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Eintrag 39
Schlagworte Witterung; Hagelschlag
Ortsangaben Bierstadt; Wetterau
Zeitangabe 7.9.1627
Quellenzeitangabe
Originaltext Nachmittags um 2 Uhr vernichtet ein Hagelschlag weite Teile der Kornsaat des Johann Michael Scher zu Bierstadt, sodass dieser nicht seiner Pachtschuld gegenüber der Äbtissin des adligen Jungfrauenklosters Gnadenthal, Liebmut von Irmtraut, nachkommen kann und um eine anderweitige Verpachtung des Zehnten bittet.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.07.2004
Beleg Wolf Heino Struck: Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn bis zum Ausgang des Mittelalters 3: Die Klöster Bärbach, Beselich, Dirstein und Gnadenthal, das Johanniterhaus Eschenau... 1961. Nr. 1301n. S. 715.
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 41
Schlagworte Witterung; Hagelschlag; Missernte
Ortsangaben Gnadenthal
Zeitangabe 1.10.1629
Quellenzeitangabe
Originaltext Vereinbarung Anton Neuwers von Montabaur mit Henrich Hambach, daß wegen Hagels und Mißwuchses den beiden Jungfern seitens des Kl[osters] Gnadenthal als Deputat geliefert soll: 57 ml Weizen, 10 ml Hafer, 2 ml Gerste, 4 Sm Erbsen, 1 Sm Linsen. Die Schweine und Rinder sind bereits geliefert, das übrige ist erlassen.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.07.2004
Beleg Wolf Heino Struck: Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn bis zum Ausgang des Mittelalters 3: Die Klöster Bärbach, Beselich, Dirstein und Gnadenthal, das Johanniterhaus Eschenau... 1961. Nr. 1316n. S. 726-727.
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 42
Schlagworte Witterung; Hagelschlag; Missernte
Ortsangaben Butzbach; Wetterau; Leihgestern
Zeitangabe 1360
Quellenzeitangabe
Originaltext Anselm von Hoch-Weisel, Schultheiß zu Butzbach, schreibt der Äbtissin und den Nonnen zu Seligenstatt, die Gebrüder Hentze und Hermann Strube, Landsiedel jenes Klosters zu Leihgestern, hätten ihm gesagt, daß sie die dem Kloster schuldige Pacht wegen der Not, die sie von dem Hüttenberg hätten, nicht geben können. Ihnen sei, wie er wohl erklären könne, dort allzu weh geschehen von Herren Not und Hagel. Er bittet daher, den armen Leuten Gnade zu gewähren.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.07.2004
Beleg Wolf Heino Struck: Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn bis zum Ausgang des Mittelalters 4: Das Johanniterhaus Pfannstiel und die Klöster Seligenstatt und Walsdorf 1962. Nr. 1587. S. 87-88.
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 44
Schlagworte Witterung; Hagelschlag; Missernte
Ortsangaben Affolderbach, Kloster
Zeitangabe 1551
Quellenzeitangabe
Originaltext Item hait der hagell dis jar den hoffleuthen das korn erschlagen, hab mit in gepeicht unnd an gelt geschlagen, das sey dis jar vor das korn sollen geben 26 fl.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.07.2004
Beleg Wolf Heino Struck: Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn bis zum Ausgang des Mittelalters 4: Das Johanniterhaus Pfannstiel und die Klöster Seligenstatt und Walsdorf 1962. Nr. 1759. S. 191.
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 45
Schlagworte Witterung; Hagelschlag
Ortsangaben Affolderbach, Kloster
Zeitangabe 1559
Quellenzeitangabe
Originaltext 30 ml Korn verkauft, das ml für 1 fl. 18 alb., macht 63 fl., ist Hagelschlag und rauh gewesen.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.07.2004
Beleg Wolf Heino Struck: Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn bis zum Ausgang des Mittelalters 4: Das Johanniterhaus Pfannstiel und die Klöster Seligenstatt und Walsdorf 1962. Nr. 1815. S. 221.
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 49
Schlagworte Witterung; Hagelschlag; Missernte
Ortsangaben Weilburg, Stift
Zeitangabe 1468
Quellenzeitangabe
Originaltext Campus sigilinis male steterat,quia heyle hatte iß geslagen.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.07.2004
Beleg Wolf Heino Struck: Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn bis zum Ausgang des Mittelalters 5.1: Rechnungen und Register. Nr. 37/6. S. 172-173.
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 50
Schlagworte Witterung; Starkregen; Hagelschlag
Ortsangaben Neukirchen
Zeitangabe 1469
Quellenzeitangabe
Originaltext Campus siliginis waz uff dem Rebocke und zu Nuwenkirchen zu, daz hatte der heyle geslein, waz sere donne und vordorben reyns halben in dem hirbist.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.07.2004
Beleg Wolf Heino Struck: Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn bis zum Ausgang des Mittelalters 5.1: Rechnungen und Register. Nr. 37/7. S. 181.
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 51
Schlagworte Witterung; Trockenperiode; Hitzeperiode; Hagelschlag; Missernte
Ortsangaben Wetzlar
Zeitangabe 1471
Quellenzeitangabe
Originaltext Campus siliginis waz die auwe zu Wetzflar, hatte der heyle gancze zu mail geslein. [...] und die habern waz halb(e) verdorben, dan iß waz ser heyge [...] Der habern gebreche reynß.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.07.2004
Beleg Wolf Heino Struck: Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn bis zum Ausgang des Mittelalters 5.1: Rechnungen und Register. Nr. 37/9. S. 191.
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 59
Schlagworte Gewitter; Hagelschlag; Schäden am Getreide und an Gebäuden
Ortsangaben Besse; Kassel
Zeitangabe 1.6.1536
Quellenzeitangabe
Originaltext "In diesem [15]36 jahr waren grosse donnerwetter und besonders der 1 junii / welches schlossen wie huehnereyer geworffen und uemb Cassel auff 6 meil die fruecht zerschlagen / und zu Bess den kirchthurm nider geworfen."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.10.2004
Beleg Wilhelm Dilich: Hessische Chronica, Cassel 1605, p. 307.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 557
Schlagworte Hagelschlag; Schädigung des Sommerfelds; Ernteeinbußen
Ortsangaben Frankenhausen, Domäne
Zeitangabe 8.9.1807
Quellenzeitangabe
Originaltext "Unterhänigster Bericht vom Gegenschreiber Rath Schramm den Feldschaden auf dem Vorwerck Franckenhausen betr.

