Datensätze

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Eintrag 823
Schlagworte Hochwasser
Ortsangaben Frankfurt am Main
Zeitangabe 1682
Quellenzeitangabe
Originaltext "Das Hochwasser des Maines richtet in den Gewölben der Buchgasse bei den Bücherbeständen der Verleger und Buchhändler grossen Schaden an."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   06.06.2005
Beleg Waldemar Kramer: Frankfurt Chronik, Frankfurt am Main, 1987, S. 178.
Bearbeiter Christoph Rasch
   
Eintrag 824
Schlagworte Überschwemmung; Erdbeben
Ortsangaben Frankfurt am Main
Zeitangabe 21.7.1342
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am 21.7. werden bei der bis dahin grössten Überschwemmung des Maines Teile der Brücke mitsamt dem Sachsenhäuser Brückenturm und der auf einem Brückenpfeiler stehenden Kapelle hinweggerissen. Das Hochwasser überflutet die Gassen und steht 9 Schuh hoch in der Weissfrauenkirche. Bis zum Jahre 1527 wird, einem damilgen Gelübde gemäss, eine Dank-Prozession am Magdalenen-Tag abgehalten.
Den Geistlichen und dem Rat folgt das Volk mit brennenden Kerzen. Auf der äusseren Südwand der Weissfrauenkirche wird zur Erinnerung an dieses Hochwasser eine Inschrift in Stein gehauen: 'M.CCC.XLII. in profesto Magdalene inundavit Moganus et Senatus Populusque Francofurtensis voto me frequentavit.'
Der Brückenzoll eines jeden Pferdes wird mit kaiserlciher Erlaubnis von drei auf vier Heller erhöht, um die beschädigte Brücke wieder instandzusetzen. Auch Vilbel, Eschersheim, Rödelheim und Nidda dürfen von jedem Pferde zwei Heller Brückenzoll zum Brücken- und Strassenbau erheben."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   01.09.2005
Beleg Waldemar Kramer: Frankfurt Chronik, Frankfurt am Main 1987, S. 52.
Bearbeiter Christoph Rasch
   
Eintrag 1430
Schlagworte Frost; Schneedecke, hohe; Schlittenfahrt
Ortsangaben Frankfurt am Main; Hanau
Zeitangabe 1774
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „Unter die hiesigen Winterlustbarkeiten kann man auch die Schlittenfahrten zählen, die man nur in frostigem Wetter, und wenn ein tiefer Schnee liegt, anstellen kann. Vor kurzem hatte ich eine Gelegenheit eine sehr prächtige Schlittenfahrt mit anzusehen, die einige junge Herren einer gleichen Anzahl junger Frauenzimmer zu Ehren anstellten. Ein solcher Schlitten ist eine Maschine in Gestalt eines Pferdes, Löwen, Schwans, Greifen, Einhorns oder irgend einer andern seltsamen Form, ohne Räder; unten aber einem gemeinen Schlitten ähnlich, womit man auf dem Schnee fährt. Einige derselben sind vergoldet, oder je nach dem Einfalle des Eigners, auf eine andere Art verziert. – Auf einer Seite steht eine Stange empor, an welcher eine Flagge gebunden ist, die über den Köpfen der Fahrenden wehet. Das im Pelze eingehüllte Frauenzimmer sitzt vorne, und der Herr steht hinter ihr auf einem Brette, das zu diesem Ende angebracht ist. Der Schlitten wird von zwey Pferden gezogen, die entweder von einem Postillon geführt, oder von dem Herrn gelenkt werden. – Die Pferde sind prächtig geziert, und an den Schabraken, womit sie bedeckt sind, hangen Schellen. Die Gesellschaft bei dieser Schlittenfahrt bestand aus ohngefähr dreißig Schlitten, deren jeder von zwey oder drey Bedienten, zu Pferde, mit Fackeln, begleitet wurde: denn diese Schlittenfahrt fing zugleich mit der Nacht an. – Ein Schlitten fuhr voran; – die andern folgten in einer Linie in einer sehr bequemen Entfernung nach; und so fuhren sie zwo bis drey Stunden lang durch die Hauptstraßen und Plätze von Frankfurt herum. – Die Pferde laufen einen muntern Schritt oder Trab; die Bewegung des Schlittens ist sanft und angenehm; die Schellen, Flaggen und Fackeln, geben dem Aufzuge ein lebhaftes und prächtiges Ansehen, das sowohl die Schlittenfahrenden als die Zuschauer sehr zu ergötzen schien.“ Wenige Tage nach diesem Ereignis unternahm John Moore einen Ausflug mit dem Schlitten nach Hanau. „Hanau liegt einige Meilen weit vor Frankfurt. Wir hatten hier einen vollkommenen Beweis von der leichten und sanften Bewegung der Schlittenfahrt, die im frostigen Wetter, und auf hinlänglich beschneiten Boden, gewiß die angenehmste Art zu reisen ist, die man nur ersinnen kann.“
Bemerkungen Reisebericht des Schotten John Moore (1729-1802), Brief 47.
Bearbeitungsstand   21.11.2005
Beleg Abriß des gesellschaftlichen Lebens und der Sitten in Frankreich, der Schweiz und Deutschland. In Briefen entworfen von D. Moores, Bd. 1, Leipzig 1779, S. 224 f.
Bearbeiter Holger Hamecher
   
