Datensätze

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Eintrag 2580
Schlagworte Getreidepreisentwicklung
Ortsangaben Hessen; Gittersdorf
Zeitangabe 1763
Quellenzeitangabe
Originaltext Laut Angaben der Gittersdorfer Schulchronik von 1912 wurde in 1763 der Kirchturm der Dorfkirche ausgebessert, wobei eine Urkunde in den Kirchturmknopf gelegt wurde, die bei einer Sanierung 1816 entdeckt und neu abgeschrieben wieder eingelegt wurde. Der Text der Abschrift lautet: „Unter der gnädigen Regierung des Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn Friedrich II., Landgraf zu Hessen, Fürsten zu Hersfeld, ppi ist dieser Turm auf Kosten der Gemeinde ausgebessert worden. Zur Nachricht soll man Folgendes einverleiben: Das Viertel Korn galt noch im Anfange dieses Jahres 32 Reichstaler, aber im Herbst dieses Jahres nur 4 Reichstaler. … So geschehen am 27. September 1763 … abgeschrieben am 3.10.1816“.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.01.2009
Beleg Gittersdorfer Dorfgeschichte(n) 1356-2006, hg.v. Heimatverein Gittersdorf, S. 70.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 2581
Schlagworte Regenwitterung, unaufhaltsame; Ernte, schlechte; Kartoffeln, missratene; Heu, verschlammtes; Lebensmittelpreise; Branntwein, schlechter; Bier, ungenießbar
Ortsangaben Hessen; Hersfeld; Gittersdorf
Zeitangabe 6.1816 - 9.1816
Quellenzeitangabe Sommer
Originaltext Bei Renovierungsarbeiten der Kirche im Jahre 1912 wurde ein Dokument aus dem Jahre 1816 entdeckt, das der damalige Pfarrer des Kirchspiels Obergeis am 11.10.1816 aufgezeichnet hatte und das in einer Abschrift in die Schulchronik übernommen wurde. „… Das Jahr 1816, worinnen wir uns jetzt befinden, scheint übrigens rücksichtlich seiner Fruchtbarkeit und Gedeihlichkeit ein wenig gesegnetes Jahr zu sein. Wegen der fast beispiellosen unaufhaltsamen Regenwitterung in diesem Sommer ist die diesjährige Ernte beinahe in jeder Hinsicht schlecht ausgefallen. Die Kartoffeln, bekanntlich das Hauptnahrungsmittel für Menschen und Vieh, sind in sehr vielen Gegenden unseres deutschen Vaterlandes hin und wieder völlig missraten. Das Heu ist in vielen Orten teils verschlammt, teils sehr schlecht gemacht worden. Kurzum, wenn der gütige Gott in das Wenige, was verhältnismäßig eingeerntet worden ist, nicht einen besonderen Segen legt oder uns nicht noch einen schönen guten Herbst schenkt, wozu es aber jetzt ‚Gottlob’ den Anschein hat, so dürfte es leider vorauszusagen sein, dass Menschen und Vieh besonders auch im künftigen Frühjahr und vor der Ernte ihre schwere Last haben werden, sich durchzubringen. …
Die damaligen Fruchtpreise sind: Das Hersfelder Würfelkorn 8 - 9 Taler, Weizen 12 - 13 Taler, Gerste 4 ½ - 5 Taler, der Hafer 2 Silbergroschen und noch mehr , das Maß Branntwein (oft schlecht genug) 16 – 18 Albus, das Maß Bier (oft kaum genießbar) 1 Silbergroschen, das Maß Samenfett 1 Silbergroschen. Wenig teurer sind sogenannte Luxusartikel, wie das Pfund Zucker und 'Caffe’ (Kaffee) jedes 12 Albus, der Franzbranntwein 8 Albus …“.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.01.2009
Beleg Gittersdorfer Dorfgeschichte(n) 1356-2006, hg. v. Heimatverein Gittersdorf, S. 72-73.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 2582
Schlagworte Orkan; Schäden an Kirchturm
Ortsangaben Gittersdorf
Zeitangabe 12.3.1876
Quellenzeitangabe
Originaltext „Orkanschäden 12. März 1876: Infolge eines heftigen Orkans wurde die [Gittersdorfer] Kirche ihrer Fahne nebts Knopfes beraubt.“ Im Frühjahr 1878 wurde sie wiederhergestellt.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.01.2009
Beleg Gittersdorfer Dorfgeschichte(n) 1356-2006, hg.v. Heimatverein Gittersdorf, S. 127.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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