Datensätze

Seite: 1 | 2

Eintrag 544
Schlagworte Unwetter
Ortsangaben Hanau
Zeitangabe 1597
Quellenzeitangabe
Originaltext Im Jahr 1597 beschlossen Graf Ludwig II. von Münzenberg-Hanau und die Stadt Hanau einen weitreichenden Ausbau der Hanauer Neustadt . Dieser - und insbesondere die Erweiterungen am Stadtgraben - wurden allerdings von einigen Unwettern ab dem 29. Mai beeinträchtigt.
Bemerkungen Vgl. Konrad Appel: Hochstädter Chronik 1563-1617. In: Hanauisches Magazin 1. 1778. S. 18.
Bearbeitungsstand   15.11.2004
Beleg Heinrich Bott: Gründung und Anfänge der Neustadt Hanau 1597-1620. Darstellungen aus ausgewählte Quellen (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck 30). 1970. Bd. 1. S. 135 f.
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 545
Schlagworte Unwetter; Überschwemmung; Hochwasser
Ortsangaben Hanau
Zeitangabe 22.1.1602
Quellenzeitangabe
Originaltext "In beiden Städten (Alt- und Neustadt Hanau) war das Hochwasser sehr stark. In der Altstadt konnte man auf Kähnen bis zum Gasthaus zum Bären fahren, und das Wasser trat in viele Keller (auch er, Myllerus, [= Stadtschultheiß von Hanau] hat in seinem Keller mehr Wasser als Wein). In der Neustadt hat dasd Waser beim Eintritt des Kanals in die Stadt einen Teich gebildet, ebenso vor dem Häuschen des René Mahieu [erster regierender Bürgermeister der Neustadt Hanau], dessen Keller auch gefüllt sind. Die beiden Häuschen des Grafen [von Hanau-Münzenberg] waren in großer Gefahr einzustürzen, weil ihre Fundamente zu schwach sind."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   15.11.2004
Beleg Gründung und Anfänge der Neustadt Hanau 1596-1620. Die Anfänge der Neustadt Hanau 1602-1620. Zusammenfassung der Ergebnisse, Register (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck 30). 1971. Bd. 2. S. 4
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 546
Schlagworte Frost
Ortsangaben Hanau
Zeitangabe 17.1.1604
Quellenzeitangabe
Originaltext "Der Hutmacher Johann Henry hatte am Sonntag (15. Januar) in der Altstadt bis in die Nacht um 9 Uhr beim Wein gesessen und sich damit fast beladen; als er an das Tor zur Neustadt kam, war dies verschlossen, deshalb kehrte er in der Herberge, wo er gezecht hatte wieder ein und erkältete sich dort in diesem harten frierenden Wetter dermaßen, daß er morgens mit seinem Gesellen zum brandten-wein ging und davon so viel - nämlich für 6 Batzen - zu sich nahm, daß er sich bald mit dem Heupt auf den Tisch niederlegte."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   15.11.2004
Beleg Heinrich Bott: Gründung und Anfänge der Neustadt Hanau 1596-1620. Die Anfänge der Neustadt Hanau 1602-1620. Zusammenfassung der Ergebnisse, Register (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck 30). 1971. Bd. 2. S. 57.
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 547
Schlagworte Hitze
Ortsangaben Hanau
Zeitangabe 20.4.1605 - 30.4.1605
Quellenzeitangabe Ende April
Originaltext "In diesem Monat war eine große Hitze wie vielmals mitten in den Hundstagen nicht."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   15.11.2004
Beleg Heinrich Bott: Gründung und Anfänge der Neustadt Hanau 1596-1620. Die Anfänge der Neustadt Hanau 1602-1620. Zusammenfassung der Ergebnisse, Register (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck 30). 1971. Bd. 2. S. 99
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 548
Schlagworte Hitze
Ortsangaben Hanau
Zeitangabe 18.6.1605
Quellenzeitangabe
Originaltext "Wegen der großen Hitze und des starken Sonnenscheins ist es den Ratsherren in der Ratsstube beschwerlich und daher ihre sachen der gebühr zu bedenken ganz hinderlich; man sieht deshalb für gut an, soviel grünen schechters zu zwei Gardinen einzukaufen, die vor die Fenster gehängt werden können. Bei dieser Sommerhitze soll jeder Bürger Eimer mit Wasser vor die Türen setzen bei arbitrari straf."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   15.11.2004
Beleg Heinrich Bott: Gründung und Anfänge der Neustadt Hanau 1596-1620. Die Anfänge der Neustadt Hanau 1602-1620. Zusammenfassung der Ergebnisse, Register (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck 30). 1971. Bd. 2. S. 103.
