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Eintrag 1387
Schlagworte Trockenheit, langanhaltende; Brunnen, ausgetrocknete; Tiersterben; Feldfrüchte, vertrocknete; Wiesen, vertrocknete; Futtermangel; Massenschlachtungen; Fleischpreise, sinkende
Ortsangaben Sachsenberg
Zeitangabe 1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „Immer noch fiel kein Regen, und immer größer wurde die Noth. Es schien, als ob alle Vegetation aufhören und alles Thierreich dem Hungertode verfallen sollte. Das Wachstum der Pflanzen und Gräser hörte vollständig auf, die Brunnen vertrockneten. [...] Die armen Leute gingen in den Wald, um. Laub von den Bäümen zu holen und dieses als Futter zu benutzen [...] In dieser Zeit wurde dann das Vieh in großen:Massen geschlachtet, ganze Herden wurden nach den größeren Städtere gebracht und dort zu Spottpreisen verkauft.“
Bemerkungen Bericht des Sachsenberg Bürgermeisters Weber
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 12.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1393
Schlagworte Trockenheit, große; Mißernte, Klee; Sommerfrüchte schlecht aufgegangen; Pflanzenwachstum, geringes; Wiesen, vertrocknete; Futtermangel; Massenschlachtungen; Fleischpreise, sinkende
Ortsangaben Marienhagen
Zeitangabe 1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Sommer 1893 gehört der dieser Jahreszeit so nötige Regen zu den größten Seltenheiten, so daß die Natur zu verschmachten droht und jedes Lebewesen sich nach dem erquickenden Naß sehnt. Infolge anhaltender heißer Witterung ist der Klee auf dem Felde verkommen. Die Sommerfrüchte sind äußerst schlecht aufgegangen und was aufgegangen ist, kann wegen Regenmangel nicht wachsen. Die Wiesen sind an vielen Orten so dürr, als wären sie vom Feuer versengt. Aus Not muß daher das ‚liebe Vieh’ in großer Menge weggeschlachtet und um Spottpreise verschleudert werden.“
Bemerkungen Schulchronik Marienhagen
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 13.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   

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