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Eintrag 3210
Schlagworte Schneesturm; Personenopfer; Gedenkstein; Schneeglocke
Ortsangaben Herbstein
Zeitangabe 1839
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „Bei Herbstein steht in den Wiesen gegenüber der Einfahrt zum Thermalbad der Samuel-Ruhlstein, ein Denkmal, das an den frühen Tod des erst 22-jährigen Samuel Ruhl erinnert, der in einem Schneesturm im Winter 1839 von Lauterbach kommend kurz vor seinem Heimatort zu Tode kam. Der tragische Unfalltod rührte die Bürger der kleinen Stadt so sehr, dass in den Jahren zwischen 1839 und 1923 in den Abendstunden die so genannte „Schneeglocke“ läutete, um den Verirrten den Weg nach Hause zu weisen.“
„Die Inschrift am Stein (der im Rahmen des Ausbaus der B 275 von seinem ursprünglichen Ort versetzt werden mußte) lautet: Achtzehnhundert neun und dreißig ging Samuel Ruhl sehr früh und froh um Garn zu kaufen aus, und kam nicht nach Haus. Auf seinem Weg nach Hause, wo Sturm und Schnee sehr brauste, musst er nach langem Streben dem Sturm sein Garn hingeben. Er kämpft im Schneesturm weiter fort bis hier an seinen letzten Ort. Hier kurz vor seiner Vaterstadt, wo Sturm und Schnee gewütet hat, ermüth ermatt an allen Gliedern sank er hier zur Erde nieder und haucht sein Geist hier aus. Ach Gott, das ist ein Graus.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Anton Ruhl: Der Ruhlstein bei Herbstein, in: Buchenblätter, Beilage der Fuldaer Zeitung für Heimatfreunde 82 (2009), Nr. 13, S. 52.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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