Datensätze

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Eintrag 1495
Schlagworte Winter, harte; Sommer, regnerische; Herbst, regnerische; Überschwemmungen; Missernten; Teuerung
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 1657 - 1660
Quellenzeitangabe
Originaltext „… Teuerung am Anfang der sechziger Jahre des 17. Jahrhunderts …, die auf Mißernten infolge besonders harter Winter von 1657 bis 1660 mit Regen und Überschwemmungen im Sommer und Herbst …“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.01.2006
Beleg Jörg Witzel: Hersfeld 1525 bis 1756. Wirtschafts-, Sozial- und Verfassungsgeschichte einer mittleren Territorialstadt, Marburg 1994 (Untersuchungen und Materialien zur Verfassungs- und Landesgeschichte; Bd. 14), S. 26.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1498
Schlagworte Temperatursturz; Vereisung der Gewässer, starke; Überschwemmungen; Missernten
Ortsangaben Hersfeld; Hessen
Zeitangabe 1688 - 1701
Quellenzeitangabe
Originaltext „In den Jahren 1691 bis 1670 entfaltete sich ein Getreidepreis-Doppelzyklus, der 1691 bis 1693 zunächst dem Westen und Süden Deutschlands Höchstpreise brachte. Er ist durch Mißernten infolge des europaweiten Temperatursturzes in den Jahren 1688 bis 1701 verursacht worden. … Starke Vereisung der Gewässer im Winter sowie Überschwemmungen im Frühjahr und Sommer waren in diesen Jahren häufig.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.01.2006
Beleg Jörg Witzel: Hersfeld 1525 bis 1756. Wirtschafts-, Sozial- und Verfassungsgeschichte einer mittleren Territorialstadt, Marburg 1994 (Untersuchungen und Materialien zur Verfassungs- und Landesgeschichte; Bd. 14), S. 26-27.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3456
Schlagworte Missernten; Hungerjahre; Wiedereinführung der Heiratsbeschränkungen
Ortsangaben Kurhessen; Hanau
Zeitangabe 1816 - 1817
Quellenzeitangabe
Originaltext Der jüngere Bruder Peter Menge des Mineralogen und Australien-Pioniers Johannes Menge aus Steinau a.d. Straße, 1790 geboren, wollte 1820 eine junge Frau aus Neuhanau heiraten. Dazu wurde er nach seinen wirtschaftlichen Verhältnissen befragt, die schließlich nicht den amtlichen Vorschriften entsprachen, weshalb ihm die Heirat zunächst verweigert wurde.
Im Bericht des Schultheißen von Althanau an die Kurfürstliche Regierung zu Hanau vom 9.9.1820 heißt es: „Da er aber das nach der allerhöchsten Verordnung vom 24ten May 1817 hierzu erforderliche Vermögen nicht besitzt, … so finde ich mich bewogen, auf Ertheilung einer abschlägigen Resolution unterthänig anzutragen.“ Diese beschloß dann im beantragten Sinne.
„Die Heiratsbeschränkungen, die es noch im 18. Jahrhundert gegeben hatte, waren nämlich um die Jahrhundertwende, in der Zeit der politischen Liberalisierung, aufgehoben worden und wurden erst in einer Reihe von deutschen Staaten wieder eingeführt, nachdem auf die schon hinreichend schlechten Jahre ab 1811 auch noch die Hungerjahre 1816/17 gefolgt waren und außerdem die politische Restauration eingesetzt hatte. (Im Bericht des Schultheißen ist ja die entsprechende Verordnung genannt).“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Johannes Menge und Clemens Schreiber: Diesem Suchen steht nicht zu willfahren – Heiratsprobleme in der Familie Menge, in: Bergwinkel-Bote 43 (1992), S. 66–70, hier S. 67 u. S. 69.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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