Datensätze

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Eintrag 1393
Schlagworte Trockenheit, große; Mißernte, Klee; Sommerfrüchte schlecht aufgegangen; Pflanzenwachstum, geringes; Wiesen, vertrocknete; Futtermangel; Massenschlachtungen; Fleischpreise, sinkende
Ortsangaben Marienhagen
Zeitangabe 1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Sommer 1893 gehört der dieser Jahreszeit so nötige Regen zu den größten Seltenheiten, so daß die Natur zu verschmachten droht und jedes Lebewesen sich nach dem erquickenden Naß sehnt. Infolge anhaltender heißer Witterung ist der Klee auf dem Felde verkommen. Die Sommerfrüchte sind äußerst schlecht aufgegangen und was aufgegangen ist, kann wegen Regenmangel nicht wachsen. Die Wiesen sind an vielen Orten so dürr, als wären sie vom Feuer versengt. Aus Not muß daher das ‚liebe Vieh’ in großer Menge weggeschlachtet und um Spottpreise verschleudert werden.“
Bemerkungen Schulchronik Marienhagen
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 13.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1394
Schlagworte Trrockenheit, große; Sommerfrüchte schlecht aufgegangen; Pflanzenwachstum, geringes; Wiesen, vertrocknete; Mißernte, Heu; Roggenernte, mittelmäßige; Mißernte, Sommerfrüchte
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „Das Jahr 1893 versprach ein recht fruchtbares zu werden. Schon den ganzen Februar hindurch hatten wir das schönste Frühlingswetter. Der Stand der Wintersaaten war daher ein überaus günstiger und vielversprechender. Im März wurden die Sommerfelder bestellt und teilweise besät. Der später erwartete Regen zum Aufgang und weiteren Aussaat blieb aus. Der Aufgang war daher ein sehr spärlicher und ungleich mäßiger. Es folgte ein trockener heißer Sommer, sodaß das Grün der Wiesen verschwand und die Frucht auf dem Lande vertrocknete. Die Heuernte war in Folge dessen auf den Wiesen, welche nicht gewässert werden, eine sehr spärliche. Die Winterfrucht gedieh durch die Winterfeuchtigkeit des Bodens noch ziemlich, so daß die Kornernte eine über mittelmäßige zu nennen ist. Erst anfang August kam der erste durchdringende Regen, für Kartoffeln und Gemüse noch recht, für die Sommerfrüchte zu spät. Der Nachschlag, so wie der anfangs ungleichmäßige Aufgang derselben beeinträchtigte die Ernte, welche eine sehr spärliche zu nennen ist. Ein Stück Land, welches sonst Wagen voll lieferte, gibt jetzt nur wenige Bundevon geringer Güte. In der nahen Edder-und Orkegegend ist der Ernteertrag noch geringer; der hiesige Kalkboden hält die Feuchtigkeit noch besser als der dortige Schieferboden.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 13-14.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   

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