Datensätze

Seite: 1 | 2

Eintrag 3263
Schlagworte Herbst, verregneter; Nässe; Grummeternte, schlechte
Ortsangaben Altenbreitungen; Herrenbreitungen; Frauenbreitungen
Zeitangabe 9.1657 - 12.1657
Quellenzeitangabe
Originaltext „Hingegen berichten die Amtsakten von 1657 über große Nässe. Das „Grammaht“ auf den Wiesen im Forst wurde nur zur Hälfte gemacht, „weil man bei dem noßen Herbstwetter sonst mer uff med- und machtlohn wenden mussten“.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Wilhelm Uehling: Breitungens Landwirtschaft, in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 155-165, hier S. 162.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3264
Schlagworte Hungerjahr; Teuerung
Ortsangaben Altenbreitungen; Herrenbreitungen; Frauenbreitungen; Wanfried
Zeitangabe 1847
Quellenzeitangabe
Originaltext „1816/17 ist als eines der schlimmsten Hungerjahre überliefert. Doch erzählt man bei uns auch von 1847 als einem solchen. Da hat mancher ein Stück Land für Brot vertauscht. Meine Großmutter hat oft erzählt, daß die Leute mit Schiebkarren nach Wanfried (etwa 60 Kilometer) gefahren sind, um für teuer Geld einen Sack Korn zu erstehen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Wilhelm Uehling: Breitungens Landwirtschaft, in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 155-165, hier S. 161.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3265
Schlagworte Trockenheit; Regen, starker; Frost; Saat, vernichtete
Ortsangaben Altenbreitungen; Herrenbreitungen; Frauenbreitungen
Zeitangabe 9.1890 - 12.1890
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Herbst 1890 war so trocken, daß erst spät gesät werden konnte. Die auflaufende Saat wurde durch starken Regen und nachfolgenden Frost vernichtet. Im Frühjahr 1891 boten die Felder einen trostlosen Anblick. Wenn auch ein Zentner Getreide mit 12-14 Mark bezahlt werden mußte, so konnte doch infolge der guten Verkehrsverhältnisse eine Hungersnot überbrückt werden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Wilhelm Uehling: Breitungens Landwirtschaft, in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 155-165, hier S. 161 f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3266
Schlagworte Regenmangel; Futtermangel; Notschlachtungen; Viehpreise, fallende
Ortsangaben Altenbreitungen; Herrenbreitungen; Frauenbreitungen
Zeitangabe 3.1893 - 7.1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „Wirtschaftlich schlimmer wirkte sich freilich das Jahr 1893 aus, das vom März bis Juli regenlos und heiß war. Infolgedessen war der Futtermangel so groß, daß das Vieh notgeschlachtet oder zu Spottpreisen verkauft werden mußte. Für 25 Mark erhielt man eine Kuh!“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Wilhelm Uehling: Breitungens Landwirtschaft, in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 155-165, hier S. 162.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3267
Schlagworte Hochwasser; Treibeis; Brücke, zerstörte
Ortsangaben Herrenbreitungen; Bußhof; Werra, Fluss
Zeitangabe 1822
Quellenzeitangabe
Originaltext Herrenbreitungen besaß den Abtswald … und Wiesen jenseits der Werra. Daher hat diesem Ort schon in tiefer Vergangenheit eine Brücke (die Bussauerbrücke) zur Benutzung gedient, welche kurz unterhalb Bußhof erbaut war. Wegen der Geradelegung des Werralaufes 1842-46 sind heute keine Spuren mehr an ihrem alten Standort zu entdecken. … Im Jahre 1822 hatten sich Hochwasser und Treibeis so heftig gegen die Brückenbalken gewälzt, daß ein Neubau nicht zu umgehen war. Sechs Jahre später war sie abermals zerstört. … Nach abermals 6 Jahren, also 1834, wurde sie wieder von den Fluten hinweggerissen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Robert Abe: Die Brücken zwischen den drei Breitungen, in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 101-106, hier S. 101-102.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3268
Schlagworte Hochwasser; Brücke, zerstörte
Ortsangaben Herrenbreitungen; Bußhof; Werra, Fluss
Zeitangabe 1828
Quellenzeitangabe