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 549
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung
Ortsangaben Hanau
Zeitangabe 1607
Quellenzeitangabe
Originaltext "Die neue Walkmühle, die für das in den Anfängen Neuhanaus blühende Tuchmachergewerbe sehr wichtig war, wurde wenige Tage nach ihrer Vollendung durch ein Hochwasser wieder zerstört."
Bemerkungen Heinrich Bott: Gründung und Anfänge der Neustadt Hanau 1596-1620. Die Anfänge der Neustadt Hanau 1602-1620. Zusammenfassung der Ergebnisse, Register (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck 30). 1971. Bd. 2. S. 168
Bearbeitungsstand   15.11.2004
Beleg
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 550
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung
Ortsangaben Hanau; Kinzig
Zeitangabe 1.11.1614 - 30.11.1614
Quellenzeitangabe
Originaltext "Ein starkes Hochwasser der Kinzig riß die neuerrichteten Festungswerke der Stadt Hanau großenteils ein."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   15.11.2004
Beleg Heinrich Bott: Gründung und Anfänge der Neustadt Hanau 1596-1620. Die Anfänge der Neustadt Hanau 1602-1620. Zusammenfassung der Ergebnisse, Register (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck 30). 1971. Bd. 2. S. 352
Bearbeiter Stephan Hagenbusch
   
Eintrag 1430
Schlagworte Frost; Schneedecke, hohe; Schlittenfahrt
Ortsangaben Frankfurt am Main; Hanau
Zeitangabe 1774
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „Unter die hiesigen Winterlustbarkeiten kann man auch die Schlittenfahrten zählen, die man nur in frostigem Wetter, und wenn ein tiefer Schnee liegt, anstellen kann. Vor kurzem hatte ich eine Gelegenheit eine sehr prächtige Schlittenfahrt mit anzusehen, die einige junge Herren einer gleichen Anzahl junger Frauenzimmer zu Ehren anstellten. Ein solcher Schlitten ist eine Maschine in Gestalt eines Pferdes, Löwen, Schwans, Greifen, Einhorns oder irgend einer andern seltsamen Form, ohne Räder; unten aber einem gemeinen Schlitten ähnlich, womit man auf dem Schnee fährt. Einige derselben sind vergoldet, oder je nach dem Einfalle des Eigners, auf eine andere Art verziert. – Auf einer Seite steht eine Stange empor, an welcher eine Flagge gebunden ist, die über den Köpfen der Fahrenden wehet. Das im Pelze eingehüllte Frauenzimmer sitzt vorne, und der Herr steht hinter ihr auf einem Brette, das zu diesem Ende angebracht ist. Der Schlitten wird von zwey Pferden gezogen, die entweder von einem Postillon geführt, oder von dem Herrn gelenkt werden. – Die Pferde sind prächtig geziert, und an den Schabraken, womit sie bedeckt sind, hangen Schellen. Die Gesellschaft bei dieser Schlittenfahrt bestand aus ohngefähr dreißig Schlitten, deren jeder von zwey oder drey Bedienten, zu Pferde, mit Fackeln, begleitet wurde: denn diese Schlittenfahrt fing zugleich mit der Nacht an. – Ein Schlitten fuhr voran; – die andern folgten in einer Linie in einer sehr bequemen Entfernung nach; und so fuhren sie zwo bis drey Stunden lang durch die Hauptstraßen und Plätze von Frankfurt herum. – Die Pferde laufen einen muntern Schritt oder Trab; die Bewegung des Schlittens ist sanft und angenehm; die Schellen, Flaggen und Fackeln, geben dem Aufzuge ein lebhaftes und prächtiges Ansehen, das sowohl die Schlittenfahrenden als die Zuschauer sehr zu ergötzen schien.“ Wenige Tage nach diesem Ereignis unternahm John Moore einen Ausflug mit dem Schlitten nach Hanau. „Hanau liegt einige Meilen weit vor Frankfurt. Wir hatten hier einen vollkommenen Beweis von der leichten und sanften Bewegung der Schlittenfahrt, die im frostigen Wetter, und auf hinlänglich beschneiten Boden, gewiß die angenehmste Art zu reisen ist, die man nur ersinnen kann.“
Bemerkungen Reisebericht des Schotten John Moore (1729-1802), Brief 47.
