Datensätze

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Eintrag 2317
Schlagworte Nebel, dichter
Ortsangaben Kassel; Bettenhausen; Waldau; Ochshausen
Zeitangabe 28.9.1813
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 28. September, frühmorgens, erhielt man von verschiedenen Seiten die Nachricht, daß ein vom General Tschernischew kommandiertes Korps von Freischärlern in großer Hast auf die Residenz vorgerückt sei.“ Es folgt die Schilderung, welche Truppen alarmiert wurden. Einige Kavalleriezüge von Husaren wurden zur Erkundung des Feindes diesem in der Richtung des sogenannten „Forstes“ entgegengeschickt. Der Forst war ein früher mit Waldungen bewachsenes Gebiet auf dem östlichen Fuldaufer, das sich bis Bettenhausen, Waldau und Ochshausen erstreckte, im 14. Jahrhundert abgeholzt und der Stadt Kassel als Viehweide übergeben worden war und am Anfang des 19. Jahrhunderts als mit Rasen bewachsene Ebene dem hessischen Militär für seine jährlichen Frühjahrsmanöver diente. König Jérôme wartete in Kassel auf die Meldungen der Husaren über die Zahl und die Stärke der Angreifer. „Inzwischen hatten die Husaren im Vorrücken eine Fusillade (Gewehrfeuer) eröffnet, aber der fortwährend dicke Nebel verhinderte immer das Auskundschaften des Feindes.“ Die nächsten, militärischen Aktionen seitens des Königs erfolgten dann um 9 Uhr. Man wehrte sich erfolgreich gegen erste Vorstöße der Russen an diesem Tage, wußte aber immer noch nicht, wie stark der Gegner wirklich war. Zwei Tage später endete dann alles in einer überstürzten Flucht vor einem militärisch überschätzten Gegner.

Historischer Hintergrund:
Es gibt einen in französischer Sprache verfassten Bericht über den 1813 verübten, kühnen Handstreich des russischen Generals Tschernischew auf Kassel, der mit einer Handvoll Leute das Königreich Westfalen über den Haufen warf, den König Jérôme verjagte und dessen Heer zerstreute, und das alles in völliger Isolierung von der Hauptarmee der Verbündeten im Rücken der französischen Armee. Die Nachricht über dieses Ereignis verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch ganz Deutschland, als die Russen schon längst wieder aus Kassel abgezogen waren.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.08.2007
Beleg Stefan Hartmann: Kosaken in Kassel. Ein Kapitel aus dem Ende des Königreichs Westfalen, in: ZHG Bd. 99 (1994) S. 53-70, hier S. 58 f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4131
Schlagworte Nebel, dichter
Ortsangaben Rhön; Kreuzberg
Zeitangabe 10.8.1815 - 11.8.1815
Quellenzeitangabe
Originaltext „Die Thalbewohner erquicket gar oft die lieblichste Witterung mit Sonnenschein, während wir oben auf dem Berge in einen so dicken schwarzgrünen Nebel gehüllt sind, daß man auf 6 Schritte die Klostermauern weder inn= noch außerhalb sehen kann. In einem solchen Zeitpunkte, am 10 und 11 August 1815, kam ein Reisender aus München mit der Neustädter Post hier an, und fuhr nach 2tägigem Aufenthalte wieder nach Würzburg ab, ohne sich nur ein Vorstellung von dem Kreuzberge und seinen Umgaben machen zu können.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   15.11.2014
Beleg Beschreibung des heiligen Kreuzberges und seiner Umgebungen, in Hinsicht auf die Erzeugnisse und Schönheiten der Natur, mit statistischen, geschichtlichen und religiösen Bemerkungen von Franz Nikolaus Baur, Dom=Vicar zu Würzburg, gedruckt auf Kosten der Freunde des Verfassers bei Johann Stephan Richter, Würzburg 1816, Nachdruck 1988, S. 9–10
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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