Datensätze

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Eintrag 1288
Schlagworte Jahr, nasses; Wetterschaden bei Roggen
Ortsangaben
Zeitangabe 1482
Quellenzeitangabe
Originaltext "hatte an vile enden das widder schaden am korn gethan vnd was auch an enteilen enden liliche haber vnd was auch uff das jar im snede naß vnd do nach die fruchte gemeynlich dracken vnd wole jn bracht wart"
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   07.09.2005
Beleg Georg Landau: Notizen über die Getreideernten in Oberhessen während des 15. Jahrhunderts. Aus den Pachtregistern des deutschen Ordens, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde A.F. 3 (1843), S. 201-204, hier S. 203.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1622
Schlagworte Jahr, nasses; Missernte
Ortsangaben Caßdorf; Hessen
Zeitangabe 1816
Quellenzeitangabe
Originaltext „Dazu kam, daß die Jahre 1816, 1817, 1828 und 1840 ausgesprochene Mißernten brachten. 1816 war ein sehr nasses Jahr. Das Getreide verfaulte entweder auf den Feldern oder in den „Zehntscheunen". Bei der Kartoffelernte standen die „Leser" mit Brettern unter den Schuhen auf den Feldern. Die gefüllten Säcke trugen sie auf dem Rücken an den Rand der Feldwege, damit sie von dort abgefahren werden konnten. Wagen und Vieh versanken in dem nassen Erdreich.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   21.04.2006
Beleg Georg Junker: Rundum den alten Kirchturm. Ortschronik Cassdorf. Dorf und Gemarkung in Vergangenheit und Gegenwart, Homberg 1986, S. 123.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1643
Schlagworte Jahr, schlechtes; Jahr, nasses; Jahr, regnerisches; Mißernte wein; Mißernte Bohnen; Mißernte Getreide; Erbsen von schlechter Qualität
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 1816
Quellenzeitangabe
Originaltext "1816 dieses Jahr war ein schlechtes Jahr es war durch das ganze Jahr mehr naß als trucken immer Regen wein gabs gar keiner Bohnen auch nicht an früchten gabs so basirlich vom Korn und weiß traph man vom husten ein halbes Malter Erbsen gabs viel aber sie waren nicht viel guts wegen der näze die frucht war sehr Teuer ..."
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Hessens sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   26.06.2006
Beleg Aufzeichnung des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz.
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 3642
Schlagworte Jahr, nasses; Feldfrüchte, verfaulte; Mäusefrass; Missernte; Hungerjahr
Ortsangaben Neumorschen; Spangenberg; Burghofen; Mörshausen; Pfieffe
Zeitangabe 1641
Quellenzeitangabe
Originaltext „Man war 1628 übereingekommen, die Kriegsbeiträge (für Quartiere oder Durchzüge) wie folgt zu verteilen: Stadt Spangenberg 2/9, alle Dörfer (Burghofen, Mörshausen, Pfieffe und Neumorschen) zusammen … 7/9. Dies hielt man so bis 1642. … Als nun die bayrischen und Piccolomini’schen Kriegsvölker hier hausten und es 1641 zu einem Hungerjahr durch Nässe, Fäule und Mäuseschäden kam, verfügte der Landvogt (Aßmus von Baumbach, zuständig für das Gebiet zwischen Fulda und Werra) 2/7 bzw. 5/7 Kontributionsanteile, also mit Recht damals zugunsten der Landdörfer.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   03.06.2012
Beleg Waltari Bergmann: Neumorschen 1259–1959. Eine Heimatgeschichte der Gemeinde Neumorschen und des Morschen-Haydauer Raumes als alten Gerichtes auf der Fulda, hrsg. von der Gemeinde Neumorschen, Melsungen 1959, S. 203.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3684
Schlagworte Jahr, nasses; Mißernte
Ortsangaben Kassel
Zeitangabe 1481
Quellenzeitangabe
