Datensätze

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Eintrag 2380
Schlagworte Unwetter; Sturm
Ortsangaben Friedewald
Zeitangabe 19.10.1865 - 20.10.1865
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am 19./20.10.1865 wurde durch ein großes Feuer, das bei starkem Sturm brannte, Friedewald zur Hälfte eingeäschert."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.01.2008
Beleg Speisekarte von "Zum Löwen", einem sehr guten und alten Hotel mit Restaurant im Orktskern von Friedewald.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 2624
Schlagworte Blitz; Donner
Ortsangaben Friedewald
Zeitangabe 1551
Quellenzeitangabe Herbst
Originaltext „Hier (im Friedewälder Schloß) war es auch, wo 1551 das geschichtlich merkwürdige Bündnis gegen Carl V zur Rettung Philipps aus schmählicher Gefangenschaft berathen und befestigt wurde. Als nämlich in genanntem Jahre der Herbst bereits die Blätter zu färben begann, … wurde es auch einmal rege und lebendig im einsamen Schlosse zu Friedewald, … Es war ja daselbst eben der Moriz, Kurfürst von Sachsen, erschienen, … Hier erschien denn auch, … Markgraf Albrecht von Brandenburg Culmbach … daß bei dieser Berathung der nicht fehlen durfte, welcher sie besonders betrieben hatte, Wilhelm IV von Hessen, das würde sich von selbst verstehen … jetzt galt es ja, den Vater zu befreien! – Aber die Seele der ganzen Verhandlung war doch Jean de Fresse (Joannes Frarineus) Bischof zu Bájonne, Gesandter Königs Heinrich II von Frankreich ... [.] [A]ls die Fürsten zur Berathung sich versammelt hatten, erschütterte plötzlich ein Blitz und Donnerschlag bei heiterem Himmel das Gebäude so sehr, daß jene erschrocken von ihren Sitzen aufsprangen und bei einer solchen Unglück verkündenden Vorbedeutung von ihrem Vorhaben abstehen wollten. Nur der Bischof nahm an der allgemeinen Bestürzung keinen Antheil, bewies vielmehr mit heiterer Miene, daß gerade dieser Blitz- und Donnerschlag einen glücklichen Ausgang verkünde, und bekräftigte diese Behauptung durch mehrere Beispiel aus der Geschichte. – Der Erfolg der Unterhandlung ist bekannt."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.03.2009
Beleg Franz Carl Theodor Piderit: Das Schloß Friedewald im Kreis Hersfeld, in: Buchonia, eine Zeitschrift für vaterländische Geschichte, Alterthums-Kunde, Geographie, Statistik und Topographie, 2. Band (1827), S. 131-150, hier S. 136-139.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 2919
Schlagworte Getreidemangel; Teuerung; Konflikte um Lebensmittel; Brotherstellung aus Trespenmehl; Verwendung des Saatgetreides als Lebensmittel
Ortsangaben Hersfeld; Friedewald
Zeitangabe 10.1847
Quellenzeitangabe
Originaltext „L.F.W. Boette, der um die Jahrhundertwende als Pfarrer in Friedewald tätig war, berichtet von den Erzählungen alter Leute über die Notsituation um die Mitte des 19. Jahrhunderts. ,Die jetzt leben, wissen gar nit, wie sie leben“, heißt es da. „In dem Jahre (1847) wars ganz schlimm. Der Laib Brot von 6 Pfund kostete 20 Silbergroschen (der stärkste Mann verdiente am Tag 7 Silbergroschen) und derbei konnte man ihn noch nit einmal krieg fürs Geld. In Lollz (Hersfeld) standen die Leut von hier vor dem Backofe, hatten das Geld in der Hand und konnten doch kein Brot krieg. Ohne Brot mussten sie wieder heim. Geschmissen haben sie sich vor dem Backofe, dass das Blut ist geflosse. Das Korn war meist Drespen, gemahlen und gebacken wurde es deswegen doch. Die Wicken zum Aussäen haben sie müss fress.‘ “

Erklärung: Lolls = Lullusfest; das ist die Woche Mitte Oktober, in die der Todestag des Gründers des Klosters Hersfeld am 16. Oktober fällt.
Bemerkungen nach: Boette, L.W.F.: Aus einer vergessenen Ecke, Band 1, 1909 (5. Aufl. 1925), Langensalza, S. 25.
Bearbeitungsstand   26.11.2009
Beleg Fritz Rudolph: Ronshausen. Dorfgeschichte im Zusammenhang der Landesgeschichte, Kassel 2. Aufl. 2001 (Hessische Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde; Bd. 36), S. 226.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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