Datensätze

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Eintrag 1546
Schlagworte Missernte Heu; Missernte Grummet
Ortsangaben Treysa
Zeitangabe 1789
Quellenzeitangabe
Originaltext "1789 hat man in der ganzen Aue kein Heu und Grummet können machen, sondern ist fast alles stehen blieben."
Bemerkungen Eintrag aus der Familienbibel des Treysaer Metzgermeisters Johannes May (*1764).
Bearbeitungsstand   07.02.2006
Beleg Alfred Giebel: Aus einer alten Treysaer Familienbibel, in: Schwälmer Jahrbuch (1975), S. 54-57, hier S. 55.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 2355
Schlagworte Dürre; Missernte Heu; Missernte Gras; Bäche ausgetrocknet; Teuerung
Ortsangaben Holzhausen
Zeitangabe 1842
Quellenzeitangabe 4 Monate
Originaltext "Im Jahr 1842 trat eine unerhörte Dürre während ganzer 4 Monate ein, so daß der Wald roth wurde, die Wiesen nach der Heuernte ganz versengt waren, die Bäche im Volkerbach und in der Frohewiese ganz vertrockneten, das Bächchen am Pfarrhofe nur des Morgens noch Wasser hatte und ich fast besorgt wurde, womit man das Vieh tränken würde, wenn die Dürre noch länger andauern werde. Der Brunnen am Hofe, sowie der im Garten, standen durchaus nicht unter Einfluß der Dürre, behielten stets dieselben Wasservorräthe. Ich ließ jeden Abend den Gartenbrunnen im Garten aus-gießen. Theuerung und Noth in 1843 waren die Folge der Dürre."
Bemerkungen Eintragungen des Pfarrers Wilhelm Dornseiff
Bearbeitungsstand   13.09.2007
Beleg Gudrun Brose: 750 Jahre Holzhausen am Hünstein. Ein Dorfbuch, Holzhausen am Hünstein, 2., überarb. u. erw. Ausg.. 2004, S. 42.
Bearbeiter Horst W. Müller
   
Eintrag 3350
Schlagworte Sonnenfinsternis; Sturm; Sturmschäden an Bäumen; Sturmschäden an Hecken; Sturmschäden an Feldfrüchten; Missernte Heu
Ortsangaben Hohlhanse
Zeitangabe 18.7.1841
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 18. Juli 1841 schreibt Adam Müller aus Hohlhanse folgendes:
‚Merkwürdige er Eigniße auf gezeignet zum andenken als im Jahr 1841 den 18. Juli [1841] ward eine Sonnenfinßterniß nachmittags um 3 Uhr der anfang war um 1 Uhr das ente um 4 Uhr die verursachte einen so starken Wind der so lang anhilt bis nacht der in den Wäldern so viele bäume niter riß und das Obst von den bäumen riß wo a das laub an hecken und bäumen an der Süd West Seite dürre wurde auch das Korn und das Kraut abständig wurde und auf den Wissen manchem bey zwey Fuhr Heu mit weg genommen auch im unterland wo das Korn noch stand und Reif war ausgeschlagen ein solcher starker Wind wie im Jahr 1800 der gantze Wälder daniter Riß.‘“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Klaus Frischkorn: Alte Heubacher Schriften, in: Bergwinkel-Bote 33 (1982), S.104–105, hier S. 104.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3444
Schlagworte Trockenheit, langanhaltende; Missernte Heu; Missernte Grummet; Futtermangel; Vieh musste abgeschafft werden; Getreideernte, mittlere; Kartoffelernte, mittlere
Ortsangaben Tann
Zeitangabe 1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „Durch lange anhaltende Trockenheit war das Jahr 1893 für die Landwirtschaft sehr ungünstig. Die ältesten Leute hier können sich einer solchen Trockenheit nicht entsinnen. So sind z.B. Kartoffeln, welche ich am 15. Mai hatte legen lassen, wegen Regenmangels erst im August aufgegangen. Nur der Roggen und die Kartoffeln gaben einen mittleren Ertrag. Heu und Hafer dagegen gab es nur auf ganz feuchten Grundstücken. Auf den beiden Schweerwiesen, auf welchen ich sonst wenigstens einen starken Wagen voll Heu bekam, gab es nur zwei Kötzen voll Heu. Da im August es etwas Regen gab, fiel die Grummeternte etwas besser aus. Wegen des großen Futtermangels mußte viel Vieh abgeschafft werden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Manfred Blumenhofer: Feuer und Wasser, in: 650 Jahre Tann 1355–2005, Geschichte und Brauchtum eines hessischen Dorfes im Besengrund. hrsg. von dem Festausschuss Tann (Arbeitskreis Chronik), Ludwigsau, 2005, S. 372–376, hier S. 372f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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