Datensätze

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8

Eintrag 757
Schlagworte Hagel; Feldschäden
Ortsangaben Wiebelsbach
Zeitangabe 1582
Quellenzeitangabe
Originaltext "Wiebelsbach – [Wein] durch Hagel zerschlagen."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   25.08.2005
Beleg Glaser/Militzer: Wetter, S. 289.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 803
Schlagworte Hagel
Ortsangaben Eschwege
Zeitangabe 4.5.1584
Quellenzeitangabe
Originaltext „... und zwischen denen zweien Brücken ist noch ein Tor, an welchem ein Zeichen großer Schlossen, so anno 1584 den 4. Maii in der Größe eines Hühnereies mit spitzigen Stacheln in Gestalt eines achteckigen Sternes gefallen, welches artig in Stein gehauen zu sehen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   28.05.2005
Beleg Henrich Hoferock: Kurze Beschreibung der Stadt Eschwege von 1736, hrsg. von Otto Perst, Göttingen 1954, S. 25.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 804
Schlagworte Gewitter; Hagel; Gebäudeschäden; Schäden an Feldfrüchten; Bäume, entwurzelte
Ortsangaben Eschwege
Zeitangabe 1405 - 1405
Quellenzeitangabe 13 Tage
Originaltext „Die andere Spende ist eine Brot- und Speckspende, deren Stiftung daher erwachsen. Als im Jahre 1405 allhier zu Eschwege und um hiesige Gegend ein groß erschreckliches und vorher nie erhörtes und ungemeines Donnerwetter entstanden, welches mit grausamen Knallen, Donnern und Blitzen dreizehn ganzer Tage gestanden, welches auch ins Neue Tor geschlagen und solches zerschmettert und über einen Haufen geworfen, ja auch alle sowohl Sommer- und Winterfrüchte verhagelt und verderbet, die Bäume zerschlagen und viel Unheil mehr gestiftet und nach sich gezogen hat, welches denen Leuten in dieser Gegend, absonderlich auch hiesiger Stadt Bürgerschaft, die meistenteils zwischen Furcht und Hoffnung stehend gleichsam tot gewesen, ein großes Schrecken eingejagt, derowegen die Bürger und Einwohner dieser Stadt samt Weib und Kindern, Groß und Klein, Reich und Arm mit aufgehobenen Händen und gebogenen Knien, mit Weinen, Fasten und Beten gar brünstig zu Gott geseufzet und um Abwendung solches schweren Gewitters gebeten, auch dabei dieses festiglich und sancte gelobet und versprochen, daß, wann der liebe Gott ihr Gebet erhören und sie aus der großen Not und Gefahr würde erretten, wollten sie denen Armen jährlich und jedes Jahr besonders eine Spende an Brot und Speck reichen lassen. Welches sie auch nachgehends, als sie Gott in Gnaden erhöret und das grausame und höchst schäd- und verderbliche Donnerwetter von ihnen abgewendet, treulich gehalten und die versprochene Spende jährlich denen Armen austeilen lassen, wie Johann Bange in seiner Thüringischen Chronik fol. 151 meldet. Diese Spende aber ist schon vor vielen Jahren in gänzlichen Abgang kommen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   28.05.2005
Beleg Henrich Hoferock: Kurze Beschreibung der Stadt Eschwege von 1736, hrsg. von Otto Perst, Göttingen 1954, S. 29.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1260
Schlagworte Hagel; Mißernte Roggen
Ortsangaben Damm
Zeitangabe 1462
Quellenzeitangabe
Originaltext "der heyle (Hagel) hatte das korn geschlagen"
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   06.09.2005
Beleg Georg Landau: Notizen über die Getreideernten in Oberhessen während des 15. Jahrhunderts. Aus den Pachtregistern des deutschen Ordens, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde A.F. 3 (1843), S. 201-204, hier S. 202.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1265
Schlagworte Hagel; Mißernte Hafer
Ortsangaben Rosphe
Zeitangabe 1463
Quellenzeitangabe
Originaltext "haid der heyle das korn eyn dritteil geschlagen vnd die haber alle gar verterbit"
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   06.09.2005
