Datensätze

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Eintrag 1605
Schlagworte Wolkenbruch; Starkregen; Hochwasser; Überschwemmung; Gebäudeschäden; Vieh, ersoffenes
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 2.6.1853
Quellenzeitangabe
Originaltext "Im Jahre 1853, den 2ten Juni fiel ein Wolkenbruch in den nordwestlichen Waldungen,oberhalb Kinzenbach; gegen 5 Uhr nachmittags merkte ich ein Rauschen, als ich hinter meiner Scheuer war; ich dachte mir aber nichts dabei. Die Leute sprangen nach dem Tuch auf der Bleiche, denn es fing an zu regnen. Ich ging vor das Hoftor, da kam das Wasser im Bach schon stark, da schwang ich auf den Steg und wollte einen kleinen Steg halten; da rief mir ein guter Freund zu: halt mir einmal mein Faß! (nämlich ein Äpfelweinfaß!) Da zog ich meine Schlappen vor dem Steg so'geschwind als möglich aus und steckte sie in des Kreilings beim Spritzenhaus Weinstock. Ja, fast in einer halben Minute, als ich über den Steg kaum weg war, da ging er fort. Ich flüchtete schnell in des Nesseldrehers Hof. Der Nesseldreher war nicht da! Wir wollten schnell das Schwein herausziehen (Anm.: aus dem Stall!), wir brachtens aber nicht heraus. (Ich und sein Sohn). Ich machte die Haustür schnell hinter mir zu, daß die Küchengeräte nicht fort fließen sollten. Auf dem Hof floß alles schon durcheinander und das Wasser floß in den Keller hinein: ich möchte sagen, daß, als ich den Steg fangen wollte, von der Zeit an bis in des Nesseldrehers Stub bei dem Aufenthalt mit dem Schwein, es doch nicht länger als eine Minute gedauert hatte. Es wäre ein großer Schrecken für mich gewesen, wenn ich gewußt hätte, wie es mit dem Haus aussah. Das Haus hatte eine Schutzmauer an der nördlichen Seite, die war durch die schweren Bauhölzer eingerammt, die von der Mühl und Schlagmühl und Brauhaus abgeflossen waren.Da kamen mehrere Kühe geschwommen, die hätte ich an den Hörnern halten können am Fenster. Es war ein Durcheinander! Die Nesseldrehers weinten wegen ihrem Vater. Sie wußten nicht, was sie denken sollten: er war an der Lahn zum Fischen. Wir saßen unten in der Wasserwut- und Flut und das Haus war auch schon i n großer Gefahr. Die Mauer war ausgehöhlt: wenn noch ein Holz dagegen gerammt kam, dann drohte der Einsturz. Wir wußtm es aber nicht. Unsere Schafe waren wegen dem Regenwetter zuhaus. Beim Nesseldreher war ein Gefach eingefallen am Schafstall neben dem Kuhstall. Da waren die Hämmel fortgeschwommen bis auf einen, der war unter den Kühen ersoffen. Das Wasser floß mit Gehölz dem Dorffalltor hinaus. Die Äcker waren durch die Landwehr (Croppach!) im Gießener Feld ausgeflossen. Die Leute, die aus den Fabriken kamen, mußten sich fahren lassen auf der Straße von Gießen her. Unsere Gemeinde hat's viel gekostet: die Stege waren alle fort, es sah aus! Die Miststätten waren vom Mist entleert, das Holz war fortgeflossen aus den Gebäuden, die am Bach standen. Meine Leute wußten garnicht, wo ich war. Am Abend guckte ich einmal am Fenster,
