Datensätze

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Eintrag 2910
Schlagworte Wind, starker; Feuersbrunst
Ortsangaben Petersberg
Zeitangabe 4.8.1800
Quellenzeitangabe
Originaltext „Aus dem Jahre 1800 wird über einen Brand auf dem Petersberg berichtet, bei dem die herrschaftliche Meierei Petersberg (die ehemaligen Klostergebäude) am 4. August 1800 durch die Unvorsichtigkeit einer Bauersfrau völlig abbrannte. Ein starker Wind setzte alles in Brand, so dass innerhalb von vier Stunden alle Gebäude ein Raub der Flammen wurden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.04.2009
Beleg Festschrift 1000 Jahre Petersberg 1003-2003, Bad Hersfeld 2003, S.16 f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3482
Schlagworte Süd-West-Wind, starker; Hitze, große; Wassermangel; Feuersbrunst
Ortsangaben Dipperz; Langenbieber; Weihershof
Zeitangabe 2.9.1892
Quellenzeitangabe
Originaltext Am 2.9.1892: „Um ½ 10 Uhr vormittags war in der Scheune, bzw. auf dem Gerüste des am südlichen Ende des Dorfes wohnenden Hüttners und Schuhmachers Detig, als dieser mit den Seinigen da mit Dreschen beschäftigt war, auf ein unbekannte Weise Feuer ausgebrochen, welches alsbald das dranhängende Wohnhaus sowie das nahe gelegene Nebenhäuschen mit aller Wucht erreichte und niederbrannte. Bei gänzlicher Windstille oder bei günstigem N.-O.-Winde wäre es dem von Dipperz schnell herbeigeeilten Löschpersonale, da die brennende Hütte am südlichen Dorfsaume lag, ein Leichtes gewesen, das Feuer auf seinem ursprünglichen Herde zu dämpfen, doch drei bis vier übele Umstände waren es, die es verursachten, daß die kleine Feuersbrunst so geschwind zu einem hier noch nie gesehenen, großen Riesenbrande sich ausdehnte, nämlich: 1. Ein während des Brandes sehr stark wehender S.-W.-Wind; 2. die tropische Hitze während des diesjährigen Sommers, wodurch die Gebäude leicht zündbar geworden waren; 3. die vorgerückte Jahreszeit, zu welcher das Futter auf den Wiesen bis auf den letzten Halm eingefahren sowie sämtliches Getreide einer reichlichen Jahresernte eingescheuert war, wozu 4. noch der vom vorhergegangenen heißen Sommer herrührende, allgemeine große Wassermangel als Mitschuld trat.“ (S.14–15)
„Brennende Dachfinder sind von der außerordentlichen Hitze bis nach Langenbieber, angebrannte Ähren sogar Stunden weit, bis zum Weihershof getrieben worden. Manche Besitzer von hier waren ahnungslos bei irgendeinem brennenden Gebäude eifrig mit Löschen und Rettungsarbeiten beschäftigt, zu ihrem größten Schrecken erfuhren sie auf einmal, daß ihr eigenes Anwesen selbst lichterloh brenne, es waren diesen dann nicht mehr möglich, das Allernotwendigste für sich zu retten. Das verheerende Feuer griff so rapid um sich, daß in dem kurzen Zeitraum von 2 Stunden das halbe Dorf in eine Schutthaufen umgewandelt war.“ (S.17–19) Es brannten 17 Wohnhäuser, 37 Nebengebäude und die Pfarrkirche ab.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Gerhard Reisinger: Der Lehrer und sein Dorf. Orts-, Kirchen- und Schulgeschichte aus der Chronik der Schule Dipperz, Hofbieber-Wiesen, nach 1984, S. 14–19.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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