Datensätze

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Eintrag 4175
Schlagworte Regen, viel; Wind, starker; Sonnenschein, vereinzelter; Nebel; Dunst; Schneeregen
Ortsangaben Rhön; Kreuzberg
Zeitangabe 9.5.1816
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am 9 Mai stand der Luftwäger Morgens 6 Uhr auf 6° und Nachts 10 Uhr auf 7°. Wir hatten viel Regen vom Morgen an mit heftig stürmenden und scharfen Nord-West=Westwinden. Um 8 Uhr erhob sich schwarzer düsterer Nebel vom Dammersfelde und von den beiden Auersbergen her. Mittags um 1 Uhr standen die Waldungen des großen Auersberges (Fußnote: Der natürlichste und sicherste Wetterprofet für die hiesigen Anwohner ist der große Auersberg; denn so bald auf diesem das geringste Nebelchen oder die so genannten Rauchsäulen aufsteigen, heißt es: Aha! Die Gräfin Karoline macht wieder Kaffee, d.i. oder bedeutet: wir bekommen Regen und Wind. Diese Beobachtung hat wirklich, seit meinem Hiersein, immer zugetroffen, und die Sage rührt vermuthlich aus der Vorzeit, wo das jetzt in Trümmern liegende Bergschloß Auersberg bewohnt war.) in dampfendem grauen Rauche, welcher vom Westwinde flüchtig gegen Osten getrieben wurde. Es folgten starke Regengüsse und mit unter etwas Sonnenschein; Abends um 4 Uhr Nebel und Regen mit Kieseln, und Nachts von 8 bis 10 Uhr starker Regen mit tobenden Winden. Wunderschön war Nachmittags der Anblick, da man von dem Dammersfeld mächtige Wassergüsse den Berg herab der Sinn zu stürzen sah. Bei flüchtigen Sonnenblicken schien diese Gegend auf einige Stunden Weges wie mit einem glänzenden Spiegel überzogen, und das reitzende (sic!) Grün der Wiesen hob den Strahlenglanz noch mehr."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.11.2014
Beleg Beschreibung des heiligen Kreuzberges und seiner Umgebungen, in Hinsicht auf die Erzeugnisse und Schönheiten der Natur, mit statistischen, geschichtlichen und religiösen Bemerkungen von Franz Nikolaus Baur, Dom=Vicar zu Würzburg, gedruckt auf Kosten der Freunde des Verfassers bei Johann Stephan Richter, Würzburg 1816, Nachdruck 1988, S. 273–274
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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