schwenkte mein Hütchen zum Zeichen, daß sie sehen sollten. wo ich wäre. Denn sprechen konnte man nicht mit dem Nachbar wegen dem Getös des tobenden Wassers. Man hörte die kleinen Schweine quietschen, die die Leute in die Stuben getragen hatten. Es waren auch mehrere Hunde an der Kette ersoffen und auch Kälber. In der Nacht senkte sich das Wasser. Wir waren fast verdurstet über Nacht; die Milch war fortgeflossen. Es war früher schon einmal ein Wolkenbruch gewesen in dem 1'7. Jahrhundert! Aber doch so kein hoher Wasserstand wie der letzte es war. Gut, daß der Steg weg gekommen war, sonst hätte sich das Wasser noch mehr gestaut. Es gab im Gießener Feld eine Masse Meiner Fröschchen, als wenn's sie geregnet hätte! Unserem Wirthe Kreiling, meinem Nachbar Jakob Kröck, meinem Onkel Ludwig Kröck i n der Krone, war viel verloren gegangen in
ihren Kellern. Die Kartoffeln aus ihren Kellern waren meistens in unserem Keller. Dann war das Wasser mit dein Fallen des Bachs abgelaufen. Unsern Kartoffeln hat's nicht geschadet. Die Höhe des Wassers war bezwungen hier und da. Es war auf den Augenblick keine Kleinigkeit, wo man nicht hinter noch vor sich kommen konnte. Es war fast keine Rettung mehr. Die andern verstanden nicht, wie groß die Gefahr war, sie waren ja noch Kinder. Die Mutter tröstete ich, als sie glaubte, ihr Mann müßte ertrunken sein. Aber er war garnicht in Gefahr, war zufällig in meinem Haus über Nacht."
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 205 f.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1606
Schlagworte Hagelschlag; Feldfrüchte zerschlagen; Obst zerschlagen; Fenster zerschlagen; Mißernte
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 16.7.1857
Quellenzeitangabe
Originaltext "... da kommt ein furchtbares Kieselwetter und schlägt alles darnieder, unsere Früchte, das Obst - es war sehr traurig!" An späterer Stelle: "Am 16. Juli kam ein verheerendes Kieselwetter über unsern Flur, von Kinzenbach bis Gießen grad über unsern Ort, die Breit von der Wüsthub (Abendstern!) bis unter das Dorf Schäferpfad. Das war die Hauptverheerung. Das war westlich und östlich Winter- und Sommerfeld, wo ich grad ausnahmsweis mein größtes Feld hatte. Da lag meine ganze Wirtschaft beim Boden, Äste, Obst, Fensterscheiben. Die paar arge Minuten, das war wieder ein schwerer Schlag bei meinem Pachtgut. Es war damals ein Frucht-Jahr, das seinesgleichen suchte. Es gab damals Bauern, die ihr Land nicht in dem Strich hatten, die taten viel Frucht ernten. Ich hatte 365 alte Ruten mit Gerst und habe erst 40 Meste leichte Gerst bekommen. Die meiste Äcker hab ich nicht brauchen zu dreschen. Ich war am härtesten mitgenommen, das sagten viele Leute."
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 207.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1607
Schlagworte Trockenheit; Futtermangel; Rückgang der Viehnachfrage; Notschlachtungen
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 1858
Quellenzeitangabe
Originaltext "1858 war ein trockenes Jahr. Da bin ich mit meinen zwei Schwägerinnen den Samstag vor Pfingsten in den Erlensand und Altenroth gegangen und haben die besten Stücke ausgegrast: da haben wir zwei Säcke und eine Last Gras nachhause gebracht. Ich möchte sagen, ich hätt es allein tragen können. Das war so wenig, als "komm und bring mir nichts"! Es war aber sonst nichts da. Das kostete nur einen halben Tag Arbeit für 3 Personen. Ich hatte in der Schwenn damals einen Acker von 112 Ruthen mit Klee. Den
hat meine Schwägerin Maria in einem Sack nachhaus gebracht. Da wurde jeden Tag ein Sack voll geholt und in Kessel gekocht." Und an späterer Stelle: "Im Nachsommer, es wolite auch niemand kein Vieh, da wurden einmal in einer Woche 13 Stück Rindvieh geschlachtet."