Originaltext "1481 war ein so nasses Jahr, daß die Frucht auf dem Halme verfaulte, und daß die damals noch kleine Bevölkerung von Kassel ihr Brot von Erfurt … beziehen mußte."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.11.2012
Beleg Kasseler Wetter, in: Hessenland 9 (1895), S. 94–95, hier S. 95
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3689
Schlagworte Jahr, nasses; Mißernte; Hungersnot
Ortsangaben Kassel; Grebenstein; Immenhausen
Zeitangabe 1692
Quellenzeitangabe
Originaltext "1692 kam in Folge des nassen Jahres eine slche Noth, daß die Bewohner Kassels ihr Brot von den Städten Grebenstein und Immenhausen ankaufen mußten."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.11.2012
Beleg Kasseler Wetter, in: Hessenland 9 (1895), S. 94–95, hier S. 95
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 4036
Schlagworte Jahr, nasses; Regengüsse, andauernde; Bestellung ihrer Äcker unmöglich
Ortsangaben Astheim
Zeitangabe 1867
Quellenzeitangabe
Originaltext „Das Jahr 1867 stand bis in den Hochsommer hinein unter andauernden Regengüssen, und den Bauern war die Bestellung ihrer Äcker unmöglich.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   12.10.2013
Beleg Norbert Hämel: Leben mit dem Rhein – Ein stetiger Kampf mit dem Hochwasser, in: Astheim – Geschichte und Geschichten, hg. v. Organisationskomitee 1150 Jahre Astheim, Trebur 1999, S. 313–315, hier S. 314.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4285
Schlagworte Ernte, schlechte; Jahr, nasses; Jahr, unfruchtbares
Ortsangaben Büdingen, Grafschaft
Zeitangabe 1570
Quellenzeitangabe
Originaltext Ernte schlecht; nasses unfruchtbares Jahr
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.01.2016
Beleg Walter Nies: Heiler und Hexen in der Grafschaft Büdingen, Rastatt 1999, S. 31.
Bearbeiter Rudolf Beck
   
Eintrag 4313
Schlagworte Ernte, schlechte; Wein, mittlerer; Weinernte, viel; Jahr, nasses; Pest
Ortsangaben Büdingen, Grafschaft
Zeitangabe 1598
Quellenzeitangabe
Originaltext Ernte schlecht; Pest; viel mittlerer Wein; nasses Jahr
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   17.01.2016
Beleg Walter Nies: Heiler und Hexen in der Grafschaft Büdingen, Rastatt 1999, S. 32.
Bearbeiter Rudolf Beck
   
Eintrag 4363
Schlagworte Ernte, schlechte; Wein, mittlerer; Jahr, nasses; Jahr, frostreiches; Jahr, regnerisches
Ortsangaben Büdingen, Grafschaft
Zeitangabe 1648
Quellenzeitangabe
Originaltext Ernte schlecht; mäßiger Wein; viel Frost und Regen
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   17.01.2016
Beleg Walter Nies: Heiler und Hexen in der Grafschaft Büdingen, Rastatt 1999, S. 33.
Bearbeiter Rudolf Beck
   
Eintrag 4489
Schlagworte Witterungsverlauf; Jahr, nasses; Schnee; Regen; Frost; Gewitter; Sturm; Hochwasser; Überschwemmungen; Schäden an Grummet; Schäden an Feldfrüchten
Ortsangaben Eudorf; Schwalm, Fluss
Zeitangabe 15.4.1785 - 13.12.1785
Quellenzeitangabe
Originaltext "Einige Anmerkungen zum Andenken der Zukunft
Den 22ten und 26ten Aug. 1785 wurden hier auserordentliche Betstunden gehalten, um von Gott Sonnenschein zur Ernde zu erflehen. Es war nemlich dis Jar besonders durch Näße ausgezeichnet. Am 13ten April fieng der den ganzen Winter gelegene tiefe Schnee an, one Regen schnell zu schmelzen, so daß d. 15ten Apr. der ganze Grund bei zugleich ausgetrettener Schwalm tief unter Wasser stand. Erst trockene, dann zu lang feuchte kalte Witterung sezten den Grasboden so zurück, daß dis Jar kaum über den dritten Teil Heu gegen gute Jahre gemacht wurde. Winter- und Sommerfrüchte zeigten sich vorzüglich schön. Ehe die Heu Ernde ganz vollendet war, fiel Regenwetter ein, daß um den 22ten Jul. Die Schwalm übergieng. Am 11ten Aug. fieng man an, hie und da Korn zu schneiden, d. 14ten ej. fieng es an zu regnen bis d. 16ten