Bearbeitungsstand   21.11.2005
Beleg Abriß des gesellschaftlichen Lebens und der Sitten in Frankreich, der Schweiz und Deutschland. In Briefen entworfen von D. Moores, Bd. 1, Leipzig 1779, S. 224 f.
Bearbeiter Holger Hamecher
   
Eintrag 2505
Schlagworte Hitze; Trockenheit; Dürre
Ortsangaben Bensheim; Frankfurt; Rod; Hanau; Heppenheim; Laudenbach
Zeitangabe 1719
Quellenzeitangabe
Originaltext „ist ein noch viel hitziger Sommer gewesen, als voriges Jahr, so heiß, daß es keinem Menschen gedenken tut. Wenig Heu, gar kein Ohmet, alles verdorrt. Das Erdreich ist an unterschiedlichen Orten angangen und hat gebrannt, wie bei Offenbach, auch im Frankfurter Wald, bei Rod, Hanau, auch zwischen Heppenheim und Laudenbach. Wo fettes Erdreich war, in sumpfigen Wiesen, hats unter der Erde gebrennt, daß man den Dampf aber hat sehen aufsteigen. Die Bäume sind verdorrt, es hat kein Kraut noch Rüben geben, aber ein Austich Wein, die Ohm 4-5 fl.“

[...]

„In diesem ganzen Jahr gabs nur 3 Regen. Das Erdreich war so trocken, daß man hin und wieder einen Bettag gehalten um Regen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.03.2008
Beleg H. Henkelmann: Die Bensheimer Hauschronik des Joh. Math. Blesinger. In: Hessische Chronik 2 (1913), S. 168f.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2510
Schlagworte Wetter, schönes
Ortsangaben Hanau
Zeitangabe 29.9.1804
Quellenzeitangabe
Originaltext Jacob Grimm schrieb am 6.10.1804 an seinen Schul- und Studienfreund Paul Wigand über eine Reise nach Beendigung des Semesters von Marburg nach Steinau, die ihn am 29.9.1804 in Hanau einen Zwischenaufenthalt einlegen ließ:
„In Hanau hatte ich zum Theil sehr schönes Wetter, daher ich einige kleine Nebenreisen mit Vergnügen machte.“ Es folgt die Beschreibung eines Konzertes dort am 29.9.1804 mit anschließendem Ball.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   19.05.2008
Beleg Dietlind in der Au: Musik im Hause Grimm, in: ZHG 95 (1990), S. 153-196, hier S. 155.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 2579
Schlagworte Ankunft der Schwalben
Ortsangaben Hanau
Zeitangabe 2.4.1885
Quellenzeitangabe
Originaltext Hanau, 2. April [1885]. Die ersten Schwalben sind gestern Mittag 3 Uhr hier angekommen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.01.2009
Beleg Gersfelder Kreisblatt vom Mittwoch, den 8.April 1885, Rubrik: Aus Kreis, Provinz u. Nachbargebiet (Bl 2).