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 207.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1608
Schlagworte Obsternte, überdurchschnittliche
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 1878
Quellenzeitangabe
Originaltext "Es wurde in diesem Herbst viel Zwetschen-Honig gemacht und auch Dörrobst, soviel, daß man sich der Jahre keins erinnert, in dem es ebenso war."
"Es wurde in diesem Herbst viel Zwetschen-Honig gemacht und auch Dörrobst, soviel, daß man sich der Jahre keins erinnert, in dem es ebenso war."
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 213.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1609
Schlagworte Winter, früher; Winter, langanhaltender; Obst, Mißernte; Frosteinruch, früher; Obstbäume erfroren; Nußbäume erfroren
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 1879 - 1880
Quellenzeitangabe
Originaltext 1879-1880
"Von 1879 bis 1880 hatten wir einen frühen und anhaltenden Winter - im Herbst gleich überraschend, daß die meisten Äpfel schon am Baum erfroren, weil man sie durch andere Arbeit noch nicht abmachen konnte. - Aber das war noch nicht alles! Das Schlimmste kam noch, was niemand ahnte: fast alle unsere besten Obstbaum-Sorten sind erfroren, auch die Nußbäume, die so kolossal da standen!"
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 213.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1610
Schlagworte Gewitter; Vieh vom Blitz erschlagen
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 31.7.1883
Quellenzeitangabe
Originaltext "Ich hatte von 1883 vergessen: am 31. Juli, wie das Vieh auf unserer Weide ging, Uhr 6 bis 7, kam ein kleines Gewitter über die Haardt. Die Hirten zogen ab, da lagen zwei Kühe da, vom Blitz erschlagen, fünfzig Fuß voneinander. Sie waren im Genick gesengt. Es war jede versichert mit 240 Mark. Die eine gehörte meinem Sohn Wilhelm, die andere Wilhelm Neidel. Sie sind begraben worden. Man hätte sie auch essen können, wer sie grad nicht hätte liegen sehn."
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 214 f.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1611
Schlagworte Trockenheit; Dürre
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 8.1892
Quellenzeitangabe
Originaltext "Seit langen Jahren haben wir so keinen dürren Sommer gehabt wie jetzt. ... Die Frucht war zu dürr zum Dreschen."
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 215.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1612
Schlagworte Trockenheit; Dürre
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 1842
Quellenzeitangabe
Originaltext 1842
"Dieser Jahrgang war ein ausnahmsweiser. Seit 1822 soll es fast noch schlimmer gewesen sein: große Dürr! Wenn ich 1842 des morgens vom Mähn heim ging, dann hatte ich so ein klein Lästche auf dem Kopf, da warteten sieben Sttick Rindvieh mit Hunger drauf. Man wollte doch auch ein wenig Heu in die Scheuer haben."
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 217.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1613
Schlagworte Frühjahr, ertragreiches; Kartoffelernte, schlechteFrühjahr, ertragreiches; Kartoffelernte, schlechte
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 1843
Quellenzeitangabe
Originaltext "1843 gabs ein fettes Frühjahr. Aber die Kartoffeln waren zu mangelhaft."
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 217.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1614
Schlagworte Kartoffelernte, schlechte; Verlust der Saatkartoffeln
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 1840
Quellenzeitangabe
Originaltext "1840 waren sie erkrankt, da gingen unsere alten Sorten verloren. Da hatte man Salat und keine Kartoffel."
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 217.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1615
Schlagworte Trockenheit; Dürre
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 1846
Quellenzeitangabe
Originaltext "1846 war wieder ein dürres Jahr."
