Datensätze

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Eintrag 1212
Schlagworte Teuerung; Getreidepreise
Ortsangaben Wallau
Zeitangabe 1817
Quellenzeitangabe
Originaltext "[1817] ist das Mött Korn für 12 bis 20 fl. verkauft worden. Hafer ist teuer gewesen, 8 fl. das Mött, Gerste kostete das Mött 12 fl., Meste Kartoffeln kostete 1 fl. In der Bibel bei Holzhauer Berge steht: 'Mein Vater ist zwei Tage nach einer Meste Korn gegangen, es war aber so, daß man es nicht genießen konnte. Die Meste hat 8 Gulden gekostet.'"
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   02.09.2005
Beleg Adolf Menges: Geschichte und Kulturkunde des Dorfes Wallau an der Lahn, Wallau 1936, S. 264.
Bearbeiter Horst Heck
   
Eintrag 1644
Schlagworte Getreidepreise
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 11.11.1816
Quellenzeitangabe Martini
Originaltext "... um den Martiny gal das Korn 14 fl der weiß das Malter 18 fl die gerst 11 und 12 fl ..."
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Hessens sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   26.06.2006
Beleg Aufzeichnung des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz.
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 1645
Schlagworte Getreidepreise; Kartoffelpreise
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 24.12.1816
Quellenzeitangabe
Originaltext "... um weinachten gal das Malter Korn 19 fl der weiß 22 fl die gerst 15 fl ... die Krumbärn sind auch nicht gut gerathen vor Weinachten gal das Malter 4 fl auch 90 x darauf ..."
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Hessens sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   26.06.2006
Beleg Aufzeichnung des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz.
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 1646
Schlagworte Getreidepreise; Kartoffelpreise
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 6.1.1817 - 19.2.1817
Quellenzeitangabe Fastnacht
Originaltext "... um fasnacht gal das Malter Korn 14 fl der weiß 20 fl die gerst 12 fl die Krumbärn sind auch nicht gut gerathen vor Weinachten gal das Malter 4 fl auch 90 x darauf um fasnacht sind sie wieder etwas herunter komen das Malter zu 3 fl auch etwas mehr"
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Hessens sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   26.06.2006
Beleg Aufzeichnung des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz.
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 1658
Schlagworte Ernte, durchschnittliche; Getreidepreise, niedrige; Getreidepreise; Kartoffelernte, gute; Kartoffelpreise
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 1820
Quellenzeitangabe
Originaltext "... die früchten waren so zimlich gerathen der weiß war viel auf dem felt aus gewachsen die frucht hat ein sehr geringen breiß um wein Nachten gal das Malter weiß groß Malter 5 fl 6 fl das Korn 4 fl etwas darauf die gerst 3 fl auch weniger die Spelz 1 fl 52 Kr die Kartoflen sind gut gerathen das Malter ist verkauft worden um 32 Kr im Jahr 1820 und 1821 war so ein geldt Mangel das fast Reich winzeren kein gelt gehabt haten ..."
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Hessens sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   26.06.2006
Beleg Aufzeichnung des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz.
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 1663
Schlagworte Getreideernte, gute; Getreidepreise
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 1821
Quellenzeitangabe
Originaltext "... es gab aber fiel frucht sie war aber sehr wolfeil das Malter weiß 4 fl 20x das Korn 2 fl 40x die gerst 2fl die spelß 1 fl 12x der haber 1 fl 20x"
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Hessens sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   26.06.2006
Beleg Aufzeichnung des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz.
