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Eintrag 1218
Schlagworte Mißernte Kartoffeln; Nässe; Teuerung; Mangelernährung; Einschränkung der Branntweinbrennerei; Kartoffelfäule; Futtermangel; Fleischpreise, fallende
Ortsangaben Wallau
Zeitangabe 1844
Quellenzeitangabe
Originaltext „[1844] war naß und brachte eine verheerende Kartoffelkrankheit. Die Herstellung des Kartoffelbranntweins wurde eingeschränkt. Das Fleisch war infolge geringer Futterernte billig. Ochsenfleisch kostete 11 bis 12 Kr., Kuh- oder Rindfleisch 9 bis 10 Kr., Kalbfleisch 6 Kr. Hammelfleisch 8 Kr., Schweinefleisch und gewöhnliche Wurst 12 Kr. Das Brot war teuer, der Laib kostete 18 Kr.; aus Kleie wurde Brot gebacken. Die alltägliche Nahrung bestand in Buchweizengrütze.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   05.09.2005
Beleg Adolf Menges: Geschichte und Kulturkunde des Dorfes Wallau an der Lahn, Wallau 1936, S. 265.
Bearbeiter Horst Heck
   
Eintrag 1249
Schlagworte Dürre; Wassermangel; Pegelstände, niedrige; Futtermangel; Viehpreise, fallende; Fleischpreise, fallende
Ortsangaben Wallau; Lahn, Fluss
Zeitangabe 1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „[1893] war entsetzliche Dürre; kein Regen, immer Sonnenschein. Die Lahn war völlig ausgetrocknet. Der Wald war rot, die Wiesen gelb gebrannt von den glühenden Sonnenstrahlen. Es herrschte Futtermangel; gepreßtes Heu wurde eingeführt. Der Leiterwagen voll Heu und etwas darüber kostete 75 Mark. Die Viehbesitzer gingen in den Wald, strippten Laubmai und rupften das dürftige Waldgras. Trotzdem mußte vieles Vieh für einen Spottpreis verkauft werden. Man sagt, die Sonne scheint keinem Bauern aus dem Lande, aber manche Kuh mußte für 35 bis 40 Mark losgeschlagen werden. Das Fleisch kostete 30 bis 40 Pf.; ein ganzes Schaf 3 Mark.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   05.09.2005
Beleg Adolf Menges: Geschichte und Kulturkunde des Dorfes Wallau an der Lahn, Wallau 1936, S. 266.
Bearbeiter Horst Heck
   
Eintrag 2340
Schlagworte Trockenheit; Futtermangel; Brotpreise, steigende; Fleischpreise, fallende
Ortsangaben Wommelshausen
Zeitangabe 1859
Quellenzeitangabe
Originaltext „Ab Mitte des Jahres [1859] wieder so trocken wie in beiden Vorjahren. Der Bettelsack kam zu Ehren. Um in den Besitz eines Brotes zu gelangen, wurden ganze Tagesreisen unternommen. ... Das Fleisch war wegen des Futtermangels billig zu haben. So kostete 1 Pfund Ochsenfleisch 11-12, Rindfleisch 9-10, Schweinefleisch 12 und Kalbfleisch 6 Kreuzer ...“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.08.2007
Beleg Horst W. Müller (Bearb.): Wommelshausen. 1336-1986. Ein Dorfbuch, hrsg. vom Heimat- und Verschönerungsverein Wommelshausen e.V, Marburg, 2., überarb. und erg. Aufl. 1995, S. 70.
Bearbeiter Horst W. Müller
   

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