Datensätze

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Eintrag 73
Schlagworte Sturm; Starkregen; Schäden an Gebäuden
Ortsangaben Grebenstein; Immenhausen
Zeitangabe 20.12.1740
Quellenzeitangabe
Originaltext "... darbey aber auch annoch zu berichten nicht ermanglen sollen, wie ohnlängst am 20ten Decembr. letzt abgewichenen Jahrs durch den damahlen gewesenen erschrecklichen großen Sturm Windt und Regen wetter, nicht allein ein Schornstein auff hiesigem neuen Ambthauße über dem Dach gantzl. abgestoßen, und dadurch ziemlicher schaden am Dache und forderwandt verursachet, sondern auch viele Dachsteine und Ziegeln auff dem hiesigen und Immenhaußer Fruchtboden abgeschlagen worden, welches alles dann auch ebenfallß gantz ohnumbgänglich und baldt müglichst repariret werden müste ...". Schreiben des Grebensteiner Rentmeisters Limberger vom 10. Januar 1741.
Antwortschreiben der Kasseler Rentkammer an den Grebensteiner Rentmeister Limberger: "Wir haben verlesen, was Ihr bey einsendung des 4ten quartals Extracts verwichenen Jahrs wegen des durch letztern am 20ten passato entstandenen starcken Sturm winds an denen dortigen und Immenhaußer herrschafftl.n genäuden entstandenen schadens, anhero berichthet habt.
Gleichwie Wir nun darauff resolviret haben daß solcher ohne anstand reparirt, demnächst auch die Rechnung darüber zum Zahlungsbefehl eingeschickt werden solle.Alß habt Ihr Euch darnach zuachten das p. Cassell den 24ten Jan. 1741."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.10.2004
Beleg StAM Best. 40a , Rubr. 10, Bausachen, Grebenstein
Bearbeiter Karin Gottschalk
   
Eintrag 573
Schlagworte Missernte Winterfrüchte; früher Wintereinbruch; Missernte Grummet; Teuerung
Ortsangaben Grebenstein
Zeitangabe 1739 - 1740
Quellenzeitangabe
Originaltext "Es sind leyder! in diesem Jahr alhier die Winterfrüchte so schlecht gerathen, daß die meisten kein Korn mehr haben; Weil nun vorhin eine große armuth sich alhier geäußert, wozzu die theure Zeit im Vergangenen sommer [1739] kommen und daß das grummeth meistentheils wegen alzu früh eingefallenen winters verdorben, Solchemnach ist alhier ein erbärmliches lamentiren. Damit nun die Bürgerschafft in diesem elenden Zustande einiger maßen soulagiret werde; Alß gelanget an Königl. Fürstl. RenthC. unser unterthäniges Bitten an den Winterheure einen erlaß wiederfahren zu laßen".
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   01.12.2004
Beleg StAM, Best. 330 Grebenstein 39: Ratsprotokoll 1738-45, p. 49.
Bearbeiter Karin Gottschalk
   
Eintrag 577
Schlagworte strenge Kälte; Frost; Frosttote; Tauwetter
Ortsangaben Grebenstein
Zeitangabe 1739 - 10.3.1740
Quellenzeitangabe
Originaltext "Actum Grebenstein den 16ten Martii 1740.
Alß in diesem Jahr ein so kalter Winter gewesen und grimmige Kälte gewesen daß hin und wieder die leuthe todt gefrohren, an Händen und füeßen schaden erlitten und so gar berichtet worden, daß die Postbotten und Fuhrleuthe auff den Pferden erfrohren und die Pferde mit denen auffgehabten /todten/ leuthen vor die Wirthshäuser kommen, daher dan diese Kälte diejenige, so ao. 1709 gewesen, weiter übertroffen und seith dem [Auslassung] kein dau-wetter gewesen, vor 6 tagen aber allererst nehmlich den 10ten hujus seinen anfang genommen und bis hiehin Gott lob! continuiret, daher man dan bey antrettendem frühling von der wärme der sonnen eine beßerung und änderung verhoffet, hat man vor nöthig erachtet die Hirten zu miethen und anzunehmen (...)".
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   01.12.2004
Beleg StAM, Best. 330 Grebenstein 39: Ratsprotokoll 1738-45, p. 36 f.
Bearbeiter Karin Gottschalk
   
Eintrag 735
Schlagworte Witterung; Kälte; Misswachs Winterfeld
Ortsangaben Grebenstein
Zeitangabe 1771 - 5.1772
Quellenzeitangabe Winter 1771/1772 und Frühling 1772
Originaltext "Die Winter früchte [in der Gemarkung der Stadt Grebenstein, J.E.] haben sich wegen der kalten Witterung auf denen Äckern sehr verlohren, und ist eine schlechte Erndte davon zu vermuthen."
Bericht des Grebensteiner Rentmeisters Christoph Geise über die Beschaffenheit der Winterfelder in der Stadt und im Amt Grebenstein vom 18. Mai 1772.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   23.02.2005
Beleg StAM Best. 40a, Rubr. 48, Grebenstein.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1515
Schlagworte Kälte, große
Ortsangaben Grebenstein
Zeitangabe 1.1776 - 3.1776
Quellenzeitangabe
Originaltext "Nach seiner Aufnahme in die Armee in Immenhausen rückte die Kompagnie des Johannes Räuber am 2. Januar 1776 nach Grebenstein aus, wo während der ziemlich großen Kälte, die im Winter 1776 herrschte, die Truppe 'einexerziert' wurde."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   11.01.2006
Beleg Helmut Breiter: Johannes Räuber und sein Tagebuch, in: Jahrbuch Landkreis Kassel (1980), S. 59-62Helmut Breiter: Johannes Räuber und sein Tagebuch, in: Jahrbuch Landkreis Kassel (1980), S. 59-62, hier S. 60.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3689
Schlagworte Jahr, nasses; Mißernte; Hungersnot
Ortsangaben Kassel; Grebenstein; Immenhausen
Zeitangabe 1692
Quellenzeitangabe
Originaltext "1692 kam in Folge des nassen Jahres eine slche Noth, daß die Bewohner Kassels ihr Brot von den Städten Grebenstein und Immenhausen ankaufen mußten."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.11.2012
Beleg Kasseler Wetter, in: Hessenland 9 (1895), S. 94–95, hier S. 95
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3690
Schlagworte Regen, wochenlanger; Mißernte; Teuerung; Hungersnot
Ortsangaben Kassel; Grebenstein; Immenhausen
Zeitangabe 1770 - 1772
Quellenzeitangabe
Originaltext "1770 regnete es 91 Tage ununterbrochen. Die Jahre 1771 und 1772 brachten deshalb große Theuerung und im ersten Jahre bekam man für 1 Silbergroschen nur 29 Loth und im letzten Jahre nur 27 1/2 Loth Broth."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.11.2012
Beleg Kasseler Wetter, in: Hessenland 9 (1895), S. 94–95, hier S. 95
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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