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 3133
Schlagworte Hungerjahr; Teuerung; Getreidepreise
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 1817
Quellenzeitangabe
Originaltext „1816. Sehr nasser Sommer und infolge dessen Hungerjahr bis zur Ernte 1817. Die Metze Korn kostet 1 Thaler.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   23.06.2009
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4, zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 3.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3458
Schlagworte Beerenernte, überdurchschnittliche; Hagelschläge; Blitz; Donner; Getreidepreise
Ortsangaben Marjoß; Sterbfritz; Steinau; Niederzell; Schlüchtern; Creßenbach; Breidenbach
Zeitangabe 1781
Quellenzeitangabe
Originaltext „Also wurden unter der Leitung des Ädilen – und des deswegen jetzt überaus namhaften und bedeutenden Mannes – Herrn J. Adam Schmidt, Rat in unserer Präfektur und Quästor in Schwarzenfels, das Kreuz des Turmes zusammen mit der Kugel, (in der jedoch nichts Schriftliches und keine Dokumente enthalten waren) von dem Dachdecker J. Friedrich Herold aus Schwarzenfels am 15. August des genannten Jahres zuerst abgenommen und , nachdem die schadhaften Stellen des ganzen Daches mit … ausgebessert waren, dem Turm wieder aufgesetzt. So geschehen in dem jetzt gegenwärtigen Jahr 1781 im Monat August an seinem 21. Tage. […] In welchem Jahr obendrein die größte Beerenernte zu erwarten war, - jedenfalls so groß wie im ganzen Jahrhundert kaum zuvor; in welchem selben Jahr aber auch Hagelschläge, Blitz und Donner gab. – sie erreichten hier nicht nur die Größe von Nüssen, sondern öfters von Eiern, (Gewitter) von hier, (Gewitter) von überall und grassierten in unserer Nachbarschaft, z.B. in Marjoß, Steinau, Niederzell und Schlüchtern, Creßenbach, Breidenbach, und vor wenigen Schäden an: Wir aber hier im Orte – woran sich gewiß die einzigartige Gnade Gottes zeigte – sind mit Ausnahme eines einzigen Blitzschlages vor kurzem, der hinter dem Dorf einen Birnbaum traf, bis jetzt unverletzt, unberührt und unversehrt geblieben. In welchem Jahr sich übrigens Roggen 48–50, Weizen 60, Gerste 36 und Hafer bis 48,50–60 für die Kreuzträger (Christen) ergab.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Alfred Kühnert: Ältestes Dokument in der Sterbfritzer Kirchturmkugel, in: Bergwinkel-Bote. Heimatkalender 49 (1998), S. 43–51, hier s. 48f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3486
Schlagworte Getreidemangel; Verbot des Branntweinbrennens; Getreidepreise; Maßnahmen gegen Teuerung
Ortsangaben Fulda, Hochstift; Burghaun; Fürsteneck; Geisa; Mackenzell; Großenlüder
Zeitangabe 1789 - 1790
Quellenzeitangabe
Originaltext „In guten und auch mittelmässigen Erntejahren war das Hochstift imstande, sich selbst zu ernähren. Anders stand die Sache bei schlechten Ernten. Obwohl eine Missernte nicht vorlag, trat doch im Jahre 1789/90 Getreidemangel ein. … [Es folgt eine Beschreibung der Reaktionen der Regierung auf diese Lage und der dadurch ausgelösten Effekte.] … Von den Amtsvögten zog man zunächst Erkundigungen ein, wie die Ernte ausgefallen sei, wie hoch die Preise ständen, ob schon wirklicher Getreidemangel vorhanden sei oder noch eintreten könne. Die eingegangenen Berichte ergaben, dass die Wintersaaten im allgemeinen nur mittelmässig gediehen waren, man aber mit den Sommerfrüchten zufrieden war. Dreizehn Ämter gebrauchten noch einen Zuschuss, neun glaubten mit ihren Vorräten auskommen zu können, fünf, nämlich Burghaun, Fürsteneck, Geisa, Mackenzell und das Gericht Großenlüder hatten einen beträchtlichen Überschuss. Die Preise betrugen für Weizen 10–12 fl., für Roggen 7–9 fl. Und für Gerste 5–6 fl. Auch die beiden Fragen hatte man den Beamten vorgelegt, ob es wohl rätlich sei, zweitausend Malter Korn auf Staatskosten aufzukaufen und ein Verbot des Branntweinbrennens zu erlassen. Die meisten Beamten beantworteten die erste Frage mit Nein und die zweite mit Ja. Das Domkapitel, dem Adalbert im Herbstkapitel vom 21. September 1789 davon Mitteilung machte (Quelle: Prop. vom 21. Sept. 1789), sprach sich gegen den Getreidekauf aus… der Bischof endlich liess neun Wochen lang jedes Mal vier bis sechs Malter Korn von den herrschaftlichen Speichern auf den Wochenmarkt bringen und das Mass für 50 kr. an die Bedürftigen abgeben. Dadurch erreichte man – und das war neben der Versorgung der Armen der Hauptzweck -, dass die Kornpreise vorerst nicht weiter in die Höhe gingen. Auf diese Weise kam man über die Krise des Jahres 1789/90 glücklich hinweg. In der Folgezeit sollte vorerst kein Fruchtmangel eintreten.