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 2918
Schlagworte Trockenheit; Teuerung; mißernte Sommerfrüchte; Mißernte, Grummet; Getreideernte, späte; Kartoffelernte, späte; Getreideknappheit; Kartoffelknappheit; Getreideimporte; Hilfsprogramm, staatliches
Ortsangaben Ronshausen; Homberg; Rotenburg; Oberhessen; Hanau
Zeitangabe 1842
Quellenzeitangabe
Originaltext Anläßlich einer Reparatur im Jahre 1842 wurde im Turmknopf der Ronshäuser Kirche eine Urkunde hinterlassen. „Über die Ernährungssituation erfahren wir aus der Urkunde: „Dieses Jahr war ein so trockenes, wie es die ältesten Einwohner nicht erinnern konnten. Es hatte in einem Vierteljahr nicht geregnet, die Sommerfrüchte missrieten und Grummet wurde wenig oder nichts geerntet. Doch die Korn- und Kartoffelernte fiel gesegnet aus“. Das war allerdings eine sehr optimistische Aussage. Die Autoren informieren uns nämlich auch darüber, dass im Oktober und November des Jahres 1842 das Malter Korn Homberger Gemäs (Maß) 6-7 Thaler, Weizen 8 Thaler, Gerste 6 Thaler und Hafer 4 Thaler gekostet habe. Der Gemeinderechnung von 1834 kann man entnehmen, dass das Malter Korn damals mit 4 Thalern und das Malter Hafer mit 1 Thaler 26 Albus angesetzt war. Beim Korn gab es demnach innerhalb von acht Jahren eine Preissteigerung um 75%, beim Hafer um 100%. Das weist auf Knappheit hin. 1843 berichteten die Landräte von Homberg und Rotenburg an die Regierung in Kassel, dass in ihren Kreisen die Vorräte an Korn und Kartoffeln vollständig aufgezehrt waren (Seier, H. (Hg.): Akten und Eingaben aus dem kurhessischen Vormärz 1837-1848, 1996, Marburg, S. 463). Die üble Witterung habe zur Folge, dass eine ungewöhnliche Verspätung in der Kartoffel- und Fruchternte zu erwarten sei. Ähnliche Berichte lagen aus Oberhessen und aus Hanau vor. Die Kornpreise hätten danach eine unerhörte Höhe erreicht und oft war selbst für bares Geld kein Brot zu kaufen. Da die staatlichen Vorräte an sogenannten Dominalfrüchten erschöpft waren, wurde der Auftrag erteilt, auf Staatskosten 1.000 Viertel Roggen in Bremen möglichst billig zu kaufen. Weiter 1.000 Viertel Roggen sollten im Ausland zu einem möglichst niedrigen Preis gekauft werden. Das erforderliche Geld solle durch eine Anleihe beschafft werden, der Roggen sollte zum Kostenpreis abgegeben werden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.04.2009
Beleg Fritz Rudolph: Ronshausen. Dorfgeschichte im Zusammenhang der Landesgeschichte, Kassel 2. Aufl. 2001 (Hessische Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde; Bd. 36), S. 225.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3354
Schlagworte Überschwemmung; Hochwasser; Gebäudeschäden; Brückenschäden
Ortsangaben Main, Fluss; Hanau; Frankfurt; Wertheim; Aschaffenburg; Klingenberg
Zeitangabe 1682
Quellenzeitangabe
Originaltext „Die ersten Einträge für das Jahr 1682 beginnen mit der Beschreibung der großen Überschwemmungskatastrophe am Untermain. Große Teile Hanaus, Frankfurts und Wertheims standen unter Wasser. Zu Aschaffenburg stürzten zwei Bogen der Mainbrücke ein, und zu Klingenberg hatte der Fluß alle Häuser und Scheunen vor der Stadtmauer hinweggespült.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   30.01.2010
Beleg Heinz-Peter Mielke: Geschehnisse im kurmainzischen Oberamt Hausen-Salmünster (1680-1684). Nach den Aufzeichnungen des Amtmannes Johann von Hattstein, in: Bergwinkel-Bote 30 (1979), S.65–71, hier S. 67.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3456
Schlagworte Missernten; Hungerjahre; Wiedereinführung der Heiratsbeschränkungen
Ortsangaben Kurhessen; Hanau
Zeitangabe 1816 - 1817
Quellenzeitangabe
Originaltext Der jüngere Bruder Peter Menge des Mineralogen und Australien-Pioniers Johannes Menge aus Steinau a.d. Straße, 1790 geboren, wollte 1820 eine junge Frau aus Neuhanau heiraten. Dazu wurde er nach seinen wirtschaftlichen Verhältnissen befragt, die schließlich nicht den amtlichen Vorschriften entsprachen, weshalb ihm die Heirat zunächst verweigert wurde.
