Datensätze

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Eintrag 1411
Schlagworte Maiwetter, herrliches; Ernte, reiche; Fruchtpreise, durchschnittliche; Viehpreise, durchschnittliche; Influenza, winterliche
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1899
Quellenzeitangabe
Originaltext „Erst Ende März 1899 bringt etwas Schnee und Kälte, ohnejedoch die Eisenbahnarbeiten ins Stocken zu bringen. Infolge des gelinden Winters mit oft anhaltendem Nebel kamen viele Krankheitsfälle, meistens an Influenza vor, ohne jedoch erhebl. Sterbefälle zu verursachen. In folge des herrlichen Maiwetters hob sich der Gesundheitszustand. Auch den Winter- und Sommerfrüchten kam das herrliche Frühlingswetter sehr zu statten. Das Jahr 1899 war daher ein reiches Erntejahr, wovon die zahlreichen Strohhaufen auf den Feldern Zeugnis geben. Mit Ausnahme der Heuernte herrschte prächtiges Erntewetter. Frucht- und Viehpreise hielten sich in mittleren Grenzen. Der Bahnbau schreitet rüstig vorwärts; die auswärtigen Arbeiter verlassen nach und nach die Gegend. Den einheimischen Arbeitern bietet sich noch fortdauernd lohnender Erwerb.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 15-16.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 4449
Schlagworte Ernte, reiche; Getreidepreise, niedrige; Preise
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 1824
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1824 geriethen alle Früchte sehr wohl, die Erndte war sehr segensreich, und so stand es denn dem vorstehenden Jahre 1823, von dem noch alle Fruchtböden voll von Vorräthen lagen, vollkommen gleich. Eben daher kam es denn nun auch, daß die Früchte einen äußerst billigen Preis erhielten, den nicht nur die jetzt lebenden Menschen sich so niedrig zu erinnern wußten, sondern den auch, nach öffentlichen Berichten, selbst die ältesten Rentbücher nicht einmal aufzuweisen hätten, denn es kostete das Malter Korn 2 Rth 8 ggr, Weizen 2 Rth 20 ggr, Gerste 2 Rth 12 ggr, Hafer 16 ggr und Erbsen 2 ggr. Ob nun gleich auch der Ökonom bei solchen Fruchtpreisen nicht gut bestehen konnte, so hatte er doch auf der anderen Seite jetzt auch viel mehr als sonstens, und die segende Hand des Herrn wurde so gut Reichen als Armen zutheil.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 39.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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