Datensätze

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Eintrag 577
Schlagworte strenge Kälte; Frost; Frosttote; Tauwetter
Ortsangaben Grebenstein
Zeitangabe 1739 - 10.3.1740
Quellenzeitangabe
Originaltext "Actum Grebenstein den 16ten Martii 1740.
Alß in diesem Jahr ein so kalter Winter gewesen und grimmige Kälte gewesen daß hin und wieder die leuthe todt gefrohren, an Händen und füeßen schaden erlitten und so gar berichtet worden, daß die Postbotten und Fuhrleuthe auff den Pferden erfrohren und die Pferde mit denen auffgehabten /todten/ leuthen vor die Wirthshäuser kommen, daher dan diese Kälte diejenige, so ao. 1709 gewesen, weiter übertroffen und seith dem [Auslassung] kein dau-wetter gewesen, vor 6 tagen aber allererst nehmlich den 10ten hujus seinen anfang genommen und bis hiehin Gott lob! continuiret, daher man dan bey antrettendem frühling von der wärme der sonnen eine beßerung und änderung verhoffet, hat man vor nöthig erachtet die Hirten zu miethen und anzunehmen (...)".
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   01.12.2004
Beleg StAM, Best. 330 Grebenstein 39: Ratsprotokoll 1738-45, p. 36 f.
Bearbeiter Karin Gottschalk
   
Eintrag 784
Schlagworte Wintertag, kältester; Frosttote
Ortsangaben Hessen; Eschwege
Zeitangabe 10.1.1740
Quellenzeitangabe
Originaltext "Der in anno 1739 bis 1740 angehaltene kalte Winter, so in 1739 den 4. Octobris angefangen und immer fort gefroren, daß es 1740 von Neuen Jahr recht grimmig kalt worden, daß auch den Sonntag nach Heilige Drei Könige die allerstärkste Kälte gestanden, welche so grausam gewesen, daß, wie die Casselische Zeitung gemeldet, 193 Menschen allein im Hessenland erfroren. Und ist das Eis auf der Werra 6 Werkschuhe dick gefroren, hat auch gedauert bis den 17. Martii, da dann das Eis losgebrochen und fortgangen, jedoch ohne merklichen Schaden. Es hat mit Frost und Schnee alle Tage continuieret bis zum Aprilis, und ist ein solcher harter Winter bei keines Menschen Gedenken so stark gewesen."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.05.2005
Beleg Henrich Hoferock: Kurze Beschreibung der Stadt Eschwege von 1736, hrsg. von Otto Perst, Göttingen 1954, S. 41.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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