Datensätze

Seite: 1

Eintrag 1607
Schlagworte Trockenheit; Futtermangel; Rückgang der Viehnachfrage; Notschlachtungen
Ortsangaben Heuchelheim
Zeitangabe 1858
Quellenzeitangabe
Originaltext "1858 war ein trockenes Jahr. Da bin ich mit meinen zwei Schwägerinnen den Samstag vor Pfingsten in den Erlensand und Altenroth gegangen und haben die besten Stücke ausgegrast: da haben wir zwei Säcke und eine Last Gras nachhause gebracht. Ich möchte sagen, ich hätt es allein tragen können. Das war so wenig, als "komm und bring mir nichts"! Es war aber sonst nichts da. Das kostete nur einen halben Tag Arbeit für 3 Personen. Ich hatte in der Schwenn damals einen Acker von 112 Ruthen mit Klee. Den
hat meine Schwägerin Maria in einem Sack nachhaus gebracht. Da wurde jeden Tag ein Sack voll geholt und in Kessel gekocht." Und an späterer Stelle: "Im Nachsommer, es wolite auch niemand kein Vieh, da wurden einmal in einer Woche 13 Stück Rindvieh geschlachtet."
Bemerkungen Tagebuchaufzeichnungen von Jacob Hofmann V. aus Heuchelheim
Bearbeitungsstand   16.03.2006
Beleg Gisela Kraft-Schneider: Ein Heuchelheimer Tagebuch, in: Mitteilungen des oberhessischen Geschichtsvereins Gießen NF, Bd. 65 (1980), S. 201-225, hier S. 207.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3266
Schlagworte Regenmangel; Futtermangel; Notschlachtungen; Viehpreise, fallende
Ortsangaben Altenbreitungen; Herrenbreitungen; Frauenbreitungen
Zeitangabe 3.1893 - 7.1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „Wirtschaftlich schlimmer wirkte sich freilich das Jahr 1893 aus, das vom März bis Juli regenlos und heiß war. Infolgedessen war der Futtermangel so groß, daß das Vieh notgeschlachtet oder zu Spottpreisen verkauft werden mußte. Für 25 Mark erhielt man eine Kuh!“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Wilhelm Uehling: Breitungens Landwirtschaft, in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 155-165, hier S. 162.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

Seite: 1