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Eintrag 2345
Schlagworte Dürrejahr; Trockenheit; Nachtfröste, späte; Mißernte bei Kartoffeln; Mißernte bei Bohnen; Futtermangel; Viehpreise, niedrige
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1893
Quellenzeitangabe
Originaltext "Die Viehpreise sanken im Herbst auf den Nullpunkt herab und überängstigtliche Bauern jagten in ihrer Verzweiflung sogar das Vieh einfach aus dem Stall in die Wälder und Felder. Auf Martinimarkt in Herborn standen nach Marktschluss unverkaufte Kühe und Rinder verlassen und herrenlos in ihren Marktständen herum Aus einem Ort des Kreises erfahren wir, daß ein Bauer seine Kuh für 20,- Mark verkauft hat. 'Sie hatte kein Fleisch mehr, sondern nur noch Haut und Knochen', hat er geantwortet, als er nach dem niedrigen Preis gefragt wurde. Der 'Hinterländer Anzeiger' berichtet über die Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit im Sommer 1893: 'Seit mehr als 3 Monaten ist kein ausgiebiger Regen mehr gefallen und es zeichnet sich ein großer Futtermangel ab. Dazu sind noch Nachtfröste gekommen, die für den Roggen, die Kartoffeln und die Bohnen, die in der Blüte stehen, verderblich sind.'"
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.08.2007
Beleg Horst W. Müller (Bearb.): Wommelshausen. 1336-1986. Ein Dorfbuch, hrsg. vom Heimat- und Verschönerungsverein Wommelshausen e.V, Marburg, 2., überarb. und erg. Aufl. 1995, S. 75 f.
Bearbeiter Horst W. Müller
   
Eintrag 2385
Schlagworte Witterung, trockene
Ortsangaben Herborn; Marburg
Zeitangabe 24.9.1740
Quellenzeitangabe
Originaltext Die Rückreise von Herborn nach Marburg erfolgte am Samstag, den 24.9.1740 ohne Wetterhindernisse.
Samstag, den 24.9.1740 von Herborn nach Marburg:
"Am Sonnabend früh, sind wir gegen 7 Uhr aus Herborn geritten, und hatten uns vorgenommen, noch einmahl nach Dillenburg zu reiten, ... Unterwegens aber änderten wir unser Vorhaben, und nahmen unsern Weg gerade nach Marpurg. Wir arrivirten um 12 Uhr zu Gladebach, ... Gegen 3 Uhr ritten wir von Gladebach ab, und langten um 5 Uhr Nachmittags wieder glückl. u. gesund zu Marpurg an ..."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.01.2008
Beleg Erich Köppe: In Marburg anno 1740. Aus dem Reise-Journal des Kandidaten der Theologie, des späteren Professors und Predigers an der reformierten Kirche zu Frankfurt/Oder, Eberhard Heinrich Daniel Stosch, in: ZHG 82 (1971), S. 61-84, hier S. 76.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 2855
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1.1764
Quellenzeitangabe
Originaltext In alten Zeiten, wo man den Wasserbau noch nicht so verstand, hat die Dille durch ihre Ueberschwemmungen und reissenden Lauf der Stadt viele Unkosten verursacht. Bei der allgemeinen grossen Fluth 1764 Jan. stand sie in den mehresten Strasen der Stadt 2 Schuhe hoch.
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Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 12.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2856
Schlagworte strenger Winter
Ortsangaben Herborn; Nassau
Zeitangabe 1609
Quellenzeitangabe
Originaltext Der Winter des Jahres 1609 muß wohl sehr streng in der Nassau gewesen sein. Dies sagt Joh. Heidfeld, Pastor zu Ebersbach (vorher Professor zu Herborn oder besser Siegen) in der Vorrede seines Panegyr. II. de ordine politico p. 87. „Dabam Ebersbachii anno Chr. 1608 sub ipsum tempus, quando candida venit avis, longis invisa colubris, jam propemodum exacta asperrima, rigidissima et frigidissima ista hyeme, quae multos vehementer torsit, ipsa etiam vitali aura multos privavit, et appropinquante jam laeta aestate &c. und S. 246 heißt es: Novistis omnes, qui hyemen experti estis, quam intolerabilis ea tormenti species existat, nam corpus frigori expositum u. s. w.
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Bearbeitungsstand   10.03.2011
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 17f.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2857
Schlagworte strenger Winter; langer Winter; Kälte
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1.1625 - 5.1625
Quellenzeitangabe
Originaltext Eben so merkwürdig ist auch das Jahr 1625 hier der strengen Kälte wegen gewesen: die nicht nur den Winter durch gedauert hatte, sondern noch im Mai anhielte. Man siehet dieses aus dem Fragment einer Inschrift auf das damals zur Residenz reparirte, nun aber völlig demolirte 3 Stunden von hier gelegene Schloß Tringenstein.

