Datensätze

Seite: 1

Eintrag 3502
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Eisstand; Tauwetter; Kälteeinbruch
Ortsangaben Leeheim; Rhein, Fluss; Dornheim; Ried; Biebesheim; Crumstadt; Goddelau; Hofheim; Erfelden
Zeitangabe 1.1.1651 - 27.2.1651
Quellenzeitangabe
Originaltext „1651 eines der gefährlichsten Hochwasserjahre im Ried. Der Rhein war zugefroren. Neujahr trat aber Tauwetter ein. Der dreifußhohe Schnee schmolz, und der noch vom Herbst her hochgebliebene Wasserspiegel des Rheins stieg bis an den Damm. Bald strömte das Wasser über den Biebesheimer Landdeich. Mit Schnee wurde gedämmt. Schließlich wurde es empfindlich kalt. Am Freitag, den 27. Februar, waren Crumstadt, Goddelau und Hofheim (Philippshospital) unter Wasser. Noch immer stand das Rheineis. Erfelden wurde auf Befehl geräumt. Das Wasser stieg. Gegen Mittag schien Stillstand zu sein; doch gegen Abend schwoll es immer höher. Gegen 11 Uhr ertönte ein mächtiges Brausen. Das Wasser lief über die Dämme und setzte Erfelden und Leeheim unter Wasser.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Adam Weiss und Rudolf Schwartz: Heimatbuch der Gemeinde Leeheim, Griesheim 1966, S. 26f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3503
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Dammschäden; Dammbauarbeiten
Ortsangaben Leeheim; Rhein, Fluss; Poppenheim; Nierstein; Erfelden; Bensheimer Hof; Geinsheim; Trebur; Astheim; Wallerstädten; Groß-Gerau; Dornheim; Hof Hayna
Zeitangabe 1433
Quellenzeitangabe
Originaltext „Die älteste Urkunde, die indirekt von Wassernot redet, stammt von 1433. In ihr wird festgelegt, den Landdeich, der sich vor seiner Zerstörung von Pfopfenheim (Poppenheim) bis Nierstein hinzog, wieder herzustellen. Man veranschlagte 10 Jahre für den Bau. … Die Kosten teilten sich folgende rechtsrheinische Siedlungen: Erfelden, Bensheimer Hof, Leeheim, Geinsheim, Trebur, Astheim, Wallerstädten, Groß-Gerau, Dornheim und Hof Hayna. – Es fällt auf, daß Poppenheim nicht mehr erwähnt ist. Vermutlich war der Bruch des Landdammes der Grund für den Untergang des Dorfes."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Adam Weiss und Rudolf Schwartz: Heimatbuch der Gemeinde Leeheim, Griesheim 1966, S. 26.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3586
Schlagworte Frost; Eisdecke, befahrbare; Tauwetter; Eisgang; Kälteeinbruch; Hochwasser; Deichbruch; Überschwemmung
Ortsangaben Rhein, Fluss; Mainz; Biebesheim; Stockstadt; Erfelden; Leeheim
Zeitangabe 9.12.1788 - 2.1789
Quellenzeitangabe
Originaltext „Von einem sehr kalten Winter wird 1788-89 berichtet. Bereits am 9. Dezember war die Eisdecke des Rheins so stark, daß „Lastwagen“ darüber fahren konnten. Am 27. Januar 1789 setzte Tauwetter ein. Mit Kanonenschüssen wurde die Bevölkerung des Rieds von Mainz aus gewarnt. Nach einem erneuten Kälteeinbruch stauten sich die Eismassen abermals, der Abfluß des Wassers wurde gehemmt. Die Flut durchbrach bei Biebesheim an 5 Stellen zugleich den Landdeich, und innerhalb von 10 Stunden stand das ganze Dorf (Biebesheim) vollständig unter Wasser. Stockstadt, Erfelden, Leeheim und andere Riedorte wurden von demselben Schicksal ereilt. Viele Gebäude standen ganz, andere bis an die Fenster unter Wasser. Die Leute jammerten nach Brot. Den meisten Menschen fehlte es an Holz zur Feuerung. Sie waren genötigt, die Fußböden aufzureißen und zu verbrennen. In manchen Stuben warn 20 Menschen zusammengedrängt, worunter sich Kranke und Wöchnerinnen befanden.