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg P. Nicephorus Enneking OFM: Das Hochstift Fulda unter seinem letzten Fürstbischof Adalbert III. von Harstall. Quellen und Abhandlungen zur Geschichte der Abtei und Diözese Fulda. Im Auftrag des Historischen Vereins der Diözese Fulda, hg.v. Gregor Richter, Dr. der Theologie und Philosophie, Domkapitular, Prof. an der phil.-theol. Lehranstalt zu Fulda, Fulda, 1935, S. 121–124.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3583
Schlagworte Getreidepreise
Ortsangaben Kerspenhausen
Zeitangabe 18.8.1769
Quellenzeitangabe
Originaltext „Bei einer Kirchenrenovierung wurde im Turmknopf des Kirchturms zu Kerspenhausen ein Schriftstück gefunden, das 1769 verfaßt wurde und die damaligen Zeitläufte beschreibt. […] zuletzt aber hat 1762 die von der ganzen französischen Armee durch einen Teil dieses Ortes Feldmark mitten in der Flur genommenen Retirade dem Ort beinahe den Untergang bereitet. Allein, sowie die Gefahr am größten zu sein schienen, hat dieselbe mit dem Zug und der verderbliche Krieg sein Ende gefunden. Von Menschen und Vieh ist unter göttlichem Segen noch so viel übrig geblieben, daß einer Hungersnot gesteueret worden, obwohl im Frühjahr 1763 ein Vtl. Weizen 24 fl., ein Vtl. Korn 16 fl., ein Vtl, Gerste 8 fl. Und ein Vtl. Hafer ebensoviel nach Frankfurter Cours gegolten. […] Gegeben Kerspenhausen, bei Aufsteckung der Kirchenfahne, den 18. August 1769
Gegenwärtige Preise sind: […]
1 Vtl. Weizen 7 Rthr.
1 Vtl. Korn 3 Rthr.
1 Vtl. Gerste 4 Rthr.
1 Vtl. Hafer 1 Rthr. 2 g gr. auch 1 g gr.
Dessen alles im Überfluß und mehr als Geld aufzubringen stehet.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.09.2011
Beleg Traugott Classen: Niederaula – Von der karolingischen Schenkung zur Großgemeinde. Untersuchende Darstellung zur 1200-Jahrfeier, Niederaula 1979, S. 175 ff u. 180.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3584
Schlagworte Getreidepreise
Ortsangaben Kerspenhausen
Zeitangabe 3.1763 - 6.1763
Quellenzeitangabe Frühjahr
Originaltext „Bei einer Kirchenrenovierung wurde im Turmknopf des Kirchturms zu Kerspenhausen ein Schriftstück gefunden, das 1769 verfaßt wurde und die damaligen Zeitläufte beschreibt. […] zuletzt aber hat 1762 die von der ganzen französischen Armee durch einen Teil dieses Ortes Feldmark mitten in der Flur genommenen Retirade dem Ort beinahe den Untergang bereitet. Allein, sowie die Gefahr am größten zu sein schienen, hat dieselbe mit dem Zug und der verderbliche Krieg sein Ende gefunden. Von Menschen und Vieh ist unter göttlichem Segen noch so viel übrig geblieben, daß einer Hungersnot gesteueret worden, obwohl im Frühjahr 1763 ein Vtl. Weizen 24 fl., ein Vtl. Korn 16 fl., ein Vtl, Gerste 8 fl. Und ein Vtl. Hafer ebensoviel nach Frankfurter Cours gegolten. […] Gegeben Kerspenhausen, bei Aufsteckung der Kirchenfahne, den 18. August 1769
Gegenwärtige Preise sind: […]
1 Vtl. Weizen 7 Rthr.
1 Vtl. Korn 3 Rthr.
1 Vtl. Gerste 4 Rthr.
1 Vtl. Hafer 1 Rthr. 2 g gr. auch 1 g gr.
Dessen alles im Überfluß und mehr als Geld aufzubringen stehet.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.09.2011
Beleg Traugott Classen: Niederaula – Von der karolingischen Schenkung zur Großgemeinde. Untersuchende Darstellung zur 1200-Jahrfeier, Niederaula 1979, S. 175 ff u. 180.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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