Datensätze

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Eintrag 1480
Schlagworte Orkan
Ortsangaben Marburg; Fritzlar
Zeitangabe 1866 - 1880
Quellenzeitangabe
Originaltext „An Orkanen hat Marburg in den betreffenden 15 Jahren drei aufzuweisen, 1) am 7. December 1868 aus W, 2) am 12. März 1876 aus SW, 3) am 11. April 1878 aus NNO. Der erste bewirkte bekanntlich den Einsturz des Domthurmes zu Fritzlar; durch den zweiten wurde der auf dem Ortenberge (Spiegels-Lust) bei Marburg erbaute Aussichtsthurm zu Fall gebracht. Als Anmerkung zu den Beobachtungen des 12. März 1876 lesen wir: »Dieser Orkan hat in Hessen und besonders in der Gegend von Marburg bedeutenden Schaden gethan, und lässt sich annehmen, dass er als Summe von einzelnen Boen oder Stössen aufzufassen ist. Denn man findet ziemlich unmittelbar aneinander liegende Waldstrecken, von denen eine verschont geblieben ist, die benachbarte aber niedergeworfen wurde. Ich habe Waldstrecken und zwar Kiefern – und Fichtenwälder gesehen, welche zu zwei Dritteln umgeworfen wurden.«“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   04.01.2006
Beleg Adolf Linz: Klimatische Verhältnisse von Marburg auf Grund fünfzehnjähriger Beobachtungen an der meteorologischen Station daselbst. Marburg 1886, S. 15.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 1983
Schlagworte Unwetter, starkes
Ortsangaben Fritzlar
Zeitangabe 30.1.1590
Quellenzeitangabe
Originaltext "Ich zihe in geschwindem großem ungewitter gen Fritzlar, komme daselbst spade an."
Bemerkungen Tagebucheintragung des Bilsteiner Drosten Caspar von Fürstenberg (1545-1618)
Bearbeitungsstand   15.04.2007
Beleg Alfred Bruns: Die Tagebücher Kaspars von Fürstenberg. Teil 1: 1572-1599, Teil 2: 1600-1610, Münster 1985.
Bearbeiter Dr. Tobias A. Kemper
   
Eintrag 2055
Schlagworte Kälte, übergroße
Ortsangaben Fritzlar
Zeitangabe 2.2.1601
Quellenzeitangabe
Originaltext "Heut ist eine uberschwenkliche kälte."
Bemerkungen Tagebucheintragung des Bilsteiner Drosten Caspar von Fürstenberg (1545-1618)
Bearbeitungsstand   15.04.2007
Beleg Alfred Bruns: Die Tagebücher Kaspars von Fürstenberg. Teil 1: 1572-1599, Teil 2: 1600-1610, Münster 1985.
Bearbeiter Dr. Tobias A. Kemper
   
