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Eintrag 3487
Schlagworte Getreideausfuhrverbot; Missernte beim Flachs
Ortsangaben Fulda, Hochstift; Ürzel; Neuhof; Herbstein; Fürsteneck; Mackenzell; Geisa
Zeitangabe 1795
Quellenzeitangabe
Originaltext 1795 war ein Getreideausfuhrverbot erteilt worden (Quelle: Cab., Rescr. Clem., Dekret vom 23. Febr. 1795; vgl. auch Dekret vom 4. März 1795; P.S.A. LXVIII,22), das unmittelbar folgende Wirkungen zeigte: „Mit eben diesem Zeitpunkt (i.e. 1795) begannen darum auch die Klagen, zuerst vereinzelt, dann aber immer stärker werdend. Die Untertanen des Amtes Ürzel baten, ihr überschüssiges Getreide ins Ausland, ins Hanauische, Isenburgische und Mainzische bringen zu dürfen, da sie sonst keine Verkaufsmöglichkeiten besässen. Die Fahrt nach Fulda dauere drei Tage und die Fuldaer Bäcker hätten sich noch nie blicken lassen. Sie fügten die ernsten Worte bei, sie könnten bei Verneinung ihrer Bitte die Abgaben nicht weiter entrichten, zumal die Flachsernte seit zwei Jahren nicht mehr gediehen sei. Trotzdem lautete der Entscheid von Fulda negativ (Quelle: W. Reg. 311; vgl. noch W. Reg. 276). Ähnlichen Bittschriften widerfuhr das gleiche Schicksal. Darum setzte vielerorts ein reger Schmuggel ein, der vor allem in den Ämtern Ürzel, Neuhof, Herbstein, Fürsteneck, Mackenzell und Geisa blühte.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg P. Nicephorus Enneking OFM: Das Hochstift Fulda unter seinem letzten Fürstbischof Adalbert III. von Harstall. Quellen und Abhandlungen zur Geschichte der Abtei und Diözese Fulda. Im Auftrag des Historischen Vereins der Diözese Fulda, hg.v. Gregor Richter, Dr. der Theologie und Philosophie, Domkapitular, Prof. an der phil.-theol. Lehranstalt zu Fulda, Fulda, 1935, S. 127f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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