Datensätze

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Eintrag 72
Schlagworte Starkregen; Erosion
Ortsangaben Sontra Amt
Zeitangabe 1.1604
Quellenzeitangabe
Originaltext "... weils selbiger zeit sehr geregnet / und die berge dero oerter von roter erden / daß von deme der teich sich also geferbet ..."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.10.2004
Beleg Wilhelm Dilich: Hessische Chronica, Cassel 1605, p. 351.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1662
Schlagworte Gewitter; Regen; Hagel; Feldschäden; Erosion
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 4.1821 - 5.1821
Quellenzeitangabe
Originaltext "1821 aus gangs abrill und anfangs im May gabs alle Tag gewiter Regen und hat sehr viel schaten gethan theils durch groß waßer theils durch schloßen, die früchten verschlagen und überschwimt ..."
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Hessens sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   26.06.2006
Beleg Aufzeichnung des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz.
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 3461
Schlagworte Wolkenbruch, mehrtägiger; Hangabbruch; Erosion
Ortsangaben Grüsselbach; Taft; Ulster; Werra; Standorfsberg; Rhön; Rasdorf; Gebäudeschäden
Zeitangabe 1749
Quellenzeitangabe
Originaltext "Der Bach Grüsselbach fließt am Fuße des westlichen Standorfberges unterhalb der Eisenbahnbrücke in die Taft, diese in die Ulster und schließlich zur Werra. … Der Standorfsberg ist Teil der Kuppenrhön … Durch die gewaltigen Wassermassen, resultierend aus einem mehrtägigen Wolkenbruch, wurde die steile Westseite des Standorfberges weggeschwemmt. Datiert wird dieses Unwetter auf das Jahr 1749, in Rasdorf auch als Katastrophenjahr bekannt. Wie mir Kurt Lehmann (KURT LEHMANN, Bericht über das Naturschutzgebiet (NSG) „Der Standorfsberg“) berichtete, hatte ihm Dr. Dr. Pralle das Ereignis in einem persönlichen Gespräch bestätigt. Wie lange diese Katastrophe mündlich überliefert wurde, beweist die Tatsache, das der alte Jakob Schreiber in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts noch von diesem Ereignis berichtete, bei dem das Wasser in der Grüsselbacher Kirche bis hoch zur Empore gestanden haben soll. Bei diesem Ereignis soll auch halb Rasdorf weggerissen worden sein. Nicht weniger Schäden dürfte das Unwetter auch in Grüsselbach angerichtet haben. Es wird vermutet, daß daraufhin der Standorfsberg auf Jahrzehnte wüst gewesen sein muß. Da aber der Standorfsberg bereits 1837 durch die Herren von Geyso durch Lehnbrief an die vier sogenannten Standorfsbauern aus Grüsselbach übergeben wurde, ohne Erwähnung von z.B. Schwierigkeiten in der Bewirtschaftung, bestätigt sich die Annahme des Katastrophenjahres 1749.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Winfried Walk: Der Standorfsberg bei Grüsselbach. Ein landeskundliches Bild aus der Hünfelder Vorderrhön, in: Buchenblätter, Beilage der Fuldaer Zeitung für Heimatfreunde 81 (2008), S. 17–18.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3472
Schlagworte Regen, anhaltender; Erosion; Hänge weggerissen; Unterspülungen; Gebäudeschäden; Todesopfer; Hauseinstürze
Ortsangaben Hersfeld; Kurhessen; Schmalkalden
Zeitangabe 24.11.1890 - 25.11.1890
Quellenzeitangabe
Originaltext „25. November [1890]: Gestern und heute großes Wasser in Folge anhaltenden Regens. An der Geis sind eine Anzahl Übergänge fortgerissen oder beschädigt, die Ufer und Wege verwühlt. Die hinterste Steinbrücke am Weg vom Peterstor nach dem Bahnhof hin ist in gefahrbringender Weise unterspült, an der vordersten hat die Stirnmauer Schaden gelitten. Die Wasserfluten erstrecken sich über ganz Mitteldeutschland. Größere Verwüstungen, Häusereinstürze, Verluste an Menschenleben und dergl. werden aus verschiedenen Orten unserer Provinz, besonders aus Schmalkalden, gemeldet.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4, zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 189f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3549
Schlagworte Wolkenbruch; Überschwemmung; Gebäudeschäden; Vieh, ertrunkenes; Erosion; Früchte, Schäden an; Wehr, weggespültes
Ortsangaben Wanfried
Zeitangabe 23.6.1841
Quellenzeitangabe
Originaltext 1841, Wanfried: "23. Juni. Niedergang eines Wolkenbruchs östlich der Stadt. Viele Häuser standen Fußhoch unter Wasser. Eine Scheune stürzte ein und eine größere Anzahl Gebäude erlitten erhebliche Beschädigungen. Zahlreiches Vieh fand seinen Tod in den Fluten. Groß war der Schaden an Früchten, Wegen und Gräben. Am härtesten wurde der Gattermüller Schweitzer betroffen. Das Wehr des Mühlbaches war weg- und an seiner Stelle ein 20 Fuß tiefes Loch gerissen."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.03.2011
Beleg Reinhold Strauss: Chronik der Stadt Wanfried, Wanfried 1908, S. 171f.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3555
Schlagworte Gewitter; Wolkenbruch; Überschwemmung; Blitzschlag; Gebäudeschäden; Erosion; straßen, verschlammte
Ortsangaben Wanfried; Mühlbach, Gewässer
Zeitangabe 20.5.1860
Quellenzeitangabe
Originaltext 1860, Wanfried: "20. Mai. Starkes Gewitter und Niedergang eines Wolkenbruchs in dem östlichen Gemarkungsteile. Der Blitz schlug in das alte Postgebäude, jedoch ohne zu zünden. Die niedergegangenen Wassermengen waren so groß, daß das Wasser plötzlich fußhoch durch die Gärten und Häuser des östlichen Teiles der Marktstraße drang. Der Mühlbach war zu einem reißenden Strome angeschwollen, der Steine im Gewichte von über zwanzig Zentner mit sich führte. Die Schutzmauer beim Wiesenthal’schen Hause, sowie das Beck’sche Wohnhaus wurden mit fortgerissen. Fußhoch lag der Schlamm in den Straßen, Gehöften und den niedrig gelegenen Wohnhäusern."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.03.2011
Beleg Reinhold Strauss: Chronik der Stadt Wanfried, Wanfried 1908, S. 181.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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