Beleg Georg Landau: Notizen über die Getreideernten in Oberhessen während des 15. Jahrhunderts. Aus den Pachtregistern des deutschen Ordens, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde A.F. 3 (1843), S. 201-204, hier S. 202.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1321
Schlagworte Unwetter; Hagel; Regen; Vernichtung der Feldfrüchte; Schäden an Gebäuden; Kollekte für von Hagel betroffene Bauern; Kredite für Beschaffung von Saatgut
Ortsangaben Rotenburg
Zeitangabe 25.5.1868
Quellenzeitangabe
Originaltext „Gegen 3 Uhr nachmittags brach ein heftiges Unwetter mit starkem Hagelschlag von Osten nach Westen ziehend aus. Die Hagelstücke hatten teilweise die Stärke eines Hühnereis. Durch diesen Hagel u. den damit verbundenen Regenguß wurde der größte Teil der Feldmark Rotenburg verwüstet. Dazu wurde eine Unmasse Fensterscheiben, besonders im Schloß, zerschlagen. Innerhalb einer Stunde war die in Aussicht stehende gute Ernte vernichtet. Mancher kleine Landwirt sah trostlos in die Zukunft. Der Herr Oberpräsident ordnete eine Hauskollekte im Regierungsbezirk an. Auch der Finanzminister stellte unverzinsliche Kapitalien zur Beschaffung von Saatgut zur Verfügung; hiervon wurde aber kein Gebrauch gemacht. Der Schaden verteilte sich auf 265 Besitzer u. wurde auf 34.051 Thlr. 1 Sgr. 2 Pfennig abgeschätzt. Die Kollekte in hiesiger Stadt ergab aus der Altstadt 56 Thlr. 10 Sgr., aus der Neustadt 10 Thlr. 25 Sgr. Dieser Betrag wurde an die Regierungshauptkasse zu Cassel gesandt. Nach Abschluß der Kollekte im Regierungsbezirk kamen zur Verteilung an 194 Geschädigte: 592 Thlr. 20 Sgr., an 45 Geschädigte: 116 Thlr. 15 Sgr. Die übrigen bessergestellten Grundbesitzer hatten zugunsten der Ärmeren auf Unterstützung verzichtet.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.09.2005
Beleg Chronik der Stadt Rotenburg an der Fulda von 1700 bis 1972, bearbeitet von Hans-Günter Kittelmann, Kassel 1998 (Hessische Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde; Bd. 30), S. 95 f.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1332
Schlagworte Unwetter; Gewitter; Hagel; Flurschäden; Hagelversicherung
Ortsangaben Rotenburg
Zeitangabe 1890
Quellenzeitangabe
Originaltext „Während des Sommers ging ein Gewitter mit starkem Hagelschlag hernieder. Der Schaden war ein beträchtlicher; da aber jetzt genug Hagelversicherungsgesellschaften vorhanden sind, wurden Sammlungen wie früher nicht mehr genehmigt. 24 Grundbesitzer hatten gegen Hagelschaden versichert.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.09.2005
Beleg Chronik der Stadt Rotenburg an der Fulda von 1700 bis 1972, bearbeitet von Hans-Günter Kittelmann, Kassel 1998 (Hessische Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde; Bd. 30), S. 118.Chronik der Stadt Rotenburg an der Fulda von 1700 bis 1972, b
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1356
Schlagworte Hagel; Roggen, zerschlagen
Ortsangaben Herzhausen; Kirchlotheim
Zeitangabe 12.5.1857
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1857 den 12. Mai Nachmittag von zwei bis drei Uhr war ein Hagelschlag. Das Korn, der Saman hinter den Ochsenbüll Kirchlotheim wurde zuthal Geschlagen.“
Bemerkungen Aufzeichnungen Georg Stiehl, 1867
Bearbeitungsstand   15.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 8.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1379
Schlagworte Hagel; Unwetter; Flurschäden; Hochwasser; Überschwemmung; Bodenerosion; Kollekte für Geschädigte
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 19.5.1888
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 19. Mai und 26. Juni hatte die hiesige Feldmark ein großes Hagelwetter und Wasser zu bestehen. Der Hagel that weniger Schaden, doch durch das Wasser wurden die Wiesen des Thales überschwemmt und der Ackerboden fortgeschoben in den Bach hinein, besonders groß ist der Schaden in dem Bergethal und der Marbach; auch das Kuhbachthal hat gelitten, wie überhaupt wohl kein Acker-oder Wiesenstück gänzlich verschont geblieben ist. Aus einer Sammlung wurde den Beschädigten (der angerichtete Schaden war auf l0215 M. amtlich geschätzt) eine Unterstützung von 785 M. zuteil, für welche zum Teil Saatkorn angeschafft wurde.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 11.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1380