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 218.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1876
Schlagworte Hochwasser
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 1739
Quellenzeitangabe
Originaltext „weil wegen des großen Gewässers nirgends hinzukommen gewesen.“
Bemerkungen Eintrag in das Kirchenbuch von Pfarrer Susemihl
Bearbeitungsstand   14.08.2006
Beleg Konrad Reidt: Heuchelheim bei Gießen. Geschichte eines Dorfes im Lahnbogen. Heuchelheim 1986, S. 209.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2927
Schlagworte Unwetter; Hagel
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 16.7.1857
Quellenzeitangabe
Originaltext Am 16. Juli 1857 schlug ein heftiger Hagelschlag, der über unserem Feld niederging, die kaum gereifte Gerste aus den Ähren und vernichtete einen großen Teil der Ernte. Die Monate Mai und Juni des folgenden Jahres waren so trocken, daß man die Brunnen tiefer graben mußte und es gänzlich an Futter fehlte, so daß viel Vieh geschlachtet oder billig verkauft werden mußte. Damals hielt der Pfarrvikar Krauß über Psalm 119 Vers 71 eine Bußpredigt, die auf Verlangen in Druck gegeben wurde.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   04.06.2009
Beleg Konrad Reidt: Heuchelheim bei Gießen. Geschichte eines Dorfes im Lahnbogen. Heuchelheim 1986, S. 112.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2928
Schlagworte Sturm
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 1613
Quellenzeitangabe
Originaltext Im Jahre 1613 schließlich stürzte die Turmspitze ein. Die Rechnung besagt, daß der Turm damals „durch den festen Wind geschädiget“ wurde, und im Protokoll über das Märkergeding von 1613 über den Wald lesen wird die Sätze: „Jörg Keuß von Heuchelheim zeigt an, das den Heuchelheimern Kirchthorm als umbgefallen, ihm an seiner scheuern drey pann entzweygefallen. Batte, das Ihm zum Scheuerbaw etwas geben wollen. Dießem Jorg wollen beide gemein zur Uffbringung der scheuer ein Stamlein geben.“
Bemerkungen Schon 1595 spricht die Kirchenrechnung davon, daß der Turm baufällig war.
Bearbeitungsstand   04.06.2009
Beleg Konrad Reidt: Heuchelheim bei Gießen. Geschichte eines Dorfes im Lahnbogen. Heuchelheim 1986, S. 292.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3003
Schlagworte Wolkenbruch; Unwetter; Hagel; Überschwemmung
Ortsangaben Atzbach; Dorlar; Waldgirmes; Heuchelheim; Gießen; Garbenheim; Lollar; Großen-Linden; Alsfeld
Zeitangabe 24.5.1749 - 27.5.1749
Quellenzeitangabe
Originaltext „Den 24. und 27. Mai sind große Wassergüsse und Wolkenbrüche allhier und in der Nachbarschaft entstanden, wodurch viel an Wiesen und Äckern verderbt worden. Den größten Schaden aber hat der Kieselschlag verursacht, wodurch Dorlar, Atzbach gar sehr, etwas zu Heuchelheim und Gießen, Garbenheim ist heimgesucht worden, dermalen aber gottlob in Waldgirmes, Naunheim, Hermannstein, Rodheim, usw. sind verschont worden.

Nach eingezogener Nachricht hat der Kieselschlag und Gewässer zu Lollar, im Buseckertal, um großen Linden gar sehr, um Alsfeld vielen Schaden verursacht.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.06.2009
Beleg Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Lahntal (Hrsg.): Lahnau. 2000 Jahre Siedlungsgeschichte. Atzbach, Dorlar, Waldgirmes. Lahnau 2000, S. 166.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3009
Schlagworte Hagel; Unwetter
Ortsangaben Atzbach; Dorlar; Waldgirmes; Heuchelheim; Gießen
Zeitangabe 8.1857
Quellenzeitangabe
Originaltext „Aus unserer Gegend und Pfarrei ist wenig anzumerken. Die Ernte war hier durchgängig recht gut. Das Hagelwetter, welches im August die Flur von Heuchelheim, Gießen usw. heimsuchte und verheerte, ist durch Gottes Gnade an uns vorrüber gezogen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.06.2009
Beleg Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Lahntal (Hrsg.): Lahnau. 2000 Jahre Siedlungsgeschichte. Atzbach, Dorlar, Waldgirmes. Lahnau 2000, S. 172.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   

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