Den Schaden so der Conductor Jeppe an seinen Feldfrüchten durch Mißwachs und Hagelschlag erlitten beträgt nach anliegender Balance über die Hälfte der zu erwarten gehabten Nutzung und wäre demnach nach
§ 9 des Pacht Contracts Erlaß fähig.
Hierbey tritt aber der Umstand ein, daß die Winterfrucht bereits vor der Besichtigung eingescheuert war. Verfährt man weiter nach der Verordnung de 1796 und dem Pacht Contract, so erreicht der Schaden die Hälfte nicht und Conductor hätte nichts zu erwarten. Hierbey dürfte jedoch in Erwägung zu ziehen seyn, das es allgemein bekannt war, daß sich die Winterfrucht zu frühzeitig gelegt
hatte und keine volle Ernde versprach. Dies konnte aber den Pachter nicht bewegen eine Feldbesichtigung zu begehren, da er wohl einsahe daß ihn dieses zu keinem Erlaß qualificirte. Nur das am 8ten 7b. erfolgte Hagelwetter ruinirt sein Sommerfeld fast gänzlich und nun mußte natürlich jener Schaden am Winterfelde mit zum Anschlag kommen. Ich beharre in unth. Respect
unth. Schramm"

Bemerkungen
Bearbeitungsstand   19.11.2004
Beleg StAM Best. 40c, Grebenstein Nr. 248.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 571
Schlagworte Unwetter; Hagelschlag
Ortsangaben Frankenhausen, Domäne
Zeitangabe 7.8.1738
Quellenzeitangabe
Originaltext Ein schweres Unwetter mit Hagel hatte nach Angaben des Pächters Schlüter auf der Domäne Frankenhausen 118 Acker Hafer, 30 Acker Weizen, 40 Acker Gerste sowie 22 Acker Erbsen und Wicken "zerschlagen". Der Schaden betraf das gesamte Sommerfeld sowie ein Sechstel des Winterfeldes.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   01.12.2004
Beleg StAM, Best. 40c, Nr. 158.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 726
Schlagworte Hagelschlag; Feldschäden; Ernteeinbußen
Ortsangaben Bosenheim, Rheinhessen
Zeitangabe 14.5.1782
Quellenzeitangabe
Originaltext Die heißen Sommer 1780 und 1781 hatten schon eine stark verminderte Getreideerträge gebracht. Am 14. Mai 1782 ging ein schwerer Hagel über der ganzen Gemarkung nieder. Schon zum drittenmal in Folge gab es wieder nur einen geringen Ertrag an Getreide. Es gab nur 1 bis 1 1/2 Simmern Körner vom Haufen. (Dagegen erbrachte der Morgen im Jahr 1789 auf der Gauseite des Oberamtes 40 Simmern Weizen, ca. 5 dz).
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.02.2005
Beleg Gerichtsprotokoll 1781-1796 (Marga Sitzius), Stadtarchiv Bad Kreuznach
Bearbeiter Trude Fuchs
   