Im Bericht des Schultheißen von Althanau an die Kurfürstliche Regierung zu Hanau vom 9.9.1820 heißt es: „Da er aber das nach der allerhöchsten Verordnung vom 24ten May 1817 hierzu erforderliche Vermögen nicht besitzt, … so finde ich mich bewogen, auf Ertheilung einer abschlägigen Resolution unterthänig anzutragen.“ Diese beschloß dann im beantragten Sinne.
„Die Heiratsbeschränkungen, die es noch im 18. Jahrhundert gegeben hatte, waren nämlich um die Jahrhundertwende, in der Zeit der politischen Liberalisierung, aufgehoben worden und wurden erst in einer Reihe von deutschen Staaten wieder eingeführt, nachdem auf die schon hinreichend schlechten Jahre ab 1811 auch noch die Hungerjahre 1816/17 gefolgt waren und außerdem die politische Restauration eingesetzt hatte. (Im Bericht des Schultheißen ist ja die entsprechende Verordnung genannt).“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Johannes Menge und Clemens Schreiber: Diesem Suchen steht nicht zu willfahren – Heiratsprobleme in der Familie Menge, in: Bergwinkel-Bote 43 (1992), S. 66–70, hier S. 67 u. S. 69.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3564
Schlagworte Tauwetter; Eisgang
Ortsangaben Hanau; Main, Fluss
Zeitangabe 26.2.1784
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am Donnerstag den 26. Febr. [1784] stellte sich völliges Thauwetter
ein. Abends gegen 10 Uhr gieng der Main auf, und wurde mit 6 Kanonenschüssen von dieser Seite unsers Walls signalisiert, welches in der Nacht gegen 2 Uhr noch einmal wiederholt wurde."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.07.2011
Beleg J . C. Stockhausen über das Hochwasser des Jahres 1784, in: Hanauisches Magazin 7 (1784), S.107.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3565
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung
Ortsangaben Hanau; Main, Fluss
Zeitangabe 27.2.1784
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am Freitage [27. Februar 1784] war schon das Gewässer in verchiedenen Straßen der Stadt, und besonders in der Vorstadt."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.07.2011
Beleg J . C. Stockhausen über das Hochwasser des Jahres 1784, in: Hanauisches Magazin 7 (1784), S.107.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3566
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Wetter, trockenes; Wetter, helles
Ortsangaben Hanau; Main, Fluss
Zeitangabe 28.2.1784
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am Sonnabend war zwar das Wetter von oben her hell und trocken, aber das Wasser hatte in den Straßen, besonders in der Vorstadt, am Kanalthor, in der Hospitalgasse, und im lutherischen Schulhofe sehr zugenommen, und am letztem Ort, wo auch die luth. Kirche steht, so, daß an diesem Tage die gewöhnliche Vorbereitungspredigt zum h. Abendmahl des andern Tags nicht gehalten werden konnte: es muste daher ausgesetzt werden. Auch wegen des Sonntagsgottesdienstes war zu besorgen, daß er ausfallen müste, weil die Kirche mit Wasser umgeben war."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.07.2011
Beleg J . C. Stockhausen über das Hochwasser des Jahres 1784, in: Hanauisches Magazin 7 (1784), S.107.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3567
Schlagworte Nachtfrost; Hochwasser, Rückgang; Keller, überflutete; Schäden durch Überschwemmung
Ortsangaben Hanau; Main, Fluss
Zeitangabe 29.2.1784
Quellenzeitangabe