Schlagworte Hagel; Unwetter; Flurschäden; Hochwasser; Überschwemmung; Bodenerosion; Kollekte für Geschädigte
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 26.6.1888
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 19. Mai und 26. Juni hatte die hiesige Feldmark ein großes Hagelwetter und Wasser zu bestehen. Der Hagel that weniger Schaden, doch durch das Wasser wurden die Wiesen des Thales überschwemmt und der Ackerboden fortgeschoben in den Bach hinein, besonders groß ist der Schaden in dem Bergethal und der Marbach; auch das Kuhbachthal hat gelitten, wie überhaupt wohl kein Acker-oder Wiesenstück gänzlich verschont geblieben ist. Aus einer Sammlung wurde den Beschädigten (der angerichtete Schaden war auf l0215 M. amtlich geschätzt) eine Unterstützung von 785 M. zuteil, für welche zum Teil Saatkorn angeschafft wurde.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 11.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1383
Schlagworte Hagel; Unwetter; Regen; Überschwemmungen; Flurschäden; Feldfrüchte vernichtet; Wiesen mit Geröll bedeckt; Muttererde weggeschwemmt; Schäden an Brücken; Schäden an Wegen
Ortsangaben Thalitter
Zeitangabe 19.5.1888
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 19. Mai, Sonnabend vor Pfingsten, nachmittags gegen 2 Uhr wurde die hiesige Gemarkung von einem von wolkenbruchartigem Regen begleiteten schweren Hagelwetter heimgesucht. Der dadurch verursachte Schaden ist ein recht bedeutender. Stellenweise sind die Feldfrüchte durch die niederfallenden Hagelkörner gänzlich vernichtet worden. Nicht geringer ist der durch die strömenden Wassermassen verursachte Schaden. Ganze Wiesenflächen sind mit Geröll überdeckt; auch ist in den tiefer gelegenen Gärten meistens die Ackererde hinweggeschwemmt. An Brücken, Wegen u.s.w. werden erhebliche Reparaturen notwendig sein.“
Bemerkungen Schulchronik Thalitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 12.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1470
Schlagworte Gewitter; Überschwemmungen; Regen; Hagel
Ortsangaben Frauenstein; Dotzheim
Zeitangabe 15.5.1898
Quellenzeitangabe
Originaltext Es war am 15. Mai Sonntag Nachmittag zwischen 4 u. 5 Uhr als sich ein heftiges Gewitter über unserem Dorfe entlut und einen sehr heftigen Hagelschlag mit sich bragte. Die ganzen Weinberge sowie die Obstbäume und die Frucht auf den Feldern waren in einem _ Stunde Theilweiße fast ganz vernichtet. Die Eisstücke waren in der Größe einer Nuss. In Dotzheim ist in folge diesen Unwetters ein Knabe von 11 Jahre ertrunken. Um diese Zeit wurde der F. Winzerverein gegründet.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.12.2005
Beleg Gerhard Jelen (Bearb.): Hausmanual des Anton Schneider aus Frauenstein, fortgeführt von Joseph Schneider, 1829 bis 1887. S. 142.
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 1541
Schlagworte Frost; Regen; Hagel
Ortsangaben Treysa
Zeitangabe 3.1790
Quellenzeitangabe
Originaltext "Den Monat März hat es wieder hart gefroren. Sechs Tage hat es wieder an einem Stück hart geregnet und geschloßt bis den 3. April."
Bemerkungen Eintrag aus der Familienbibel des Treysaer Metzgermeisters Johannes May (*1764).
Bearbeitungsstand   07.02.2006
Beleg Alfred Giebel: Aus einer alten Treysaer Familienbibel, in: Schwälmer Jahrbuch (1975), S. 54-57, hier S. 54.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1662
Schlagworte Gewitter; Regen; Hagel; Feldschäden; Erosion
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 4.1821 - 5.1821
Quellenzeitangabe
Originaltext "1821 aus gangs abrill und anfangs im May gabs alle Tag gewiter Regen und hat sehr viel schaten gethan theils durch groß waßer theils durch schloßen, die früchten verschlagen und überschwimt ..."