Eintrag 1173
Schlagworte Misswachs; Missernte; Hagelschlag
Ortsangaben Besse; Hessen-Kassel
Zeitangabe 1693
Quellenzeitangabe
Originaltext "Anno 1693 ist aller Orten ein großer Miswachs gewesen, so daß man ettliche Äcker hat untermeyern müßen, mancher Acker danach sonst wohl 4 oder 5 Steigen Garben gebunden, hat keine 4 Metzen Korn gegeben und ist nebst dem Miswachs der Hagelschlag darzu kommen, [...]"
Bemerkungen Die Angaben stammen aus den Kirchenbüchern von Besse 1575-1720.
Bearbeitungsstand   22.08.2005
Beleg Willfried Dippel: Das Dorf Besse in der \"guten alten Zeit\", Kassel 1993 (Forschungen zur hessischen Familien- und Heimatkunde; Bd. 83), S. 15.
Bearbeiter Mario Arend
   
Eintrag 1196
Schlagworte Gewitter; Hagelschlag; Feldschaden
Ortsangaben Reichensachsen
Zeitangabe 2.8.1845
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am 2. August war ein schhweres Gewitter mit mächtigem Hagelschlag. Dadurch wurden mehr als die Hälfte aller Feldfrüchte vernichtet. Das Unwetter verursachte eine Krankheit auf den Kartoffelfeldern, die sich noch bis in das Jahr 1852 bemerkbar machte und erst dann allmählich abklang."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   01.09.2005
Beleg Reichensachsen. Ein Heimatbuch, hrsg. zur 750-Jahr-Feier 1253-2003, Reichensachsen 2003, S. 563.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1205
Schlagworte Hagelschlag; Unwetter; Schaden an Feldfrüchten; Teuerung; Verschuldung
Ortsangaben Wallau
Zeitangabe 1719
Quellenzeitangabe
Originaltext "[1719] hatten die Wallauer durch Hagelschlag ihre Feldfrüchte größtenteils verloren und waren durch die Teuerung in große Schulden geraten".
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   02.09.2005
Beleg Adolf Menges: Geschichte und Kulturkunde des Dorfes Wallau an der Lahn, Wallau 1936, S. 264.
Bearbeiter Horst Heck
   
Eintrag 1210
Schlagworte Unwetter; Hagelschlag
Ortsangaben Wallau
Zeitangabe 1804
Quellenzeitangabe
Originaltext "[1804] fand in Wallau ein harter Hagelschlag statt. Pfarrer Rau ließ den größten Teil der Abgaben den Pächtern nach, die zum erstenmal gepachtet hatten."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   02.09.2005
Beleg Adolf Menges: Geschichte und Kulturkunde des Dorfes Wallau an der Lahn, Wallau 1936, S. 264.
Bearbeiter Horst Heck
   
Eintrag 1226
Schlagworte Gewitter; Hagelschlag
Ortsangaben Wallau; Kleingladenbach
Zeitangabe 10.6.1859
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 10. Juni kam ein Gewitter vom Talchen her, nachmittags um 5 Uhr, und gab es einen Regen, daß das ganze Hahnrodsfeld zerrissen wurde, auch am Gehmberg und in der Wann. In Kleingladenbach gab es Kissel und haben diese alles erschlagen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   28.03.2006
Beleg Adolf Menges: Geschichte und Kulturkunde des Dorfes Wallau an der Lahn, Wallau 1936, S. 265.
Bearbeiter Horst Heck
   
