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Eintrag 3461
Schlagworte Wolkenbruch, mehrtägiger; Hangabbruch; Erosion
Ortsangaben Grüsselbach; Taft; Ulster; Werra; Standorfsberg; Rhön; Rasdorf; Gebäudeschäden
Zeitangabe 1749
Quellenzeitangabe
Originaltext "Der Bach Grüsselbach fließt am Fuße des westlichen Standorfberges unterhalb der Eisenbahnbrücke in die Taft, diese in die Ulster und schließlich zur Werra. … Der Standorfsberg ist Teil der Kuppenrhön … Durch die gewaltigen Wassermassen, resultierend aus einem mehrtägigen Wolkenbruch, wurde die steile Westseite des Standorfberges weggeschwemmt. Datiert wird dieses Unwetter auf das Jahr 1749, in Rasdorf auch als Katastrophenjahr bekannt. Wie mir Kurt Lehmann (KURT LEHMANN, Bericht über das Naturschutzgebiet (NSG) „Der Standorfsberg“) berichtete, hatte ihm Dr. Dr. Pralle das Ereignis in einem persönlichen Gespräch bestätigt. Wie lange diese Katastrophe mündlich überliefert wurde, beweist die Tatsache, das der alte Jakob Schreiber in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts noch von diesem Ereignis berichtete, bei dem das Wasser in der Grüsselbacher Kirche bis hoch zur Empore gestanden haben soll. Bei diesem Ereignis soll auch halb Rasdorf weggerissen worden sein. Nicht weniger Schäden dürfte das Unwetter auch in Grüsselbach angerichtet haben. Es wird vermutet, daß daraufhin der Standorfsberg auf Jahrzehnte wüst gewesen sein muß. Da aber der Standorfsberg bereits 1837 durch die Herren von Geyso durch Lehnbrief an die vier sogenannten Standorfsbauern aus Grüsselbach übergeben wurde, ohne Erwähnung von z.B. Schwierigkeiten in der Bewirtschaftung, bestätigt sich die Annahme des Katastrophenjahres 1749.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Winfried Walk: Der Standorfsberg bei Grüsselbach. Ein landeskundliches Bild aus der Hünfelder Vorderrhön, in: Buchenblätter, Beilage der Fuldaer Zeitung für Heimatfreunde 81 (2008), S. 17–18.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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