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Hessens sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   26.06.2006
Beleg Aufzeichnung des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz.
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 1670
Schlagworte Gewitter, schweres; Hagel
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 26.10.1824
Quellenzeitangabe
Originaltext "1824 (den) 26 oktober Abens um 5 uhr gabs ein schwer donner weter mit Hagel und schloßen das sich kein Mensch auf freiem felt erhalten konnte."
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Hessens sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   26.06.2006
Beleg Aufzeichnung des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz.
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 1852
Schlagworte Hagel; Sturm; Unwetter
Ortsangaben Warzenbach
Zeitangabe 6.6.1804
Quellenzeitangabe
Originaltext „Wartzenbach 1804
Zum Andenken der nach welt, daß am 6. Juni dieses laufenden Jahres nachmittags zwischen 4 und 5 Uhr ein so großer Hagelschlag ist entstanden, daß die früchte auf den gantzen Feldern gantz zerschlagen worden sind, die fenster in den Häusern, wo der Sturm dagegen schlug, alle zertrümmert wurden, große Bäume wurden durch den Sturm aus der Erde gerissen, die Eisstücke waren so groß wie ein kleines Hühnerei. Das Korn lag alle zu Boden 3 bis 4 mal geknickt. Einzelne halme waren zu zählen. Hafer und Schotten (Erbsen) hatten harten Schaden gelitten. Durch die Stücke Eis haben die Löcher in der Erde noch lange Zeit gestanden. Das Obst und die schönen Blätter der Bäume lagen zerschlagen am Boden. Eine jammervolle Betrübnis und vergossene Seufzer! Jedermann mußte sein Saat- und Brotkorn kaufen. Die halbe Sommerfrucht ward nicht eingeerntet. Dieser Hagelschlag entstand im Siegerlande: Breidenbach, Kombach, Wartzenbach, Oberndorf, Treisbach, etwas in Niederasphe, Amönau über Sterzhausen, Goßfelden, Sarnau und von da weiter ins Mainzische. Grebe Druß.“
Bemerkungen Warzenbacher Chronik Band III 1711-1899
Bearbeitungsstand   13.08.2006
Beleg Wilhelm Buchenauer: Warzenbach. Mein Dorf – meine Heimat. Chronik und Heimatbuch. Marburg 1986, S. 137.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 1853
Schlagworte Hagel
Ortsangaben Warzenbach; Wetter
Zeitangabe 24.7.1855 - 25.8.1855
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahr 1855, den 24. Juli des Morgens 5 Uhr ein Hagelschlag gewesen, welches Gewitter von Kernbach nach Wetter der meiste Schaden auch in den Feldern am Wollenberg geschah.
Im Selbigen Jahr 1855, den 25. August, nachmittags 4 Uhr ein zweiter Hagelschlag von derselben Richtung her. Die Sommerernte im Hogerfeld war so beschädigt, daß die Saatfrucht gekauft werden mußte.“

Bemerkungen Warzenbacher Chronik Band III 1711-1899
Bearbeitungsstand   13.08.2006
Beleg Wilhelm Buchenauer: Warzenbach. Mein Dorf – meine Heimat. Chronik und Heimatbuch. Marburg 1986, S. 138.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 1862
Schlagworte Hagel; Gewitter; Unwetter
Ortsangaben Marburg
Zeitangabe 14.8.1475
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1475 in der dritten Mitternachtstunde des 4. August entlud sich in der Marbach ein furchtbares von Hagel begleitetes Gewitter, wie seit Menschengedenken nicht gesehen. Infolgedessen schwoll die Ketzerbach so an, daß das Wassser bei Buchsacks Haus über die Steinbrücke hinweg zu dem Thor bei dem Hospital hinein und zu Snellharts Pforten hinausging, ferner ging es zu dem roten Thor bei St. Michael hinein, stieß auf Henchen Walters Pforte und stand in der deutschen Herren Hof. Zwischen dem roten Thor und der deutschen Herren Kirchhof hatte es ein Stück Mauer umgeworfen. Scheuern und Ställe standen mannshoch unter Wasser. Das Vieh im deutschen Hause mußte vor das Spital geführt werden. Wären die Pforten geöffnet gewesen, dann hätte das Wasser seinen Abfluß gehabt, und der Schaden wäre nicht so groß gewesen. Das Wasser kam mannshoch aus der Marbach, riß tiefe Gräben, zerstörte die Wege und führte Wagen, Holz, Steine und Erde mit sich.“
Bemerkungen Datum auf den gregorianischen Kalender umgerechnet.
