Datensätze

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Eintrag 1374
Schlagworte Wolkenbruch; Unwetter; Hochwasser; Überschwemmung; Hochwasserschäden
Ortsangaben Thalitter; Dorfitter; Ense; Itter, Fluss
Zeitangabe 4.8.1885
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 4. August 1885, abends gegen 7 Uhr wurde von einigen Ortseinwohnern in unmittelbarer Nähe des Itterbettes ein eigentümlicher, fast schwefelartiger Geruch wahrgenommen, welchem bald ein sich längs des Flusses fortbewegende Nebelmasse folgte. Außerdem bemerkte man ein zunehmendes Wachsen des Wasserspiegels, und kaum, daß die in nächster Nähe des Itterbettes befindlichen leicht verschwemmbaren Gegenstände beiseite geschafft wurden, so war auch schon das Wiesenthal rechts und links des Flüßchens in einen See verwandelt. Bald darauf brachte man von Dorf-Itter aus die Nachricht von einem oberhalb Ense gefallenen Wolkenbruche, der dort großen Schaden angerichtet haben sollte Auch Dorf-Itter soll schwer gelitten haben. Erst gegen 11 Uhr nachts legte sich die Wut des aufgeregten Elements.“
Bemerkungen Schulchronik Thalitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 10.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1379
Schlagworte Hagel; Unwetter; Flurschäden; Hochwasser; Überschwemmung; Bodenerosion; Kollekte für Geschädigte
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 19.5.1888
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 19. Mai und 26. Juni hatte die hiesige Feldmark ein großes Hagelwetter und Wasser zu bestehen. Der Hagel that weniger Schaden, doch durch das Wasser wurden die Wiesen des Thales überschwemmt und der Ackerboden fortgeschoben in den Bach hinein, besonders groß ist der Schaden in dem Bergethal und der Marbach; auch das Kuhbachthal hat gelitten, wie überhaupt wohl kein Acker-oder Wiesenstück gänzlich verschont geblieben ist. Aus einer Sammlung wurde den Beschädigten (der angerichtete Schaden war auf l0215 M. amtlich geschätzt) eine Unterstützung von 785 M. zuteil, für welche zum Teil Saatkorn angeschafft wurde.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 11.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1380
Schlagworte Hagel; Unwetter; Flurschäden; Hochwasser; Überschwemmung; Bodenerosion; Kollekte für Geschädigte
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 26.6.1888
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 19. Mai und 26. Juni hatte die hiesige Feldmark ein großes Hagelwetter und Wasser zu bestehen. Der Hagel that weniger Schaden, doch durch das Wasser wurden die Wiesen des Thales überschwemmt und der Ackerboden fortgeschoben in den Bach hinein, besonders groß ist der Schaden in dem Bergethal und der Marbach; auch das Kuhbachthal hat gelitten, wie überhaupt wohl kein Acker-oder Wiesenstück gänzlich verschont geblieben ist. Aus einer Sammlung wurde den Beschädigten (der angerichtete Schaden war auf l0215 M. amtlich geschätzt) eine Unterstützung von 785 M. zuteil, für welche zum Teil Saatkorn angeschafft wurde.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 11.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1394
Schlagworte Trrockenheit, große; Sommerfrüchte schlecht aufgegangen; Pflanzenwachstum, geringes; Wiesen, vertrocknete; Mißernte, Heu; Roggenernte, mittelmäßige; Mißernte, Sommerfrüchte
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „Das Jahr 1893 versprach ein recht fruchtbares zu werden. Schon den ganzen Februar hindurch hatten wir das schönste Frühlingswetter. Der Stand der Wintersaaten war daher ein überaus günstiger und vielversprechender. Im März wurden die Sommerfelder bestellt und teilweise besät. Der später erwartete Regen zum Aufgang und weiteren Aussaat blieb aus. Der Aufgang war daher ein sehr spärlicher und ungleich mäßiger. Es folgte ein trockener heißer Sommer, sodaß das Grün der Wiesen verschwand und die Frucht auf dem Lande vertrocknete. Die Heuernte war in Folge dessen auf den Wiesen, welche nicht gewässert werden, eine sehr spärliche. Die Winterfrucht gedieh durch die Winterfeuchtigkeit des Bodens noch ziemlich, so daß die Kornernte eine über mittelmäßige zu nennen ist. Erst anfang August kam der erste durchdringende Regen, für Kartoffeln und Gemüse noch recht, für die Sommerfrüchte zu spät. Der Nachschlag, so wie der anfangs ungleichmäßige Aufgang derselben beeinträchtigte die Ernte, welche eine sehr spärliche zu nennen ist. Ein Stück Land, welches sonst Wagen voll lieferte, gibt jetzt nur wenige Bundevon geringer Güte. In der nahen Edder-und Orkegegend ist der Ernteertrag noch geringer; der hiesige Kalkboden hält die Feuchtigkeit noch besser als der dortige Schieferboden.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 13-14.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1395
Schlagworte Winter, kurzer
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1893 - 1894
Quellenzeitangabe