Eine besondere fürstliche Kommission wurde damals zur Hilfeleistung eingesetzt. Oppenheimer Schiffer brachten Lebensmittel. Im Laufe des Februar fiel der Rhein beträchtlich, und das Wasser in dem Überschwemmungsgebiet versickerte allmählich.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.09.2011
Beleg Gemeinde in Nöten. A. Wasser, Kälte, in: Adam Weiss und Rudolf Schwartz: Heimatbuch der Gemeinde Leeheim, Griesheim1966, S. 26-40, hier S. 29 f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3590
Schlagworte Hochwasser; DammwachenRegen
Ortsangaben Rhein, Fluss; Leeheim; Erfelden
Zeitangabe 1792
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „1792 war es wieder nötig, die Dammwachen aufziehen zu lassen. Einer der Wächter schrieb beim Quittieren des kleinen Betrags, den er für seine Tätigkeit erhalten hatte, folgende Bittschrift: Die von Erfelden bis an die Kammerfeld-Duhl die Wache zu haben bei großem Wasser ohne Schutz und Schirm bei Winterszeit fast nicht zu ertragen. So wollen wir gebeten haben, daß für die Wache ein Schirm möchte gemacht werden. Dann es öfters ganze Tägen und Nächten regnet, daß die Wache ihre Gesundheit einbüßet, ohne Schutz und Schirm zu sein.
Tatsächlich wurde vom Zimmermann auf dem Damm eine Hütte errichtet. Das übliche Holz wurde bereitgestellt und vorsorglich ein Kahn in Erfelden gekauft.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.09.2011
Beleg Gemeinde in Nöten. A. Wasser, Kälte, in: Adam Weiss und Rudolf Schwartz: Heimatbuch der Gemeinde Leeheim, Griesheim1966, S. 26-40, hier S. 30 f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4037
Schlagworte Dammbau
Ortsangaben Rhein, Fluss; Oppenheim; Nierstein; Schwabsburg; Dexenheim; Erfelden; Poppenheim; Leeheim; Geinsheim; Trebur; Astheim; Wallerstädten; Gerau; Dornheim; Hahn; Eberbach; Hessisches Ried
Zeitangabe 1433
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1433 wird von den Dammbaumaßnahmen des Grafen Johann von Katzenelnbogen im Kreis Groß-Gerau berichtet. In der damaligen Deichordnung vereinbarte er mit den Gemeinden Oppenheim, Nierstein, Schwabsburg und Dexenheim (wegen ihrer rechtsrheinischen Alemende) und den Rieddörfern Erfelden, Poppenheim, Leeheim, Geinsheim, Trebur, Astheim, Wallerstädten, Gerau, Dornheim, Hahn und dem Kloster Eberbach (klösterlicher Besitz waren die Güter Bensheimerhof, Hof Hayna und der Riedhäuser Hof), dass der Deich in den kommenden zehn Jahren hinab von Poppenheim bis Nierstein wieder herzustellen sei. Außerdem wurden zwei Deichschützen zur Überwachung ernannt. Sie hatten auch das Deichgeld von denen einzutreiben, deren Äcker, Wiesen und Vieh durch den Deich geschützt wurden. 1434 weigerte sich der ,mäinzische‘ Schultheiß, für neu gekaufte ,mäinzische‘ Güter Deichgeld zu zahlen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   12.10.2013
Beleg Norbert Hämel: Leben mit dem Rhein – Ein stetiger Kampf mit dem Hochwasser, in: Astheim – Geschichte und Geschichten, hg. v. Organisationskomitee 1150 Jahre Astheim, Trebur 1999, S. 313–315, hier S. 313.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

Seite: 1