Datensätze

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Eintrag 2242
Schlagworte Regen; Schneeschmelze; Hochwasser; Überschwemmung
Ortsangaben Rhein; Gerau; Wolfskehlen; Dornberg
Zeitangabe 1.1651
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Januar 1651 regnete es acht Tage lang, und der Rhein wurde sowohl dadurch, als auch durch den geschmolzenen Schnee so stark, daß er bis Wolfskehlen, Gerau, Dornberg und andere Orte reichte.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.07.2007
Beleg Georg Wilhelm Justin Wagner: Hessisches Volksbuch oder Merkwürdigkeiten aus dem Vaterlande. Darmstadt 1834, S. 156.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3493
Schlagworte Hochwasser; Rückgang des Hochwassers; Hochwasserwache, Ende der
Ortsangaben Leeheim; Rhein, Fluss; Dornberg
Zeitangabe 1764
Quellenzeitangabe
Originaltext „Vom Hochwasser 1764 berichtet der hiesige Oberschultheiß an das Ober-Amt Dornberg, daß der Rhein, ,welcher bis daher so viele motus und turbor gemacht‘, so stark gefallen sei, daß der Deichknecht die Wache aufgegeben habe.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Adam Weiss und Rudolf Schwartz: Heimatbuch der Gemeinde Leeheim, Griesheim 1966, S. 28.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3585
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Aushebung von Abzugsgräben
Ortsangaben Rhein, Fluss; Dornberg; Leeheim
Zeitangabe 29.3.1784
Quellenzeitangabe
Originaltext „Als sich Anfang Februar 1784 wiederum Hochwasser ankündigte, wurde auf Anordnung des Oberamtes Dornberg das Vieh aus den vom Wasser bedrohten Lagen des Dorfes herausgenommen und in den Hofreiten des Oberdorfes einquartiert. Auch von Dornheim wurde Vieh – 99 Pferde, 136 Rinder, 139 Schweine – in Leeheim untergebracht. Die Überschwemmung kam und setzte das Unterdorf unter Wasser. Die Not zwang zu besonderen Maßnahmen: man wandte sich an die Beisassen mit der Bitte um tatkräftige Unterstützung:
Actum Leeheim am 29. Merz 1784
Nachdem durch die große Wassernot die Felder so unter Wasser gesetzt wurden, daß die tiefliegenden Felder nicht anders als durch Aushebung der Abzugsgräben weggeschafft werden kann, dieses aber um so weniger einen Verschub leidet, als die Saat vor der Tür steht und zu desto mehrerer und geschwinderer Beförderung der Sache und damit die Felder baldmöglichst vom Wasser befreit und die Leute desto eher zur Saat kommen möchten, (so wurden) sämtliche Beisassen zur Hülfe aufgefordert und ihnen die Notwendigkeit, daß in der Not auf kein Recht oder sonstige Entschuldigung gesehen und Rücksicht genommen werden und sie demnach als Miteinwohner bei diesen und dergleichen Fällen sich keineswegs ausschließen und um so weniger dieser Hülfe sich entziehen könnten, als alle diese Gräben auch das Gewässer aus dem Ort einfolglich auch aus ihren Hofreiten mit wegnehme. Um aber von Seiten der Gemeinde einige Erkenntlichkeit zu zeigen, so wurden ihnen an der Remiße am Hoffeldchen und Flurgraben aus freiem, ungezwungenen Willen der Gemeinde ein gleiches Anteil wie einem Gemeindsmann unter der Bedingung für diesmal verabreicht, daß dieses keineswegs als ein Recht angesehen, sondern nur als eine Wohltat und freiwilliges Geschenk betrachtet und also bei der Nachkommenschaft erkannt werden sollte.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.09.2011
Beleg Gemeinde in Nöten. A. Wasser, Kälte, in: Adam Weiss und Rudolf Schwartz: Heimatbuch der Gemeinde Leeheim, Griesheim1966, S. 26-40, hier S. 28–29.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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