Eintrag 1431
Schlagworte Temperaturanstieg; Schneeschmelze
Ortsangaben Frankfurt am Main
Zeitangabe 1774
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „Den Vormittag bringen wir nun, da der Schnee seit kurzem weggeschmolzen ist, mit Lustreisen in der sehr anmuthigen Gegend dieser Stadt zu.“
Bemerkungen Reisebericht des Schotten John Moore (1729-1802), Brief 48.
Bearbeitungsstand   26.10.2005
Beleg Abriß des gesellschaftlichen Lebens und der Sitten in Frankreich, der Schweiz und Deutschland. In Briefen entworfen von D. Moores, Bd. 1, Leipzig 1779, S. 228.
Bearbeiter Holger Hamecher
   
Eintrag 1432
Schlagworte Wetter, schlechtes
Ortsangaben Frankfurt am Main
Zeitangabe 1774
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „Seit meiner Rückkunft von Darmstadt ist das Wetter so schlecht gewesen, dass ich die meiste Zeit zu Hause geblieben bin.“
Bemerkungen Reisebericht des Schotten John Moore (1729-1802), Brief 50.
Bearbeitungsstand   26.10.2005
Beleg Abriß des gesellschaftlichen Lebens und der Sitten in Frankreich, der Schweiz und Deutschland. In Briefen entworfen von D. Moores, Bd. 2, Leipzig 1779, S. 243.
Bearbeiter Holger Hamecher
   
Eintrag 1433
Schlagworte Boden schneebedeckt; Straßenverhältnisse, schlechte
Ortsangaben Hessen; Frankfurt am Main; Marburg; Kassel
Zeitangabe 12.1774
Quellenzeitangabe
Originaltext „Da der Boden noch ganz mit Schnee bedeckt ist, und die Straßen schlecht, und die Poststationen lang sind, so mussten wir die Chaise mit sechs Pferden bespannen lassen, die dem allen ohnerachtet in einigen Gegenden nicht geschwinder fuhren, als ein paar Leichenwagen.“
Bemerkungen Reisebericht des Schotten John Moore (1729-1802), Brief 52. Moores ist am 29. Dezember 1774 im „Fremdenbuch der Landesbibliothek 1769-1796“, Murhardsche- und Landesbibliothek Kassel, Signatur 2o Ms. Hass. 471, Seite 85, nachweisbar.
Bearbeitungsstand   26.10.2005
Beleg Abriß des gesellschaftlichen Lebens und der Sitten in Frankreich, der Schweiz und Deutschland. In Briefen entworfen von D. Moores, Bd. 2, Leipzig 1779, S. 259.
Bearbeiter Holger Hamecher
   