Originaltext Herrenbreitungen besaß den Abtswald … und Wiesen jenseits der Werra. Daher hat diesem Ort schon in tiefer Vergangenheit eine Brücke (die Bussauerbrücke) zur Benutzung gedient, welche kurz unterhalb Bußhof erbaut war. Wegen der Geradelegung des Werralaufes 1842-46 sind heute keine Spuren mehr an ihrem alten Standort zu entdecken. … Im Jahre 1822 hatten sich Hochwasser und Treibeis so heftig gegen die Brückenbalken gewälzt, daß ein Neubau nicht zu umgehen war. Sechs Jahre später war sie abermals zerstört. … Nach abermals 6 Jahren, also 1834, wurde sie wieder von den Fluten hinweggerissen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Robert Abe: Die Brücken zwischen den drei Breitungen, in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 101-106, hier S. 101-102.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3269
Schlagworte Hochwasser; Brücke, zerstörte
Ortsangaben Herrenbreitungen; Bußhof; Werra, Fluss
Zeitangabe 1834
Quellenzeitangabe
Originaltext Herrenbreitungen besaß den Abtswald … und Wiesen jenseits der Werra. Daher hat diesem Ort schon in tiefer Vergangenheit eine Brücke (die Bussauerbrücke) zur Benutzung gedient, welche kurz unterhalb Bußhof erbaut war. Wegen der Geradelegung des Werralaufes 1842-46 sind heute keine Spuren mehr an ihrem alten Standort zu entdecken. … Im Jahre 1822 hatten sich Hochwasser und Treibeis so heftig gegen die Brückenbalken gewälzt, daß ein Neubau nicht zu umgehen war. Sechs Jahre später war sie abermals zerstört. … Nach abermals 6 Jahren, also 1834, wurde sie wieder von den Fluten hinweggerissen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.11.2015
Beleg Robert Abe: Die Brücken zwischen den drei Breitungen, in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 101-106, hier S. 101-102.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3271
Schlagworte Hagelschlag; Feldschäden; Erlass der Grundsteuer; Reduzierung der Fruchtlieferungen; Reduzierung des Erbzinses
Ortsangaben Herrenbreitungen
Zeitangabe 1756
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1756 wurde unsere Feldflur von einem furchtbaren Hagelschlag heimgesucht. Deshalb wurde der Gemeinde die Grundsteuer auf 6 Monate erlassen, ebenso die Hälfte der Furchtlieferung und des Erbzinses.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 184.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3272
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Heuernte, vernichtete
Ortsangaben Herrenbreitungen; Werra, Fluss
Zeitangabe 1735
Quellenzeitangabe
Originaltext Herrenbreitungen hatte wegen seiner tiefen Lage unmittelbar an der Werra von je her viel unter Hochwasser zu leiden. Soweit uns die Akten über Hochwasser berichten, sei nachstehend darüber eine Aufstellung gegeben:
1735: Heuernte vernichtet.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 188.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3273
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Heuernte, vernichtete
Ortsangaben Herrenbreitungen; Werra, Fluss
Zeitangabe 1745
Quellenzeitangabe
Originaltext 1745 vernichtete ein Hochwasser der Werra die Heuernte des Dorfes Herrenbreitungen.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 188.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3274
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Heuernte, vernichtete; Wiesen, verschlammte
Ortsangaben Herrenbreitungen; Werra, Fluss
Zeitangabe 8.1752
Quellenzeitangabe
Originaltext „1752: Hochwasser im August, Heu fortgeführt, das stehende Gras verschlemmt.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 188.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3275
Schlagworte Hochwasser; Hochwasser
Ortsangaben Herrenbreitungen; Borntal; Werra, Fluss
Zeitangabe 1763
Quellenzeitangabe
Originaltext „1763: Das Wasser war so hoch, daß man mit dem Schiff bis ans Borntal fahren konnte.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 188.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3276
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung
Ortsangaben Herrenbreitungen; Altenbreitungen; Werra, Fluss
Zeitangabe 1767
Quellenzeitangabe
Originaltext „1767: Das Hochwasser führte den Brunnenkasten im Dorf fort bis nach Altenbreitungen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 188.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3277
