Datensätze

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Eintrag 3494
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Getreidemissernte; Schafweide überschwemmt und verschlammt; Dammarbeiten
Ortsangaben Leeheim; Rhein, Fluss; Dornheim
Zeitangabe 26.7.1758 - 29.7.1759
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Bericht über die Überschwemmung 1758 ist in der Festschrift des Männergesangvereins 1853 Leeheim gemäß Kirchenchronik veröffentlicht.
Aus den Gemeinderechnungen 1758 entnehmen wir, daß die Früchte der kleinen Staffel, der großen Staffel und des Wasem total verdorben, daß vom 26. Juli des Jahres bis zum Peterstag 1759 die Schafweide überschwemmt und wegen des zurückgebliebenen Schlamm nicht genutzt werden konnte, daß die Pferde und Kühe in den Gehaborner Wald getrieben wurden, und die Gemeinde Griesheim gestattete, daß die Fohlen aus Leeheim die Weide nutzen dürften. Die Gemeinde erließ den Pächtern der Schafweide die Pacht für ein Jahr. Weiter kaufte man einen Nachen für die Gemeinde. Die Zimmerleute des Dorfes und Helfer hatten auf dem, Landdamm eine Hütte errichtet, von wo aus sie die Arbeiten am Damm ausführten. Sie wurden mit Hilfe des Nachens von Leeheim aus mit Nahrung, Bau- und Brennmaterial versorgt. Dornheim half der Gemeinde, indem es aus Vorratsbeständen 2 Malter und 3 Simmer Kleie lieferten. Alle etwa 3000 in der Gemeinde hergestellten Faschinen und viele Pfähle mussten für den Dammbau abgeliefert werden.“
Bemerkungen Peterstag = Peter und Paul 29. Juni
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Adam Weiss und Rudolf Schwartz: Heimatbuch der Gemeinde Leeheim, Griesheim 1966, S. 28f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3502
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Eisstand; Tauwetter; Kälteeinbruch
Ortsangaben Leeheim; Rhein, Fluss; Dornheim; Ried; Biebesheim; Crumstadt; Goddelau; Hofheim; Erfelden
Zeitangabe 1.1.1651 - 27.2.1651
Quellenzeitangabe
Originaltext „1651 eines der gefährlichsten Hochwasserjahre im Ried. Der Rhein war zugefroren. Neujahr trat aber Tauwetter ein. Der dreifußhohe Schnee schmolz, und der noch vom Herbst her hochgebliebene Wasserspiegel des Rheins stieg bis an den Damm. Bald strömte das Wasser über den Biebesheimer Landdeich. Mit Schnee wurde gedämmt. Schließlich wurde es empfindlich kalt. Am Freitag, den 27. Februar, waren Crumstadt, Goddelau und Hofheim (Philippshospital) unter Wasser. Noch immer stand das Rheineis. Erfelden wurde auf Befehl geräumt. Das Wasser stieg. Gegen Mittag schien Stillstand zu sein; doch gegen Abend schwoll es immer höher. Gegen 11 Uhr ertönte ein mächtiges Brausen. Das Wasser lief über die Dämme und setzte Erfelden und Leeheim unter Wasser.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Adam Weiss und Rudolf Schwartz: Heimatbuch der Gemeinde Leeheim, Griesheim 1966, S. 26f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3503
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Dammschäden; Dammbauarbeiten
Ortsangaben Leeheim; Rhein, Fluss; Poppenheim; Nierstein; Erfelden; Bensheimer Hof; Geinsheim; Trebur; Astheim; Wallerstädten; Groß-Gerau; Dornheim; Hof Hayna
Zeitangabe 1433
Quellenzeitangabe
Originaltext „Die älteste Urkunde, die indirekt von Wassernot redet, stammt von 1433. In ihr wird festgelegt, den Landdeich, der sich vor seiner Zerstörung von Pfopfenheim (Poppenheim) bis Nierstein hinzog, wieder herzustellen. Man veranschlagte 10 Jahre für den Bau. … Die Kosten teilten sich folgende rechtsrheinische Siedlungen: Erfelden, Bensheimer Hof, Leeheim, Geinsheim, Trebur, Astheim, Wallerstädten, Groß-Gerau, Dornheim und Hof Hayna. – Es fällt auf, daß Poppenheim nicht mehr erwähnt ist. Vermutlich war der Bruch des Landdammes der Grund für den Untergang des Dorfes."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Adam Weiss und Rudolf Schwartz: Heimatbuch der Gemeinde Leeheim, Griesheim 1966, S. 26.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4037
Schlagworte Dammbau
Ortsangaben Rhein, Fluss; Oppenheim; Nierstein; Schwabsburg; Dexenheim; Erfelden; Poppenheim; Leeheim; Geinsheim; Trebur; Astheim; Wallerstädten; Gerau; Dornheim; Hahn; Eberbach; Hessisches Ried
Zeitangabe 1433
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1433 wird von den Dammbaumaßnahmen des Grafen Johann von Katzenelnbogen im Kreis Groß-Gerau berichtet. In der damaligen Deichordnung vereinbarte er mit den Gemeinden Oppenheim, Nierstein, Schwabsburg und Dexenheim (wegen ihrer rechtsrheinischen Alemende) und den Rieddörfern Erfelden, Poppenheim, Leeheim, Geinsheim, Trebur, Astheim, Wallerstädten, Gerau, Dornheim, Hahn und dem Kloster Eberbach (klösterlicher Besitz waren die Güter Bensheimerhof, Hof Hayna und der Riedhäuser Hof), dass der Deich in den kommenden zehn Jahren hinab von Poppenheim bis Nierstein wieder herzustellen sei. Außerdem wurden zwei Deichschützen zur Überwachung ernannt. Sie hatten auch das Deichgeld von denen einzutreiben, deren Äcker, Wiesen und Vieh durch den Deich geschützt wurden. 1434 weigerte sich der ,mäinzische‘ Schultheiß, für neu gekaufte ,mäinzische‘ Güter Deichgeld zu zahlen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   12.10.2013
Beleg Norbert Hämel: Leben mit dem Rhein – Ein stetiger Kampf mit dem Hochwasser, in: Astheim – Geschichte und Geschichten, hg. v. Organisationskomitee 1150 Jahre Astheim, Trebur 1999, S. 313–315, hier S. 313.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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