützt durch den (Lehr-)Kandidaten Kahl (HStAD Best. D 12 Nr. 8/12, Digitalisat online)."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   08.04.2020
Beleg Dorothee A.E. Sattler: Eislaufen – (k)ein ganz harmloses Vergnügen, https://landesarchiv.hessen.de/schlittschuhlaufen [abgerufen 08.04.2020]
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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