Bearbeitungsstand   13.08.2006
Beleg W. Bücking: Mitteilungen aus Marburgs Vorzeit. Marburg 1886, S. 78.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 1875
Schlagworte Unwetter; Hagel; Überschwemmung
Ortsangaben Bad Endbach
Zeitangabe 28.5.1826
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 28. Mai 1826, einem Sonntag, ging nachmittags zwischen 3 und 6 Uhr über Schlierbach ein Unwetter nieder, von dem sich die alten Leute heute noch erzählen. Es begann mit einem Hagel, dessen Körner so dick wie Taubeneier waren und dem Erdboden einige Schuh hoch bedeckten. Anschließend regnete es drei Stunden so heftig, daß die Bewohner sich veranlaßt sahen, ihr Vieh in die Stuben oder auf die Anhöhen zu treiben – unter eigener Lebensgefahr – wobei doch einige Kühe und Schweine von dem sonst so harmlosen Bächlein, das mit Schlierbach gleichen Namens den Ort durchfließt, das jetzt aber zu einem wütenden Strom angewachsen war, mitgerissen wurden. Ein Stockwerk hohe Steinhalden wurden bei den Höfen von Johann Jakob Debus, Johann und Jakob Müller angeschwemmt, wobei sich Steine von der Größe eines menschlichen Kopfes befanden. Von den Äckern an den Berghalden wurde die Erde fortgeschwemmt, so daß dort Gräben entstanden, so tief, daß ein Mann sich darin stellen konnte. Nicht nur das damals aus 22 Häusern bestehende Schlierbach stand restlos unter Wasser, nein, es wurden Stämme mitgerissen, >wo ein Paar Ochsen von den Besten noch nicht im Stande waren, dasselbige zu ziehen<. >Bis zum 20. Juni lagen haufenweise die Hagelkörner überall herum und diese kaum jemand imstande war, vor Kälte anzugreifen.< Die Ernte war zu zwei Drittel vernichtet. Mit einem Lobpreis Gottes schließt dennoch der Chronist, der damalige Bürgermeister, seinen Bericht, weil er gewiß ist, daß Gott auch wieder den doppelten Segen geben wird denen, die seine Geschichte bußfertig annehmen. Aufgeschrieben habe er überhaupt die ganze Sache nur, damit spätere Geschlechter nicht die Väter der Mißwirtschaft beschuldigen. Denn die Schäden seien wirklich nur durch dieses Unwetter gekommen und seien so groß, daß unmöglich eine Generation sie beseitigen könnte.“
Bemerkungen Aus dem Hinteländer Anzeiger von 1950:
Bearbeitungsstand   14.08.2006
Beleg Karl Huth: Die Gemeinde Bad Endbach und ihre 8 Ortsteile im Wandel der Jahrhunderte. Bad Endbach 1985, S. 177.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 1927
Schlagworte Kälte; Trockenheit; Hagel
Ortsangaben Hasungen; Kassel
Zeitangabe 3.1458 - 8.1458
Quellenzeitangabe
Originaltext „1458 herrschte von der Mitte März an, durch den April, Mai und Juni große Kälte und Trockenheit, mit Reif und Hagel, so daß die Gerste nicht aus der Erde konnte. Der Sommer war von Mariä Heimsuchung an, wo schwere Gewitter mit Hagel eintraten, die namentlich in Kassel viel Schaden thaten, gut.“
Bemerkungen Nach einer Chronik des Klosters Hasungen
Bearbeitungsstand   14.01.2007
Beleg August Friedrich Christian Vilmar: A. F. C. Vilmar’s Wetterbüchlein, 6. Aufl., Marburg 1903 (Nachdr. 1981), S. 46.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8