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Heuernte, vernichtete; Wiesen, verschlemmte; Grummeternte, vernichtete
Ortsangaben Herrenbreitungen; Werra, Fluss
Zeitangabe 1769
Quellenzeitangabe
Originaltext „1769: Hochwasser im Juni, Heu fortgeführt, Gras verschlemmt; ein zweites Hochwasser vernichtete die Grummeternte.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 188.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3278
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Grummeternte, vernichtete
Ortsangaben Herrenbreitungen; Werra, Fluss
Zeitangabe 1770
Quellenzeitangabe
Originaltext „1770: Im September wurde ebenfalls die Grummeternte [durch ein Hochwasser der Werra] vernichtet.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 188.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3279
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung
Ortsangaben Herrenbreitungen; Werra, Fluss
Zeitangabe 6.1871 - 6.1871
Quellenzeitangabe
Originaltext „1871: Im Juni 8 Tage großes Wasser.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 188.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3280
Schlagworte Hochwasser
Ortsangaben Herrenbreitungen; Werra, Fluss
Zeitangabe 1882
Quellenzeitangabe
Originaltext „1882: Fünf Tage hohes Wasser.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 188.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3281
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung
Ortsangaben Herrenbreitungen; Borntal
Zeitangabe 11.1890
Quellenzeitangabe
Originaltext „1890: Im November so hohes Wasser, daß man wiederum bis zum Borntal Kahn fahren konnte.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 188.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3282
Schlagworte Getreidemissernte; Teuerung; Steuererlass; Fruchtzinserlass; Erbzinserlass
Ortsangaben Herrenbreitungen
Zeitangabe 1770
Quellenzeitangabe
Originaltext „1770 war „die Frucht weit und breit nicht gut geraten.“ Die Preise für Korn und Brot waren fast unerschwinglich. Darum wurden der Gemeinde 3 Monate die Steuer und 1/3 Frucht- und Erbzins erlassen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   12.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 185.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3283
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung
Ortsangaben Herrenbreitungen; Frauenbreitungen; Altenbreitungen; Werra, Fluss
Zeitangabe 29.5.1613
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Wasserstand unsers heimatliches Flusses im Kreislauf des Jahres hebt sich fast alljährlich vom Herbst bis zum Frühjahr hin ohne Unterbrechung. Im Monat März hat er gewöhnlich seinen oberen Scheitel erklommen. Von da ab ebben die Fluten langsam wieder ab, um meistens im September auf dem tiefsten Punkt anzulangen. … … Sonst ziemlich klar und rein, färbt sich die Werra zur Zeit des Anschwellens gelb und braun. Mit dem Wasser mischt sich fein zerteiltes Erdreich, das der Fluß selbst im Verein mit zahlreichen angeschwollenen Nebenflüssen aus dem Thüringer Wald und der Vorderrhön herabträgt. Er setzt dasselbe da ab, wo er, ruhiger fließend, über die weite, ebene Talsohle sich ausdehnen kann. Als düngender Schlick sind die herbeigeschwemmten Stoffe den Bauern auf ihren Wiesen hochwillkommen. Bei der Heuernte zeigt sich die befruchtende Wirkung in vollen Grasmahden und schwer einherschwankenden Heufudern. Bei sommerlichen Ueberschwemmungen aber bilden die ungebändigten Fluten eine ernste wirtschaftliche Gefahr für den Landmann. Das Gras verschlammt und wird für das Vieh fast ungenießbar und gesundheitsschädlich, und zur Erntezeit sind nicht selten schon Heu oder Grummet hinweggeschwemmt worden. … Am 29. Mai 1613 war eine gewaltige Flut, die „thüringische Sündflut“, die seitdem noch nicht wieder übertroffen wurde.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   12.11.2009
Beleg Robert Abe: Hochwasser, in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 99-101, hier S. 99-100.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

Seite: 1 | 2