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Eintrag 1606
Schlagworte Hagelschlag; Feldfrüchte zerschlagen; Obst zerschlagen; Fenster zerschlagen; Mißernte
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 16.7.1857
Quellenzeitangabe
Originaltext "... da kommt ein furchtbares Kieselwetter und schlägt alles darnieder, unsere Früchte, das Obst - es war sehr traurig!" An späterer Stelle: "Am 16. Juli kam ein verheerendes Kieselwetter über unsern Flur, von Kinzenbach bis Gießen grad über unsern Ort, die Breit von der Wüsthub (Abendstern!) bis unter das Dorf Schäferpfad. Das war die Hauptverheerung. Das war westlich und östlich Winter- und Sommerfeld, wo ich grad ausnahmsweis mein größtes Feld hatte. Da lag meine ganze Wirtschaft beim Boden, Äste, Obst, Fensterscheiben. Die paar arge Minuten, das war wieder ein schwerer Schlag bei meinem Pachtgut. Es war damals ein Frucht-Jahr, das seinesgleichen suchte. Es gab damals Bauern, die ihr Land nicht in dem Strich hatten, die taten viel Frucht ernten. Ich hatte 365 alte Ruten mit Gerst und habe erst 40 Meste leichte Gerst bekommen. Die meiste Äcker hab ich nicht brauchen zu dreschen. Ich war am härtesten mitgenommen, das sagten viele Leute."
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 207.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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