ej., doch so abwechselnd, daß man es wagte, nun ernstlich Korn fort zu schneiden; d. 17ten ej. hellte es sich morgens auf, und es konnten einige Fuder hie und da gebunden werden; Abends um 5 Uhr fiengs mit Gewittern an, und regnete fort bis auf d. 26ten Aug. morgens, daß am 22ten * schon die Schwalm hoch übergieng, und da sie etwas * laufen war, am 25ten ej. In der Nacht * aufs neue austrat, und das Wasser bis ahn die unterste Häuser des Dorfs herauf trieb. Das ganze Kornfeld lag ge*tet oder einiges stand in unbedeckten Haufen, und fieng an überall so zu wachsen daß manche Pläze von ferne einer Wiese gleich sahen. Endlich hellte sich d. 26ten ej. der Himmel auf, und d. 5ten Sept. war Korn und Weizen fast all in den Scheuren. Diese Woche durch wechselte es mit Sonne und Regen, daß keine Sommerfrucht nach Haus kam, die onehin auch vorher noch nicht geschnitten werden konnte. Durch etliche Regen war das neulich überschwemmte Gras weiter abgewaschen, und d. 9 et 10ten Sept. wurde in einigen Wiesen gemähet. Mitten in dieser Hofnung fiel in der Nacht vom 10ten bis 11ten Sept. etliche Stunden von hier ein Wolkenbruch, der eine solche Ueberschwemmung im ganzen Schwalmgrund verursachte, daß das liegende Grummet weg und der Grasboden so sehr mit *wasser überschwemmt war, daß man * d. 20ten ej. an einigen wenigen Fleken Gras holen konnte, welches izt die Noth heischte, und vom Vieh doch nicht gefressen ward. Ueberhaupt dis ganze Jar her war das Gras immer fast ganz unbrauchbar. Nach stand also der größte Teil des Grunds naß oder gar im Wasser, und einige gute Tage halfen, daß den 20ten die meiste Sommerfrüchte (welche aber nicht so gut, wies im Frühjar schien, ausfiel) nach Hause kam, und man nun auf Zeit und Wetter zum Grummet hoffete, als es d. 21ten morgens wider anfieng zu regnen, und eod. um Mitternacht die Schwalm abermal austrat, und alles überschwemmete. Dis war also seit dem April die sechste Ueberschwemmung, und die vom 10ten Sept. soll jener bekannten des Jars 1749 gleichkommen sein. Diese sechste aber (vom 21ten Sept.) hat in der Höhe und Breite des Wassers jene vorherige noch übertroffen. Der Regen dauerte fort, jedoch mit geringerer Gewalt, daß den 24ten S. das Wasser wider gefallen war. Den Nachmittag dieses 24ten schien die Sonne einige Stunden, gegen Abend aber trübte es sich wieder, regnete die Nacht hindurch, und d. 25ten morgens war abermal alles umher wie von einer Sündflut überschwemmet; den Tag über blieb halb trüber Himmel mit Wind ohne Regen, und die Nacht hindurch von Abends 7 Uhr an tobte der Wind, wie der Sturm eines Erdbebens, auch furen bei dem Anfang desselben zerschiedene Blitze durch die Luft. Morgens d. 26ten lies die Wärme etwas nach und die Sonne drang durch die Windwolken; bald abergieng der Wind immer stärker, und bis Mittag war alles lauter Regen und Sturm. Abwechselnd war nun die Witterung. D. 10ten Oct. hellte sichs auf, in der Nacht vom 11ten bis 12ten ej. entstund wider heftiger Wind, der one Regen nachlies, und hie u. da einen schönen Tag nach sich zog, so dass man allmälig die Aussaat besorgen konnte. Zu Grummet bleib der Schwalmgrund zu nass, umso mehr, da es in der Nacht vom 20ten bis 21ten Oct. stark reifete, auch den Tag über schon ziemliche Kälte unter Schneegestöber sich einstellte. Die Witterung wechselte, und hie und da wurde noch etwas Grummet getroknet, das aber zur Fütterung erst besonders bereitet werden mus.
D. 12 et 13ten Dec. war so schönes Wetter, als im schönsten Merz."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   05.09.2018
Beleg Kirchenbuch Eudorf 1725–1800
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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