- - - - tempore duo
Quo fera bella, glaciesque nivalis
Majo mense dabant se conspicienda figuris
Innumeris, aderatque gracis contagio pestis.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 18.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2858
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1.1.1709 - 15.2.1709
Quellenzeitangabe
Originaltext In diesem Jahrhundert sind jedem die 3 Winter 1709, 1740, 1784 und 1788 der strengen Kälte wegen allgemein bekannt. Vom ersten hat der Herborn. damalige Stadtschreiber Jo. Görg Lindner in einem Protokollbuch folgendes notirt: „Um Neujahrstag fiel eine so grimmige Kälte ein, daß alles Korn, Weinstöcke, Nuß- und Obstbäume erfroren, Bäume im Wald zersprangen, und, alles öftern Eisens ungeachtet, die Mühlen still standen. Die Kälte hat einige Wochen angehalten, im Februar aufs neue angefangen, aber doch den 15ten wieder nachgelassen.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 18.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2859
Schlagworte strenger Winter
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1709
Quellenzeitangabe
Originaltext Zur Erhaltung des Andenkens vom strengen Winter 1740 sind mir folgende Chronodisticha, davon ich nicht weis, ob sie ge- oder ungedruckt sind, zu Gesicht gekommen.

Denk VVIe eIn hartes VVVnDer Iahr
Dass seLten seInes gLeIChen VVar.

Es fanden sich Sturm, Wasserfluthen und Kälte ein.

InerbIabo prInCIpes eIVs, et sapIentes eIVs et
DVCes eIVs et MagIstratVs et fortes eIVs

Ierem. LI, 57.

- - - MIseranDaqVe VenIt
ArborIbVsqVe satIsqVe LVes aC LethIser annVs.

Virgil. aen.

FroID eXCessIs, negoCe abatV, sIeVre arDente
PaVVerté, InonDatIon sVneste.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 18.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2860
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1784
Quellenzeitangabe
Originaltext Die Jahre 1784 und 1788 sind jedem noch erinnerlich. In jenem sind viele hundert Obst- und fast alle Nußbäume um Herborn abgestorben.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 19.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2861
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1788
Quellenzeitangabe
Originaltext Die Jahre 1784 und 1788 sind jedem noch erinnerlich. In jenem sind viele hundert Obst- und fast alle Nußbäume um Herborn abgestorben.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 19.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2862
Schlagworte Hitze
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1537
Quellenzeitangabe
Originaltext so schrieb Jo. Diemar, Pfarrer zu Herborn, ist alles hier herum verdorben. Es war ein sehr heis Jahr.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 21.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2863
Schlagworte strenge Kälte
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 12.1594 - 5.1595
Quellenzeitangabe
Originaltext bis in die Mitte Mai des folgenden Jahres war in der Nassau eine überaus strenge Kälte, wie in ganz Deutschland, so daß viel Menschen und Thiere erfroren. Es handelt auch davon der Lindauer Bericht von diesem Jahr.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 21.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2864
Schlagworte Dürre; Trockenheit
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 4.1669 - 9.1669
Quellenzeitangabe
Originaltext war von April an bis zum September eine schreckliche Dörre. Es wurde darum auf den 6ten October d. J. ein allgemeiner Fast-, Bus- und Bettag im Dillenburgischen gefeiert.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 21.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2865
Schlagworte Kälte; Schnee
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 11.1679 - 3.1680
Quellenzeitangabe
Originaltext von Lucä des Einen bis zum März des andern Jahres war grose Kälte und sehr viel Schnee.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 21.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2866
Schlagworte Nässe; Regen
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1681
Quellenzeitangabe
Originaltext Der Sommer war durchaus naß und regnerisch.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 21.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2867
Schlagworte Nässe; Regen
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1682
Quellenzeitangabe
Originaltext Der ganze Sommer, wie auch der darauf folgende Winter durchaus naß und regnerisch.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 21.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2868
Schlagworte Nässe; Kälte; langer Winter; Hitze; Trockenheit
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1683 - 1684
Quellenzeitangabe
Originaltext Der Sommer des ersten Jahres war wieder sehr naß. Am 25ten Nov. fiel große Kälte ein, die bis 6ten Febr. des folg. Jahres anhielt. Der Sommer darauf war sehr heis und trocken. Daher kam eine frühzeitige Erndte. Man hatte schon am 9ten Jul. Brod von der diesjährigen Frucht.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 21.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2869
Schlagworte Kälte
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 9.1685
Quellenzeitangabe
Originaltext Im Frühjahr war sehr groser Mangel an Fütterung; wie auch das Jahr zuvor gewesen war. Im September fiel schon Kälte ein.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 21.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2870
Schlagworte milder Winter; Nässe; Kälte
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1686
Quellenzeitangabe
Originaltext Januar und Februar nebst dem ganzen Frühjahr waren sehr gelind und naß. Es war alles sehr wolfeil. Der Sommer war sehr naß. Von Lucä bis Martini war Kälte.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 22.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2871
Schlagworte milder Winter; Kälte; Spätfrost; Nässe
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1687
Quellenzeitangabe
Originaltext Februar war gelinde und warm; März rauh; April hatte bis den 21ten Kälte und Schnee. Am 15ten Mai fiel noch Frost ein, der viel Schaden that. Vom Augsut an bis Christtag war es sehr naß.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 22.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2872
Schlagworte milder Winter; kalter Frühling; Hitze
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1688
Quellenzeitangabe
Originaltext Der Februar war warm; März und April ungewöhnlich rauhe, so daß alles mit Schnee und Eis bedeckt lage. Der Mangel an Fütterung war noch größer als 1684. Jul. und August waren sehr heiß.
Die Sommerfrüchte und das Obst geriethen sehr wohl: dagegen ward alles Gemüs von den Raupen weggefressen.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 22.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   

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