Originaltext "In der Nacht war Frost, welcher das Wasser so niederdrückte, daß fast nichts mehr auf dem Kirchenplatze zu sehen war, und so wurden die Predigten Vor- und Nachmittags abgehalten. Aber unter dem Nachmittagsgottesdienste fand sich das Gewässer, das mit dem Eisgang von den Oberländern herabkam, wieder ein, so daß viele Leute aus der Kirche mit Beschwerlichkeit wieder nach Haus kommen konnten. Binnen einer Stnnde drang das Wasser auch in diejenigen Straßen und Keller, die bisher noch davon frei geblieben waren. Die Hauptwache, die vom Hospitaltorschon am Freitage auf Wagen hereingebracht, und unter dem Komödienhause versetzt worden war, konnte auch da vor dem zudringenden Wasser nicht länger ausdauern, und retirirte sich nach dem Neustädter Rathhaus ... Das Gewässer nahm indessen durch die Straßen immer zu. In einigen niedrigen Gassen ist es den Leuten durchs untere Stockwerk gegangen, die sich höher hinauf flüchten musten, und einige Tage in großer Verlegenheit eingesperret saßen. Man kam mit Kähnen und Floßen so viel zu Hülfe al s möglich war, nur konnte man deren nicht genug haben. Vornehme und Niedrige haben sich rühmliehst bestrebt, den Nothleidenden zu helfen, obgleich auch manche vom Pöbel kaltblütig zusehen konnten. Das Vieh wurde aus den Straßen, wo es Noth hatte, in sichrere örter hingebracht. Alle Keller" auch die, wo sonst bei großen Fluthen nie Wasser eingedrungen war, standen jetzt voll, und es war gut, daß die meisten Eigenthümer vorher,ihre Fässer hatten sprießen lassen. Doch haben verschiedene Kaufleute und auch andere, bei dieser Noth viel Schaden gelitten."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.07.2011
Beleg J . C. Stockhausen über das Hochwasser des Jahres 1784, in: Hanauisches Magazin 7 (1784), S.107.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3568
Schlagworte Himmel, heiterer; Frost; Hochwasser, Rückgang
Ortsangaben Hanau; Main, Fluss
Zeitangabe 1.3.1784 - 2.3.1784
Quellenzeitangabe
Originaltext "Den 1 ten und noch mehr den 2 ten März [1784] bekamen wir bei heiterem Himmel und ziemlichen Frost wieder Erleichterung, und jetzt sind die Straßen alle wieder gangbar."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   28.09.2011
Beleg J . C. Stockhausen über das Hochwasser des Jahres 1784, in: Hanauisches Magazin 7 (1784), S.107.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3569
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Frost; Eisdecke; Treibeis; Bäume, entwurzelte; Schäden an Bäumen; Schäden an Weinstöcken; Gärten, überschwemmte; Brücken, beschädigte; Postzustellung, Ausfall der
Ortsangaben Hanau; Main, Fluss; Kinzig, Fluss; Kesselstadt
Zeitangabe 28.2.1784 - 4.3.1784
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am 28 ten des vorigen M. war ich auf dem Walle am Kanalthor, wo
man den Main und Steinheim vor sich hat. Gott, welche Wasser- und Eiswüste! Alles überschwemmt! Auf der andern Seite hatte die Kinzig, welche wegen des angeschwellten Mains nicht abfließen konnte, auch alles bedeckt. Doch fiel sie am ersten wieder. Das Wasser ist bis über den Philippsruher Weg gegangen, und hat viel Bauholz, das auf dem Main lag, dahin geflöst, auch da und in andern Alleen viele Bäume beschädigt und umgerissen. Kesselstadt und andere nahe Örter haben ganz im Wasser gestanden, und es ist über hohe Mauern sogar bis
in die Fürstliche Orangerie gedrungen, Das schöne Bosket gleich hinterm Schloß zu Hanau war mit Wasser und Eis ganz angefüllt. Sie können sich die Felsen von Treibeis, und ihre schädliche Wirkungen nicht genug vorstellen. In den Gärten vor der Stadt, worinn man die Häuser nur mit den Spitzen hervorragen sah, hat es an Bäumen und Weinstöcken viel Schaden gethan, Ich habe einige gesehen, wo das Eis die Bäume in der Mitten wie durchgesägt hat, andere, wo die großen
Schollen zum Theil auf den Ästen liegen. Bei Kesselstadt hat man viel Holz, Mobilien und Trümmern vorbeifließen sehen. Die Brücke am Frankfurter Thor ist von dem Eisstoß sehr mitgenommen worden. Kurz die Heimsuchnng war groß, und doch in Betracht anderer Gegenden und besonders am Rhein, woher man die traurigsten Nachrichten jetzt liest, (denn wir sind bei der Hemmung aller Post seit 8 Tagen wie eingesperrt gewesen) für uns noch recht gelinde."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.07.2011
Beleg J . C. Stockhausen über das Hochwasser des Jahres 1784, in: Hanauisches Magazin 7 (1784), S.107.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

Seite: 1 | 2