Eintrag 1283
Schlagworte Hagelschlag; Mißernte; Pachtnachlass
Ortsangaben Oberhessen; Langenstein
Zeitangabe 1478
Quellenzeitangabe
Originaltext "waz daz korn an etzlichen eynden entsessen vnd dye haber gantz wor dorben. Item slug der heyl ipso die diuisionis apostol. vnd hatten dye lantseddeln der meyesten gepecht vnd darome musten dye heren etlichen landseddeln den pocht neychen"
"Namentlich hatte zu Langenstein der Hagel die Hälfte der Erndte zerschlagen."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   07.09.2005
Beleg Georg Landau: Notizen über die Getreideernten in Oberhessen während des 15. Jahrhunderts. Aus den Pachtregistern des deutschen Ordens, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde A.F. 3 (1843), S. 201-204, hier S. 203.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1425
Schlagworte Unwetter; Gewitter; Hagelschlag; Mißernte Feldfrüchte; Mißernte Wein; Mißernte Gartenfrüchte
Ortsangaben Langen; Hochheim; Flörsheim; Rüsselsheim; Bischofsheim; Ginsheim; Bauschheim; Schönauer Hof; Raunheim; Königstädten; Möhrfelden; Erzhausen; Egelsbach; Sprendlingen
Zeitangabe 2.7.1719
Quellenzeitangabe
Originaltext "Anno 1719 haben wir hier zu Langen ein sehr betrübt und kümmerliches Jahr gehabt, da der gerechte Gott umb unserer Sünden willen Dom. 4. p. Trin, war der 2. Juli, abends nach 9 Uhr / da kurtz vorhero den 27. Juny der große Brand zu Franckfurth gewesen / ein entsetzliches Donner und Hagelwetter geschickt, welches zu Hochheim, Flörsheim, Rüßelsheim, Bischoffsheim, Ginßheim, Bauschheim, Schönauer Hoff, Raunheim, Königstädten, Möhrfelden, Erzhausen, Egelspach, Sprendlingen hier und an anderen Orten mehr großen Schaden gethan, indem dardurch die Früchte auff den Feldern, Weinbergen und Gärten, auch des Orts fast totaliter ruiniret und von der Sommerfrucht man hier kein mahl das Stroh bekommen hatt und weil darauff ein sehr trockener Sommer und große langwierige Hitze erfolget, welche fast durch ganz Europa gegangen, hatt es auch kein Obst wie auch kein Krauth und Rüben gegeben, dahero viel Menschen und Vieh sich kümmerlich erhalten und etliche Leut ziemliche Schulden machen müßen und wo Gott nicht das folgende 1720. Jahr einen baldigen Frühling und Graaß beschert, sollte viel Vieh hungers gestorben sein wie ohnedem schon manches Stück drauffgegangen, doch hat der gütige Gott das folgende 1720ste Jahr desto reichlicher wieder gesegnet, da hier wie auch an anderen Orten alles wohl gerathen, desselben Nahme sey für Glück und Unglück gelobt in Ewigkeit Amen.
NB Die Kißel hatten in diesem Jahr in gantz Deutschland wie woanders großen Schaden gethan, sonderlich aber die Dürre und große Hitze."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   17.10.2005
Beleg Kirchenbuch Langen
Bearbeiter Gabriele Klein
   
Eintrag 1429
Schlagworte Hagelschlag; Schaden an Wintergetreide; Ernteverluste; Bereitstellung von Saatgut
Ortsangaben Ohren
Zeitangabe 6.6.1795
Quellenzeitangabe
Originaltext "Im Jahre 1795 kam die hier wiederholt bestätigte tatkräftige Verantwortung der Landesherrschaft sogar dem ganzen Dorf zugute. Ein gewaltiger Hagelschlag hatte am 6. Juni dieses Jahres die auf dem Feld stehende Winterernte an Korn nahezu vollständig vernichtet. Auf die Bitte um Unterstützung beauftragte die Obrigkeit den Heimbürgen und die Geschworenen ein Verzeichnis aller Betroffenen anzulegen mit der Größe der bebauten Fläche und der geschätzten Ernteverluste. Hiernach erhielt die Gemeinde von jedem der beiden Landesherren 30 Malter Saatgut zu einem „billigen Preis“, der jedoch erst später festgesetzt werden sollte. Dieses Saatgut wurde nun nach den Feststellungen des
Feldgerichts im Dorf verteilt, brauchte aber vorerst nicht bezahlt zu werden. Auch diese Begebenheit darf als Hinweis dienen, daß den damaligen Landesherrschaften soziale Beweggründe nicht fremd waren. Bemerkenswert ist aber auch die unbürokratische Abwicklung dieser Hilfsleistung."
Bemerkungen Quelle: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden 352, 266.
Bearbeitungsstand   21.11.2005
Beleg Erhard Grund: 700 Jahre Ohren. 1301-2001. Eine Ortsgeschichte, Hünfelden 2001, S. 158-159.
Bearbeiter Erhard Grund
   

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