Datensätze

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Eintrag 2682
Schlagworte Hitze; Trockenheit; Unwetter; Hagel; Sturm
Ortsangaben Seilhofen; Waldaubach; Heisterberg; Gusternhain; Schönbach; Roth
Zeitangabe 28.7.1857
Quellenzeitangabe
Originaltext „Außergewöhnlich steht der diesjährige Sommer da mit seiner continuierlichen Hitze und spärlichem Regen. Genannt zu werden verdient der 28. Juli d. J. Gegen Abend vielen einige Regentropfen vermischt mit einigen Hagelkörnern vonder Größe einer Erbse; aus der Ferne dröhnte der Donner und heftiger Sturm jagte das Heu in den Wiesen zusammen, so daß der Bürgermeister sammt dem Feldgerichte, Angesichts der Gemeinde eine Theilung vornahm, wobei es nicht ohne Streitigkeiten herging. Härter als wir sind andere Gemeinden unseres Kirchspiels und Amtes mitgenommen worden, namentlich zu nennen sind: Waldaubach, Heisterberg, Gusternhain, Schönbach und Roth. Die Schlossen, dick und hart, richteten daselbst große Verheerung an. Minder häufig als im sonstigen Sommer,waren die Gewitter hier, sie zogen meist nach Südost und Nordost.“
Bemerkungen Aus einer Seilhofener Schulchronik.
Bearbeitungsstand   27.03.2009
Beleg Paul Stahl: Unwetter über dem Westerwald. Heimatjahrbuch für das Land an der Dill 33 (1990), S. 103.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2684
Schlagworte Unwetter; Hagel
Ortsangaben Heisterberg; Rabenscheid; Gusternhain
Zeitangabe 28.7.1857
Quellenzeitangabe
Originaltext „Trotzdem daß der Sommer so außerordentlich trocken war, wuchsen die Feldfrüchte in solcher Fülle und Güte, daß sich die Bewohner hiesiger Gegenden nicht erinnern konnten, je einen solchen Segen auf ihren Feldern gesehen zu haben. Aber die Hand des Allmächtigen ließ uns von den vollen Segen nicht einernten. Der stets weise und liebevolle Vater malte uns seine Allmacht in eine Fassung vor die Seele, daß der Eindruck daran sobald nicht wieder verwischt.
Es war am 28. Juli Abends gegen 6 Uhr als sich dunkle schwarze Wolken am nordwestlichen Himmel zeigten. Bald hörte man das dumpfe Rollen des Donners, worauf ein kanonenähnliches anhaltendes Getöse gehört wurde, nach kurzer Zeit fielen einige sehr große Regentropfen, dann aber Hagelkörner von der Größe einer Haselnuß bis zu der einer Walnuß und diese in solcher Menge daß in den 5 Minuten, der ganze Erntesegen zu Boden lag und Fensterscheiben zerschmettert wurden. Welch ein Anblick! Von den Halmen waren die meisten zerschmettert; einige standen oben ohne Ähren dar. An den Kartoffelpflanzen war kaum hier und da noch die Spitze, Zweige und Blätter waren fast gänzlich zerschmettert. Doch erholten sich diese wieder und lieferten einen guten Ertrag, wie namentlich auch die Dickwurz und Kappes. Diese erlangten wegen der anhaltenden Wärme eine seltene Größe.
Am härtesten von dem Hagelschlag wurden die Gemeinden Rabenscheid und Gusternhain betroffen, doch litten dadurch auch ihre Nachbargemeinden bis nach Sinn hin, andere westlich bis nach Köln zu jedoch weniger.“
Bemerkungen Aus der Heisterberger Schulchronik.
Bearbeitungsstand   27.03.2009
Beleg Paul Stahl: Unwetter über dem Westerwald. Heimatjahrbuch für das Land an der Dill 33 (1990), S. 103.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2686
Schlagworte Sturm
Ortsangaben Heisterberg
Zeitangabe 6.12.1868 - 7.12.1868
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Winter war ziemlich gelinde; Schnee und Kälte wurden nicht sehr fühlbar. Häufiger stellten sich dagegen anhaltende Regengüsse und heftige Stürme ein. Von einem solchen heftigem Sturme, der vom 6. auf den 7. December wüthete und an Häusern und Bäumen bedeutende Verheerungen anrichtete, wurde auch unser Schulhaus arg mitgenommen. Ein nicht gerade unbedeutender Theil des Daches wurde abgedeckt; Schiefersteine, Bretter und Sparren fanden sich in buntem Gemisch auf den Straßen. Bei der ungünstigen Witterung mußte für sofortige Ausbesserung Sorge getragen werden. Der Unterricht erlitt nur eine zweitägige Unterbrechung.“
Bemerkungen Aus der Heisterberger Schulchronik.
Bearbeitungsstand   27.03.2009
Beleg Paul Stahl: Unwetter über dem Westerwald. Heimatjahrbuch für das Land an der Dill 33 (1990) S. 104.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   

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