Datensätze

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Eintrag 2661
Schlagworte Hagel; Unwetter; Überschwemmung
Ortsangaben Würges; Camberg; Oberselters; Erbach; Esch; Walsdorf
Zeitangabe 3.8.1780
Quellenzeitangabe
Originaltext 1780, am 3. August,
Des Nachmittags fiel ein so starker Regen mit Hagel vermischt, daß in wenigen Stunden die Bäche die Ufer überfluteten und die Wege voll Wasser standen. Das Wasser riß Zäune und Hecken ein und verwüstete Gärten und Felder. In Oberselters stürzten infolgedessen ein Haus und drei Scheunen ein und in Erbach die Brücke; Esch und Walsdorf verloren fast die gesamte Ernte. (Stadtarchiv Bad Camberg)
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.03.2009
Beleg Karl-Heinz Braun: Würges und Umgebung im Spiegel der Zeit. Bad Camberger Archivschrift Nr. 8. Bad Camberg 2000, S. 17f.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 4599
Schlagworte Regen; Weter, schlechtes
Ortsangaben Feldberg; Taunus; Esch; Schwalbach; Frankfurt
Zeitangabe 23.9.1813 - 25.9.1813
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im August und September 1813 unternahm der Lehrer Ludwig Boclo eine vierwöchige Schülerreise durchs gesamte Rhein-Main-Gebiet und auch durch Teile des Hochtaunus und hinterließ darüber einen ausführlichen Bericht, betitelt: „Fußreise der Gegend von Cassel über den Vogelsberg nach Heidelberg und Coblenz, von da zurück über einige Bäder des Taunus.“ (S. 100) … Boclo und seine Schüler brauchten vier Tage, nämlich vom 22. bis zum 25.September 1813, um den Taunus zu durchqueren. …Die Gruppe begann ihre Taunusdurchquerung, von der Lahn herkommend, in Selters. (S. 102) … Boclo wählte Esch als Ausgangspunkt für einen Feldbergwanderung. … Zu den typischen Mustern der Feldbergerzählungen der Wanderer gehört, dass das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht und den Reisenden die großartige Fernsicht verwehrt bleibt – so auch dem Lehrer und seinen Schülern (am 23.9.1813): „Kaum aber lag das Dorf in unserm Rücken, als wir unangenehm officirt wurden, von einer kalten Feldbergsluft und von einen trüben, Regen drohenden Himmel. Leider gieng die Drohung nur zu bald in Erfüllung, denn wir waren noch nicht dreyßig Minuten gegangen, als es ganz solide zu regnen anfing. Ein wahres Unglück für uns, weil wir dadurch verhindert wurden, den Feldberg zu besteigen. Gleich hinter Esch wird der Weg steil und dies dauert etliche Stunden weit. Auf der Höhe angekommen, wurden wir über unser nasses Schicksal dadurch getröstet, dass es andern nicht besser gieng, als uns denn eine ganze Menge geputzter Menschen, eine ganze Caravane Marketender, zu Fuß und zu Karren, kamen mühsam dahergezogen, dem Jupiter Pluvius die bittersten Vorwürfe machend. Sie walfahrteten nämlich nach dem Gipfel des Berges, wo heute eine große Feyerlichkeit, nämlich die Grenzberichtigung zwischen Frankfurt, Hessen und Usingen vor sich gehen sollte, denn hier stoßen jene Gebiete zusammen.“ (Zitat aus Boclo, Fußreise, S. 372/373) … Stattdessen besuchten die Reisenden die Burg Königstein. (S. 103) … Auf dem Rückweg nach Frankfurt, dem Endpunkt der Reise, kreuzte Boclo noch Kronberg (am 24.9.1813) und Schwalbach (am 25.9.1813). (S. 104) … Bei schlechtem Wetter kehrte er über Schwalbach (damals noch „Kleinschwalbach“) nach Frankfurt zurück.“ (S. 105)
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   15.07.2022
Beleg Peter Maresch: Mit Schiller im Tornister. Eine Schülerreise durchs Rhein-Main-Gebiet am Vorabend der Befreiungskriege 1813, in: Jahrbuch des Hochtaunuskreises 2016, S. 100–105
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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