Datensätze

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Eintrag 2542
Schlagworte Hitze, wochenlange; Trockenheit; Wassermangel; Feuer; Stadtbrand
Ortsangaben Naumburg
Zeitangabe 1684 - 9.7.1684
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der 9. Juli, der 6. Sonntag nach Dreifaltigkeit, hatte alle Einwohner in der Kirche des Hl. Crescenz versammelt, um dort der Nachmittagsandacht beizuwohnen. Da ertönte plötzlich der Ruf Feuer. Alle Kirchenbesucher stürzten aus dem Gotteshaus und sahen sich einem ungeheuren Flammenmeer gegenüber. Innerhalb weniger Stunden wurde die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Es fehlte an Wasser und Löschgeräten. … Alle Lösch- und Rettungsversuche waren vergeblich, denn in der enggebauten Stadt hatte das Feuer schon um 3 Uhr nachmittags alle Ortsteile ergriffen und fand nach der wochenlangen Hitze und Trockenheit vorher an den ausgetrockneten mittelalterlichen Bauten reiche Nahrung.“
Bemerkungen Zitiert nach: Volker Knöppel: Brand und Wiederaufbau der katholischen Stadtpfarrkirche in Naumburg, in: ZHG 96 (1991), S. 173-190, hier S. 178.
Bearbeitungsstand   05.11.2008
Beleg Karl J. Thiele: Naumburg. Bilder aus der Geschichte einer alten Stadt, 1950, S. 62.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3191
Schlagworte Gewitter; Blitzschlag; Gebäudeschäden; Brand; Feuer
Ortsangaben Gelnhausen
Zeitangabe 15.8.1736
Quellenzeitangabe
Originaltext „Was am 15. August 1736 geschah, ist jedem Gelnhäuser bekannt, denn alljährlich wird am Hageltag an dieses Ereignis erinnert. Am Abend zwischen 9 und 10 Uhr wurde die Stadt von einem Sommergewitter heimgesucht, wobei ein Blitz in das Türmchen des Rathauses einschlug. Da sich auf dem Dachboden ein Lager mit Tabakblättern befand, geriet das Haus sehr schnell in Brand. Zudem wurden brennende Teile aufgewirbelt, die auf die Umgebung niedergingen. Es bestand also die Gefahr, dass sich der Brand über große Teile der Stadt ausdehnen könne, was zum Glück nicht der Fall war. Das Rathaus, die Waage und das Biedenbänder’sche Haus brannten vollständig nieder. Da aber sonst nicht geschah, waren die Gelnhäuser im Unglück doch noch froh und richteten bereits 1737 den Gedenktag ein. Die Urkunde hierzu lautet:
‚Anno 1736, den 15. August, schlug das Wetter abenst um 9 Uhr in das Rathauß, verzehrte nicht allein dasselbe meistentheilst, samt dem obersten Theil von dem neuen Bau, sondern die ganze Stad war in der augenscheinlichsten Gefahr, in die Asche gelegt zu werden. Der barmherzige Gott aber schonete gnädiglich. Es kam das gantze umliegende Land zu helfen. Gott schickte auch gegen den Morgen ein wenig Regen, obwohl dadurch die Feuersbrunst nicht gelöscht wurde. Verhütete es doch die anderweitigen Entzündungen und blieb dahero bey diesen zwei Gebäuden. Gott lasse diese Realbuspredigt die Unbusfertigen erwecken zur Buse und verschone unser gnädiglich, bewahre vor dem leiblichen allermeist ewigen Feuer.’“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   01.07.2009
Beleg Knut Himstedt: 100 Jahre Stadtgeschichte – Kommunalpolitik in Gelnhausen in der Zeit von 1730 bis 1835, in: Geschichtsblätter für Stadt und Altkreis Gelnhausen 2000/01, S. 22-59, hier S. 30-31.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4118
Schlagworte Blitzschlag; Feuer; Gebäudeschäden
Ortsangaben Istha
Zeitangabe 27.5.1784
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 27. May Mittags um 1 Uhr wurde des Valent. Klapp zu Isthe Amts Wolfhagen, Wohnhaus von Blitz angezündet, und bis auf ein geringes Theil eingeäschert.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   26.08.2014
Beleg Casselische Policey- und Commercien-Zeitung vom 16. August 1784, S. 648.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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