Eintrag 2476
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Sturm; Erdbeben; Gebäudeschäden; Brücke, zerstörte; Bodenerosion
Ortsangaben Kassel; Fulda, Fluss; Altenburg; Fritzlar; Röhrenfurth; Eder, Fluss; Trubenhausen
Zeitangabe 16.1.1682 - 17.1.1682
Quellenzeitangabe
Originaltext „1682 am 16. Januar fand die größte Wasserfluth nach der des Jahres 1643 statt; sie war 3 Fuß 3 Zoll geringer als die vorgenannte, nichtsdestoweniger hat sie aber sehr bedeutenden Schaden angerichtet namentlich an den Festungswällen und den neuen Contreskarpen [=Schanzwerken; J.E.], welche zum größten Theil zusammen stürzten. Ein Augenzeuge, der damalige Unterneustädter Metropolitan Friedrich Juca an der Unterneustädter Kirche, hat uns davon folgende Aufzeichnung hinterlassen, welche wörtlich lautet: ‚Im Januar an einem Sonntag um 3 Uhr stieg die Fulda, daß sie die ganze Neustadt überschwemmte. In der Kirche stieg das Wasser 4 Ellen hoch und warf Stühle und Bänke um, da in der Sacristei die Fabrilianische Bibliothek stand, so that das Wasser daran großen Schaden. Im Pfarrhause, wo man die Bier- und Weinfässer aufgestaut hatte, floß alles umher. Auf den Straßen konnte kein Nachbar zum anderen kommen, in den niedrigen Häusern reterirten die Einwohner unter die Dächer. Hätte das Wasser die sehr dünne Stadtmauer (jedenfalls ist hierunter die Mauer an der Fulda her verstanden, da die Festung mit einem hohen Walle versehen war) umgerissen, wären viele Menschen versoffen. Des Nachts kam ein gewaltiger Sturmwind um 11 Uhr mit großem Brausen und man verspürte dabei ein Erdbeben. Die Fluth dauerte vom hellen Sonntag bis den Montag Abend, wo sich der Sturm legte. An der Festung und hohen Stadtwällen hat der Regen großen Schaden gethan.‘ Nach dem Wasserzeichen an der Ahnaberger Mühle erreichte die Fluth daselbst die Höhe von 14 Fuß 4 Zoll. […] Zu Altenburg, Fritzlar und Röhrenfurth wurden die Brücken durch die Fluth hinweggerissen, bei Trubenhausen, Amts Witzenhausen stürzte ein Berg zusammen … Während der Monat December mit Sturm, Regen und Gewittern abgewechselt hatte, trat hierauf nach der Ueberschwemmung im Monat Februar eine grimmige Kälte ein.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.02.2008
Beleg Die Ueberschwemmungen in früheren Zeiten zu Cassel (Schluß), in: Casseler Tagespost, Nr. 1094 vom 13. April 1865, S. 1-2, hier S. 1.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3215
Schlagworte Witterungsverhältnisse; Winter, milder; Frühlingsgewitter; Hagel; Sommer, trockener; Sommer, heißer; Herbst, schöner; Stürme; Gebäudeschäden; Fruchtpreise; Überschwemmung
Ortsangaben Hersfeld; Fritzlar
Zeitangabe 1867 - 1868
Quellenzeitangabe
Originaltext „Witterungsverhältnisse: Der Winter von 1867 auf 1868 war gelind und mehr naß als kalt. Im Frühling heftige Gewitter mit Hagel. Der Sommer anhaltend trocken und heiß brachte frühe Ernte. Ertrag der Ernte mittelmäßig. Herbst schön. Im Dezember heftige Stürme (in Fritzlar schmeißt der Sturm einen Kirchturm um). Von Christtag bis Neujahr viel Regen und großes Wasser. Fruchtpreise: Roggen 8 Reichstaler, Weizen 10 Reichstaler.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   25.08.2009
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4; zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 18.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3577
Schlagworte Hitze, große
Ortsangaben Fritzlar; Zwesten; Treysa
Zeitangabe 15.7.1760
Quellenzeitangabe
Originaltext „Die hannoverschen und hessischen Infanterieregimenter verließen am 14. Juli 1760 die alliierte Hauptarmee in Richtung Fritzlar, wo der Erbprinz [Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig] am Abend das Kommando übernahm. Am folgenden Morgen marschierten die vier Regimenter weiter nach Süden und vereinigten sich bei Zwesten mit dem Husarenregiment von Luckner und dem erst vor kurzem aus England eingetroffenen leichten Dragonerregiment Elliot. Am Abend erreichten die Truppen des Erbprinzen von Braunschweig Treysa an der Schwalm. Auf dem anstrengenden mehr als 35 km langen Marsch bei großer Hitze von Fritzlar nach Treysa starben mehr als 15 Infanteristen an Erschöpfung. Dabei ist zu beachten, daß unter den damaligen Verhältnissen schon eine Marschleistung von 20 km pro Tag sehr gut war.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.09.2011
Beleg Eicke Erdel: Das Gefecht bei Emsdorf am 16. Juli 1760, in: ZHG 109 (2004), S. 115–140, hier S. 118.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3664
Schlagworte Weinjahr, gutes
Ortsangaben Fritzlar
Zeitangabe 1540
Quellenzeitangabe
Originaltext „Sämtliche zahlreichen Weingärten gaben dort (um Fritzlar herum) im besten Weinjahr 1540 immerhin 185 Fuder, d.h. 1776 hl! In Durchschnittsjahren wurden 60-70 Fuder gezogen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   08.06.2012
Beleg Waltari Bergmann: Neumorschen 1259–1959. Eine Heimatgeschichte der Gemeinde Neumorschen und des Morschen-Haydauer Raumes als alten Gerichtes auf der Fulda, hg. v. Gemeinde Neumorschen, Melsungen 1959, S. 176.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3671
Schlagworte Unwetter; Sturm; Blitz; Donner; Hagel
Ortsangaben Fritzlar
Zeitangabe 2.4.1631
Quellenzeitangabe
Originaltext "Ao 1631 ahm 2ten Aprilis Abents vmb 7 Vhr ist ein sehr grosses Vngewitter mit Donner, Plitzen vndt schlossen entstanden, welches auff ein gude stunde gewehret. Weil aber alle baum vndt andere frucht noch nicht herfohr kommen, stehet man in Hoffnung, es werde solches vngewitter nicht zu grossen schaden thun oder gethan haben".
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   08.06.2012
Beleg Karl Bernhard Nicolaus Falckenheiner: Geschichte hessischer Städte und Stifter, Bd. 1, Kassel 1841, S. 285 f. FN. 443 (m. Nachw.: „Memorialbuch Bl. 43., S. 2“). -> http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10019037_00293.html?zoom=0.8500000000000003.
Bearbeiter U. Volz
   