Eintrag 1695
Schlagworte Hitze; Nationalversammlung pausierte wegen Hitze
Ortsangaben Frankfurt am Main
Zeitangabe 17.6.1848
Quellenzeitangabe
Originaltext „...es ist aber gut, daß du dich lieber bei der hitze dort einhieltest...“ Herman Grimm hielt sich zu der Zeit in Bonn auf. Sein Onkel Jacob Grimm, der in Frankfurt an der Paulskirchenversammlung teilnahm, riet ihm von der Reise nach Frankfurt ab, da Herman Grimm erkältet war. Auch würde er nichts verpassen, da sich die Nationalversammlung wegen der Hitze vertagt hatte.
Bemerkungen Jacob Grimm an Herman Grimm, Ffm. Freitag, den 17.6.1848.
Bearbeitungsstand   18.07.2006
Beleg Hg. und bearb. Holger Ehrhardt: Brüder Grimm Werke und Briefwechsel – Briefe Band 1 - Briefwechsel der Brüder Grimm mit Herman Grimm u.a. Kassel / Berlin 1998, S. 119.
Bearbeiter Peter Wiedersich
   
Eintrag 3504
Schlagworte Herbsttage, schöne
Ortsangaben Frankfurt am Main
Zeitangabe 9.1797
Quellenzeitangabe
Originaltext Friedrich Hölderlin: „An den Bruder [Frankfurt, September 1797] --- Die schönen Herbsttage tun mir sehr wohl. … Die reine, frische Luft und das schöne Licht, das dieser Jahreszeit eigen ist, und die ruhige Erde mit ihrem dunkleren Grün, auch mit ihrem sterbenden Grün, und mit den durchschimmernden Früchten ihrer Bäume, die Wolke, die Nebel, die reineren Sternennächte – all das ist meinem Herzen näher als irgendeine andre Lebensperiode der Natur. Es ist ein stiller, zärtlicher Geist in dieser Jahreszeit.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Friedrich Hölderlin: Werke und Briefe in einem Band, Gütersloh 1979, S. 739.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3669
Schlagworte Unwetter; Sturm; Blitz; Donner; Hagel; Schiffe, Schäden an; Bäume, entwurzelte; Fensterscheiben, eingeschlagene; Weinstöcke, Schäden an; Feldfrüchte, Schäden an
Ortsangaben Frankfurt am Main; Mainz; Hanau; Main, Fluss
Zeitangabe 29.7.1674
Quellenzeitangabe
Originaltext "(Franckfurt den 1. Augusti.) Am vergangenen Mitwoch hat uns der grosse GOtt ein erschröckliches Zeichen seines grim[m]igen Zorns sehen lassen/ indem sich früh Morgens schwartze finstere Wolcken am Himmel auffgezogen/ worauff es zwischen 8. und 9. Uhr auf einmal gantz finster/ und gleichsam Nacht worden/ daß man weder lesen noch schreiben können In selbigem Augenblick entstunde bey einem erschröcklichen Sturmwind von allen vier Enden ein so grausames Ungewitter mit Donner/ Blitz und Hagel/ dergleichen bey Menschen Gedencken nicht geschehen. Der Sturm hat viel Nachen am Mayn abgerissen/ daß die Bord wie Schneeflocken herum geflogen/ es hat auch der Mayn Manns hoch Wellen geworffen/ und sind die Kiesel auff demselben wie Eysschollen geschwummen/ daß davon 2. Schiffe an der Käiserl. Schiff-Brück zu Flersheim ruinirt sind. Unzählich viel Bäume sind sambt der Wurtzel aus der Erden gerissen/ wie dann allein vor dem Bockenheimer Thor beym Ketten-Hof etlich und dreissig/ worunter etliche so dick gewesen/ die 2. Männer nicht haben umfassen können. Der Wind hat sich hernach auff einmal gegen Westen gewendet/ und die Kiesel gegen die Fenster/ so auff selbiger Seiten gestanden/ dahin getrieben/ welche dieselbe alle eingeschlagen/ daß nicht ein einzige Scheiben gantz geblieben/ und mit etlich tausend Reichsthl. nicht wieder gemacht werden können. Ein noch viel grösserer und unaussprechlicher Schaden ist an dem Weinstock und Feldfrüchten geschehen/ indem dieselbe so klein zermalmet worden/ als wann man sie zerhackt hätte. Die Kiesel seynd an manchem Ort in der Stadt Knie tieff gelegen/ und so kalt gewesen/ daß keiner in der Hand geschmoltzen/ wie dann an etlichen Orten noch gestern dick über einander gesehen worden. Das Wetter hat sich zu Mayntz angefangen/ und biß über Hanau hinauff gezogen/ und ist alles in einer Viertelstund gethan gewesen."
Bemerkungen Mglw. Mittwoch der 19.7.1674 nach dem jul. Kalender, der 29.7.1674 nach dem greg. Kalender, das Theatrum Europaeum gibt allerdings den
Bearbeitungsstand   08.06.2012
Beleg Anonymer Druck: Grausame und unschätzbahre Wetter-Schäden/ So hin und wieder in Ober- und Nieder-Teutschland/ auch auf dem Schwartzen Meer/ und bey der Holländer Spanischen Schiff-Flotte im nechstverwichenen Heumonat und eingetrettenen August/ Durch Gottes sonderbahre Gerichte geschehen Allen Lebenden/ zur Errinnerung des letzten Donnerwetters/ zusammen gefasset, 1674 [VD17 12:000159B] -> http://www.gbv.de/vd/vd17/12:000159B.
Bearbeiter U. Volz
   
