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Eintrag 3444
Schlagworte Trockenheit, langanhaltende; Missernte Heu; Missernte Grummet; Futtermangel; Vieh musste abgeschafft werden; Getreideernte, mittlere; Kartoffelernte, mittlere
Ortsangaben Tann
Zeitangabe 1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „Durch lange anhaltende Trockenheit war das Jahr 1893 für die Landwirtschaft sehr ungünstig. Die ältesten Leute hier können sich einer solchen Trockenheit nicht entsinnen. So sind z.B. Kartoffeln, welche ich am 15. Mai hatte legen lassen, wegen Regenmangels erst im August aufgegangen. Nur der Roggen und die Kartoffeln gaben einen mittleren Ertrag. Heu und Hafer dagegen gab es nur auf ganz feuchten Grundstücken. Auf den beiden Schweerwiesen, auf welchen ich sonst wenigstens einen starken Wagen voll Heu bekam, gab es nur zwei Kötzen voll Heu. Da im August es etwas Regen gab, fiel die Grummeternte etwas besser aus. Wegen des großen Futtermangels mußte viel Vieh abgeschafft werden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Manfred Blumenhofer: Feuer und Wasser, in: 650 Jahre Tann 1355–2005, Geschichte und Brauchtum eines hessischen Dorfes im Besengrund. hrsg. von dem Festausschuss Tann (Arbeitskreis Chronik), Ludwigsau, 2005, S. 372–376, hier S. 372f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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