Originaltext „In Folge der großen Dürre des Vorjahres, auch in Folge des kurzen Winters (im Februar schon hatten wir das prächtigste Frühlingswetter) fehlte es dem Boden an der nötigen Winterfeuchtigkeit. Die erst später, an manchen Orten zu spät eintretende feuchte Witterung bewirkte dennoch ein fruchtbares Erntejahr. Die reiche Ernte verursachte einen erheblichen Preisniedergang der Frucht, sodaß der Bauer auf eine rentablere Viehzucht bedacht nehmen mußte, um seine Rechnung zu finden.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 14.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1396
Schlagworte Ernte, fruchtbare; Getreidepreise, fallende
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1894
Quellenzeitangabe
Originaltext „In Folge der großen Dürre des Vorjahres, auch in Folge des kurzen Winters (im Februar schon hatten wir das prächtigste Frühlingswetter) fehlte es dem Boden an der nötigen Winterfeuchtigkeit. Die erst später, an manchen Orten zu spät eintretende feuchte Witterung bewirkte dennoch ein fruchtbares Erntejahr. Die reiche Ernte verursachte einen erheblichen Preisniedergang der Frucht, sodaß der Bauer auf eine rentablere Viehzucht bedacht nehmen mußte, um seine Rechnung zu finden.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 14.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1397
Schlagworte Ernte, gute; Fruchtpreise, niedrige
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1895
Quellenzeitangabe
Originaltext „Das Jahr 1895 war ein fruchtbares Jahr. Die Ernte war über Mittelernte. Frucht- und Viehpreise halten sich niedrig.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 14.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1398
Schlagworte Ernte, mittlere; Fruchtpreise, geringe
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1896
Quellenzeitangabe
Originaltext „Das Jahr 1896 war ein günstiges Erntejahr. Leider verlor die Ernte durch das anhaltende Regenwetter während der Erntezeit sehr an Güte. Die Fruchtpreise hielten sich auf geringer Höhe.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 14.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1399
Schlagworte Ernte, gute; Fruchtpreise, durchschnittliche
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1897
Quellenzeitangabe
Originaltext „Das Jahr 1897 war ebenfalls ein günstiges Erntejahr und hielten sich die Früchte auf dem Mittelpreis.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 14.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1400
Schlagworte Winter, milder
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1897 - 1898
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext Der Winter 1897/ 98 war gelind, brachte viel Regen, Nebel, aber wenig Kälte.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 14.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1409
Schlagworte Ernte, gute; Frühjahr, naßkaltes; Sommer, trockener; Getreidepreise, hohe; Viehpreise, hohe
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1898
Quellenzeitangabe
Originaltext „Das Jahr 1898 war überhaupt ein sehr fruchtbares Jahr. Auf das naßkalte Frühjahr folgte ein trockener Sommer. Die sehr reichlichen Ernteerträge konnten bei dem prächtigsten Wetter eingebracht werden. Vieh- und Getreidepreise halten sich hoch. Der Centner Schweinefleisch kostet lange Zeit 58-62 M. Erst im Februar ist er auf 48 M. heruntergegangen. Solchen Einnahmen gegenüber mußte der landwirtschaftliche Klageschrei verstummen. Der Winter 1898/99 ist sehr gelind, was den Bahnarbeiten sehr förderlich ist.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 15.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1410
Schlagworte Winter, milder
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1898 - 1899
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „Der Winter 1898/99 ist sehr gelind, was den Bahnarbeiten sehr förderlich ist.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 15.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1411
Schlagworte Maiwetter, herrliches; Ernte, reiche; Fruchtpreise, durchschnittliche; Viehpreise, durchschnittliche; Influenza, winterliche
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1899
Quellenzeitangabe
Originaltext „Erst Ende März 1899 bringt etwas Schnee und Kälte, ohnejedoch die Eisenbahnarbeiten ins Stocken zu bringen. Infolge des gelinden Winters mit oft anhaltendem Nebel kamen viele Krankheitsfälle, meistens an Influenza vor, ohne jedoch erhebl. Sterbefälle zu verursachen. In folge des herrlichen Maiwetters hob sich der Gesundheitszustand. Auch den Winter- und Sommerfrüchten kam das herrliche Frühlingswetter sehr zu statten. Das Jahr 1899 war daher ein reiches Erntejahr, wovon die zahlreichen Strohhaufen auf den Feldern Zeugnis geben. Mit Ausnahme der Heuernte herrschte prächtiges Erntewetter. Frucht- und Viehpreise hielten sich in mittleren Grenzen. Der Bahnbau schreitet rüstig vorwärts; die auswärtigen Arbeiter verlassen nach und nach die Gegend. Den einheimischen Arbeitern bietet sich noch fortdauernd lohnender Erwerb.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 15-16.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   

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