Eintrag 3670
Schlagworte Unwetter; Sturm; Blitz; Donner; Hagel; Schiffe, Schäden an; Bäume, entwurzelte; Fensterscheiben, eingeschlagene; Weinstöcke, Schäden an; Feldfrüchte, Schäden an
Ortsangaben Frankfurt am Main; Main, Fluss
Zeitangabe 29.7.1674
Quellenzeitangabe
Originaltext "Die Stadt Franckfurt muste gleichfalls solch erschröckliches Ungewitter über sich ergehen lassen. Dann es entstunde daselbst den 25. Julii (Alt. Kal.) ein dermassen grausamer Sturmwind von allen 4. Ecken mit Donner/ Blitz und Hagel/ dergleichen bey Menschen-Gedencken nicht geschehen. Der Sturm hatte viel Nachen am Mayn abgerissen/ daß die Borde wie Schneeflocken herum geflogen. Es hat auch der Mäyn die Wellen Manns hoch geworffen/ und sind die Kiesel auff demselben so dichte wie Eis-Schollen geschwummen/ daß davon 2. Schiffe an der Käyserl. Schiffbrücken zu Flersheim ruinirt worden. Unzehlich viel/ auch gar dicke Bäume wurden aus der Erden gerissen. Der Wind hatte sich hernach auff einmal gegen Westen gewendet/ daher die Kiesel die Fenster selbiger Seiten so getroffen/ daß fast nicht eine eintzige Scheibe gantz geblieben. Aber viel grösser war der Schade an den Weinstöcken und Feldfrüchten/ indem dieselbe so klein zermalmet worden/ als wann man sie zerhacket hätte. Die Kiesel sind dan manchem Ort in der Stadt Knie tieff gelegen/ und so kalt gewesen/ daß keiner in der Hand geschmoltzen/ wie sie dann an etlichen Orten noch 2. Tage hernach dick übereinander gesehen worden."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   08.06.2012
Beleg Theatrum Europaeum, Bd. 11, Frankfurt am Main 1682, S. 657. -> http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000246-0742-2.
Bearbeiter U. Volz
   

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