Datensätze

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Eintrag 3433
Schlagworte Jahre, trockene
Ortsangaben Süß
Zeitangabe 1892 - 1894
Quellenzeitangabe
Originaltext In der Schulchronik von Süß wird berichtet: „Schon seit mehreren Jahrzehnten hatte sich mehr und mehr steigender Wassermangel geltend gemacht. Eine früher angelegte hölzerne Wasserleitung aus dem sogenannten Glasegraben war im Laufe der Zeit vollends verfallen. In den trockenen Jahren 1892 bis 1894 erreichte diese Not ihren Höhepunkt. Zu jeder Stunde des Tages waren die Pfützen, die anstelle der früheren Quellen sich gebildet, von den Ortsbewohnern umlagert. Das meiste Wasser mußte in Fässern per Schlitten oder Wagen vom Stollen herauf geholt werden. Auch Eis und Schnee wurden in den Siedekesseln geschmolzen. Unter solchen Umständen wurde der Wunsch allgemein, das Dorf mit Wasser zu versorgen, koste es was es wolle. Als man anfing, den alten Quellen nachzugehen, die man fast trocken wähnte, ergab es sich, daß sie bei sachgemäßer Ausmauerung den Bedarf des Dorfes reichlich deckten. … Seitdem hat es nur vereinzelt und vorübergehend an Wasser gefehlt und auch die Unterhaltungskosten erwiesen sich als kaum nennenswert.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Süß – das Dorf und seine Menschen. Beiträge zur Geschichte unsers Dorfes, zusammengetragen von Anneliese Krauß-Neumann, hg. v. Gemeindevorstand der Gemeinde Nentershausen, Bad Hersfeld 2005, S. 166f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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