Eintrag 4383
Schlagworte Wasserguss; Starkregen; Sturm; Hochwasser; Überschwemmung; Gebäudeschäden; Brücken, zerstörte; Vieh, ersoffenes; Menschen, ertrunkene; Stadtmauern, eingestürzte; Erdrutsch
Ortsangaben Lahn, Fluss; Limburg; Diez; Hadamar; Gießen; Wanfried; Werra, Fluss; Treis an der Lumda; Herrenbreitungen; Fritzlar; Altenburg; Röhrenfurt; Rotenburg; Fulda, Fluss; Kassel
Zeitangabe 5.1.1643 - 6.1.1643
Quellenzeitangabe
Originaltext "Wie in ganz Italien, Deutschland und den Niederlanden dieses Jahr mit einem fürchterlichen Aufruhr aller Elemente, mit Erdbeben, Wassergüssen und geftigen Stürmen begann, so stieg auch in Ober- und Niederhessen durch angeschwollene und ausgetretene Flüsse die Gefahr der Ueberschwemmung bis zu einem erhöhten Grade. Die Lahn, welche in der Gegend von Limburg, Dietz und Hadamar Mühlen, Häuser, Menschen, Vieh und Früchte mit sich fortriß, überfluthete zuerst den niedrigen Wallgraben der Stadt Gießen; bei Wanfried zerborst der Felsen der Plesse und stürzte ins Thal; zu Treiß an der Lumbde, zu Herrenbreitungen, zu Fritzlar, Altenburg und Röhrenfurt stürzten Stadtmauern, Häuser und Brücken zusammen. Die Fulda, um Christtag bei Rotenburg drei Tage angeschwollen erreichte binnen zwei Tagen zu Cassel einen so hohen (noch jetzt durch mehrere Inschriften bezeichneten) Stand, daß die Kirchenkanzel der Unterneustadt bespült und der Hauptwall mit seinen neuen Gegenschaaren zerstört wurde; die in den oberen Geschossen des Nassauer Hofes, des Wohnsitzes der Landgräfin Juliane und ihrer Töchter, bedrohten fürstlichen Frauenzimmer konnten nur durch schleunig erbaute Gerüste gerettet werden."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.01.2016
Beleg Christoph von Rommel: Neuere Geschichte von Hessen, Achter Band, Cassel 1843,S. 639–640.
Bearbeiter Holger Hamecher
   

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