Datensätze

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Eintrag 2640
Schlagworte Höhenrauch; Gewitter
Ortsangaben Heidelbach
Zeitangabe 1783 - 1786
Quellenzeitangabe
Originaltext „Allgemein glaubte man es drohe der Erde eine gewiße Revolution, welche um Ostern 1786 sollte vorbey seyn. Flüße sollten ihren Lauf verändern, hier und da ein Theil Erde versincken, und anderswo Erde aus dem Meer erhoben werden. Man berief sich auf eine alte Offenbarung, welche in einem Buch Chevilla enthalten seye. Weil seit etlichen Jahren vieles eintraf, ward halb Europa in Schrecken gesezzet. Erdbeben waren allgemein, aber ohne sonderlichen Schaden, in Ansehung des Gantzen, obgleich manche (100.000) Hundert-Tausend Menschen in Calabrien und anderswo verunglückt sind.
Vor einigen Jahren nämlich 1783 war ein Hehr-Rauch die die Sone in Blut erscheinen liese fast durch ganz Europa (wie weit noch weiter wissen wir nicht) beynahe ein ganzes Jahr hindurch. Da aus der Historie sich manche nichts ähnliches erinnerten, ob es gleich wahrscheinlich mehr so ware, so geriethen viele in Erwartung und Furcht, und vieles wurde von Gelehrten davon geschrieben. Es erfolgten die Jahre darauf starke Gewitter.“
Bemerkungen Aus einem im Grundstein der 1786 gebauten Kirche aufbewahrtem Text.
Bearbeitungsstand   16.03.2009
Beleg Magistrat der Stadt Alsfeld (Hrsg.): Heidelbach. Bilder und Texte zur Geschichte eines Ortes. Alsfeld 1995, S. 19.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2641
Schlagworte Unwetter; Wolkenbruch
Ortsangaben Heidelbach
Zeitangabe 3.6.1849
Quellenzeitangabe
Originaltext „In den Überlieferungen zur Vergangenheit Heidelbachs haben sich einige Ereignisse besonders festgehalten. Dazu gehört die Naturkatastrophe vom 3. Juni 1849. In der Nordwestecke der Gemarkung war ein heftiger wolkenbruchartiger Regen niedergegangen und füllte im Nu die Täler, durch die das Wasser in das Dorf strömte. Am Reichberg hütete gerade der Schäfer Schmidt seine Herde. Er hatte Mühe, daß seine Schafe nicht von den Wasserfluten fortgerissen wurden. Die Wassermassen schossen mit unglaublicher Geschwindigkeit in das Dorf und überfluteten die niedriggelegenen Straßen und Hofreiten. Das Wasser stieg bis zu 30 cm über den Fußboden. Alles, was nicht fest war, wurde mitgeschwemmt. Dazu gehörten selbst Wagen, Ackergerätschaften, Pflüge, Bau – und große Mengen Brennholz. Die Chronik hat die wunderbare Rettung des Viehs von Jost Schmidt überliefert: „In dem Stalle befand sich eine sehr feste Lage Ziegenmist. Das Wasser hob nun Mist, Ziegen und Schweine bis zur Stalldecke empor, und so blieben die Tiere zum Erstaunen aller erhalten.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.03.2009
Beleg Magistrat der Stadt Alsfeld (Hrsg.): Heidelbach. Bilder und Texte zur Geschichte eines Ortes. Alsfeld 1995, S. 22.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2642
Schlagworte Unwetter; Überschwemmung
Ortsangaben Heidelbach
Zeitangabe 9.6.1861
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am 9. Juni 1861 wurde das Dorf, wie die Chronik festgehalten hat, nochmals überflutet.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.03.2009
Beleg Magistrat der Stadt Alsfeld (Hrsg.): Heidelbach. Bilder und Texte zur Geschichte eines Ortes. Alsfeld 1995, S. 22.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   

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